Aktuell

Darum macht die Feuerwehr Halver einen Quantensprung

Halver - Der Begriff „Quantensprung“ fiel gleich mehrfach. Am Donnerstagabend rollte das neue Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr Halver auf den Hof des Löschzuges Stadtmitte.

 

Mit allem, was Horn und Leuchten hergaben , begrüßte der Fahrzeugpark das neue Mitglied in seiner Mitte. Was demnächst bei größeren Einsätzen in Halver rollt, erschließt sich dem Nichtfachmann auf den ersten Blick kaum. In Haren im Emsland wurde das Sonderfahrzeug gebaut. Einen Tag lang wurden die Feuerwehrleute dort auf dem Mercedes-Transporter geschult, der mehr als doppelt so groß und schwer ist wie der Vorgänger, ein 16 Jahre alter Lieferwagen, Mercedes V-Klasse. Geballte Ladung Kommunikation Jetzt geht es um fünf Tonnen geballte Technik, mit denen die Halveraner Wehr für mehr Sicherheit der Bürger sorgen will.

Und nicht zuletzt gehe es auch um die Sicherheit der Einsatzkräfte, erläutert Michael Keil, zuständig für Information und Kommunikation. Genau um dieses Thema geht es auf den Arbeitsplätzen, die der Fünf-Tonner bietet. Wegweisend ist das Funk und Kommunikationssysten mit zwei eigenen Arbeitsplätzen und vier Bildschirmen im Heck des Wagens, von dem aus der Einsatz auf allen Kanälen koordiniert wird. Auch die anderen eingesetzten Kräfte wie DRK und THW sind dabei permanent vernetzt mit dem „ELW 1“, wie er offiziell heißt. Was, wann und passiert, ist Thema für die Runde der Entscheider, die im vorderen Teil Zugriff auf einen weiteren Monitor und alle Entwicklungen und Ergebnisse hat. Was muss an Kräften nachgeführt werden, wer macht gerade was – die Vernetzung in dieser Form sei vorher nicht leistbar gewesen, erläutert Keil die neue Feuerwehr-Welt. Die vier Sprechstellen haben eine Schnittstelle. Das dient der Dokumentation und erübrigt im Ernstfall erneute Rückfragen. Kurz zurückgespult und nachgehört – so werden Missverständnisse ausgeschlossen und wertvolle Zeit gespart. Die High-Tech-Ausrüstung soll auch in anderen Problemlagen helfen.

Das Fahrzeug ist mit zwei LTE- und einem WLAN-Modul vernetzt. Die doppelte Vernetzung bietet Reserven und ist deshalb redundant ausgelegt, um bei einem nicht mehr vorhandenen Funknetz weiter handlungsfähig zu bleiben. Und damit entfällt auch der Zugriff auf Ordner, die früher durchgeblättert werden mussten, wenn man schwierige Lagen traf. „Die Einsatzkräfte sehen jetzt auf dem Monitor, wo Löschwasser verfügbar ist, wo Brandlasten liegen und Rettungswege verlaufen“, sagt der IuK-Beauftragte. Dank zur Schlüsselübergabe 150 000 Euro hat die Stadt Halver damit in die Sicherheit ihrer Bürger investiert. Daran erinnerte Bürgermeister Michael Brosch bei der Schlüsselübergabe an den Führer des Löschzugs 1 (Stadtmitte) und Feuerwehrchef Stephan Czarkowski. Die Übergabe verband er mit dem Dank für die geleistete Arbeit und dem Wunsch, dass das neue Werkzeug möglichst lange und ungenutzt zumindest bis ins nächste Jahr in der Halle stehen bleiben sollte. Die versammelte Wehr nahm’s schmunzelnd zur Kenntnis: Jeder in der Halle erinnerte sich an den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag 2016, als alle Mann in der Nachbarstadt Lüdenscheid gegen den Galvanik-Brand in der Lösenbach gekämpft hatten.

WhatsApp Image 2017 11 14 at 02.49.01Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Halver Löschzug Stadtmitte zur Unterstützung bei Großbrand in Lüdenscheid! siehe Bericht von come-on.de:

 

Großeinsatz für Feuerwehr: Zwei Bewohner im Krankenhaus

Das Haus in Gevelndorf brannte in voller Ausdehnung.
© Nougrigat

Lüdenscheid - Ein Wohnhausbrand in Gevelndorf sorgte am späten Montagabend für einen Großeinsatz der Feuerwehr aus Lüdenscheid und Umgebung. Das Feuer war gegen 21 Uhr in der oberen Wohnung eines Zweifamilienhaus an der Straße Am Heicken ausgebrochen.

Zwei der insgesamt drei Hausbewohner wurden ins Krankenhaus gebracht. Genauere Angaben zu deren Verletzungen konnten bis Mitternacht noch nicht gemacht werden. Außerdem verletzten sich drei Feuerwehrleute durch herumfliegende Glassplitter leicht, konnten aber weiterhin am Einsatz teilnehmen.

 

Letztlich brannte das Gebäude in voller Ausdehnung. Die Lage des Einsatzortes in einer engen Straße am Hang erschwerte die Löscharbeiten. Der Erstangriff erfolgte mit rund 6500 Litern aus den Tanklöschfahrzeugen. Wegen des Höhenunterschieds musste eine Schlauchleitung mit Pumpenverstärkung von der Gevelndorfer Straße aus verlegt werden. Auch die Stadtwerke waren vor Ort, um die Wasserversorgung zu gewährleisten.

 
 

Als die Leitungen lagen, begann ein massiver Löschangriff von drei Seiten mit drei C-Rohren und einem B-Rohr, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Wie Jörg Weber, Pressesprecher der Feuerwehr, am Einsatzort erläuterte, war es besonders schwierig, einige Glutnester unter dem Dach zu bekämpfen, da ein Angriff von innen aus Sicherheitsgründen nicht möglich war.

Am Heicken, Lüdenscheid
© Google-Maps

Ausgerückt waren zunächst die Hauptwache sowie weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Gegen 21.50 Uhr wurde Stadtalarm für alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr ausgelöst. Schließlich wurde auch noch weitere Unterstützung aus den Nachbarstädten angefordert. Es ist davon auszugehen, dass sich die Löscharbeiten bis weit in die Nacht hinziehen.

Großeinsatz der Feuerwehr in Gevelndorf

Nach ersten, unbestätigten Angaben am Einsatzort gab es in der Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, großflächige Holzverkleidungen, wodurch sich der Brand möglicherweise massiv ausgebreitet haben könnte.

Während des Großeinsatzes in Gevelndorf wurde die Grundsicherung der Lüdenscheider Bevölkerung durch die Feuerwehr aus Schalksmühle übernommen, die die Hauptwache am Dukatenweg besetzte.

Hier ein Nachtrag mit aktuellen Informationen zum gestriogen Einsatz: Quelle: www,come-on.de

Bei Gerhardi Galvanotechnik in Dresel / B236 komplett gesperrt

250 Einsatzkräfte bei Großeinsatz in Werdohl: Millionenschaden nach Gerhardi-Brand

© Volker Heyn

[Update 19.11 Uhr] Werdohl - Katastrophenszenario am Freitag im Industriegebiet Dresel: Über dem in grauen Herbstnebel liegenden Lennetal steht eine mehrere hundert Meter hohe Rauchsäule, die sich zum Teil bedrohlich schwarz einfärbt. Die Halle des galvanischen Werks von Gerhardi steht in Flammen. Die mehr als 250 Einsatzkräfte können davon nicht mehr viel retten – bis zum Nachmittag ist die Halle komplett ausgebrannt.

Die Sorge um eine Gefährdung von Menschen durch Stoffe in der Luft und im Wasser wurde sehr ernst genommen. Zunächst war nicht auszuschließen, dass sich in der Rauchwolke galvanische Giftstoffe befinden könnten. Um hier schnell Gewissheit zu erlangen, war der Messzug der Feuerwehr des Märkischen Kreises alarmiert worden. 

 

In der Galvanik werden Ammoniak, Salzsäure und Salpetersäure für den Fertigungsprozess verwendet. Auf den umliegenden Höhenzügen wurden weitere Luftmessungen vorgenommen. Feuerwehrleute entnahmen laufend Proben aus dem massenhaft abfließenden Löschwasser, das über die Straße in die Entwässerung lief. Vorausschauend hatte ein Mitarbeiter des Sondervermögens Abwasser bei der Stadt ein Regenrückhaltebecken leerlaufen lassen. Durch die Kanalisation ablaufendes Löschwasser konnte hier aufgefangen werden.

So lief die Arbeit in den umliegenden Betrieben während des Einsatzes ab

Sondereinsatz-Mitarbeiter des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz fuhren nach Dresel. Die Fachbereichsleiter Michael Grabs und Bodo Schmidt waren sehr früh bei den Einsatzkräften in Dresel und informierten Bürgermeisterin Voßloh, die sich in Urlaub befindet. Die Versorgungsleitungen für Gerhardi wurden unterbunden, für das übrige Gewerbegebiet allerdings gab es weiter Strom und Wasser. In den meisten umliegenden Betrieben wurde weitgehend ungestört produziert. Die Polizei sperrte die Bundesstraße zwischen Elverlingsen und Höllmecke. Vereinzelt konnten Fahrzeuge über den Verbindungsweg zwischen Husberg und Lengelsen fahren, diesen Zugang kontrollierte die Polizei. 

 

Firma Gerhardi in Dresel brennt

Firma Gerhardi in Dresel brenntFirma Gerhardi in Dresel brenntFirma Gerhardi in Dresel brenntFirma Gerhardi in Dresel brennt

Ein Einsatzzentrum wurde auf dem Hof der Firma NBTK Ulbrich eingerichtet, auch die Betriebe Schlotmann und Lohmann waren hilfsbereit. Eine vorsorglich bestellte größere Anzahl an Rettungswagen wurde nicht benötigt, auch der Evakuations-Gelenkbus der MVG kam nicht zu einem Einsatz. Schnell war eine ausreichende Verpflegung der rund 250 Einsatzkräfte organisiert. Christoph Huberty, Geschäftsführer von Gerhardi Lüdenscheid und auch vom Werdohler Werk, erinnerte an eine große Investition ins Werk vor rund eineinhalb Jahren. Damals sei die Kapazität der Anlage erheblich erhöht worden. 

Gerhardi: Unglücksfall bereits 2014

Von einem Schaden in Millionenhöhe sei in jedem Fall auszugehen. Gerhardi wurde schon 2014 in Lüdenscheid von einem Unglücksfall heimgesucht: Bei einem Chemieunfall in der Firma Gerhardi Kunststofftechnik am Loher Wäldchen wurden im April vor drei Jahren 31 Beschäftigte leicht verletzt. Beim Umfüllen von Chemikalien in einen Behälter wurden Salzsäure-Dämpfe freigesetzt. 

30.4.2014: 31 Verletzte bei Chemieunfall bei Gerhardi in Lüdenscheid

Für Dresel ist der Gerhardi-Brand nicht das erste große Feuer-Szenario: Rund 210 Einsatzkräfte waren im Oktober 2016 beim Großbrand der Entlackungsfirma Ab-Ek mit Rettungsarbeiten beschäftigt. Die Feuerwehr hatte jedenfalls keinerlei Probleme mit den Gegebenheiten vor Ort. Für die riesigen Mengen von Löschwasser wurden Entnahmestellen an der Lenne eingerichtet. Der Löschangriff erfolgte von der Drehleiter aus Werdohl, der Altenaer Drehleiter, dem Tanklöschfahrzeug „Berglöwe“ aus Rärin bei Herscheid, dem Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr Neuenrade und dem Tanklöschfahrzeug der Werdohler Feuerwehr. 

Feuerwehr Halver unterstützt aus der Luft

Die Einsatzleitung teilten sich der Werdohler Feuerwehrleiter Kai Tebrün und Kreisbrandmeister Michael Kling. Die Feuerwehr war mit nahezu allen Kräften aus der Umgebung im Einsatz. Am Nachmittag wurde sogar noch der Löschzug Buschhausen aus Halver hinzugerufen, der mittels einer Drohne und 15 Mann den Einsatz aus der Luft überwachen sollte. Gegen 15.30 Uhr meldete der Einsatzleiter: „Feuer aus!“ Die Löscharbeiten hatten bis dahin schon fast neun Stunden gedauert.

Danach gelang es den Einsatzkräften, die Halle seitlich von der Bundesstraße ausgehend zu öffnen und erstmals in das Gebäude zu schauen. Auch von einem Nebengebäude aus konnte die Halle betreten werden. Das Wasser stand zu diesem Zeitpunkt bis zu zwanzig Zentimeter hoch in der Halle, ein beißender Geruch lag in der Luft. Einsatzkräfte stiegen in Vollschutzanzügen in die Halle ein. Die Dekontaminationseinheiten der Werksfeuerwehr Hexion aus Iserlohn und das Havariemanagement Lobbe übernahmen das Abpumpen. 

Viele Feuerwehrleute waren zu diesem Zeitpunkt seit zwölf Stunden im Einsatz. Einige von ihnen kamen direkt aus der Nachtschicht.

Hintergründe zur Firma Gerhardi am Standort Dresel

Die Firma Gerhardi Galvanotechnik Werdohl GmbH beliefert nach eigenen Angaben Automobilfirmen und Systemlieferanten mit hochwertigen verchromten Kunststoffteilen. "Im Fertigungsprozess werden die Kunststoffteile mit einer galvanisch aufgebrachten Beschichtung in einem mehrstufigen Verfahren versehen.

Lesen Sie auch: Gerhardi-"Headquarter" in Lüdenscheid

Dabei kommen Stoffe und Produkte aus der chemischen Industrie zum Einsatz, die zum Teil gefährliche Eigenschaften aufweisen", heißt es auf der Website des Unternehmens in den sogenannten "Informationen für die Öffentlichkeit nach §§ 8a und 11 Störfall-Verordnung".

© Google Maps

Zum frühzeitigen Erkennen und Melden von Bränden sei der Betrieb mit passiven Brandschutzsystemen (z.B. Rauch- und Wärmemelder) ausgerüstet. "Ein Alarm der Brandmeldezentrale wird direkt an die zuständige Kreisleitstelle weitergeleitet", so das Unternehmen weiter.

Seit heute morgen um 07:20h befinden sich 13 Mitglieder der Feuerwehr Halver im Rahmen der Messkomponente MK und zur Lufbeobachtung mit Drohne bei einem Brandeinsatz in einem Galavanikbetrieb in Werdohl. siehe Bericht auf come-on.de:

Bei Gerhardi Galvanotechnik in Dresel / B236 komplett gesperrt

Großbrand in Werdohl: Erste Luftmessungen unbedenklich

 

© Volker Heyn

 

[Update 9.21 Uhr] Werdohl - Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei in Werdohl-Dresel! Bei der Firma Gerhardi Galvanotechnik Werdohl GmbH brennt die Galvanik-Halle 11 in voller Ausdehnung. Nach unseren Informationen will die Feuerwehr das Gebäude kontrolliert abbrennen lassen. Anwohner in Werdohl und auch in Neuenrade werden aufgerufen, Türen und Fenster weiter geschlossen zu halten. Erste Messungen ergaben nach Angaben von Werdohls Fachbereichsleiter Michael Grabs allerdings keine bedenklichen Werte.

Die B236 ist zwischen Höllmecke und Elverlingsen unverändert komplett gesperrt. Neben der kompletten Wehr aus Werdohl sind auch Löschzüge aus Neuenrade und Herscheid sowie der Messzug der märkischen Feuerwehr vor Ort.

 

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen das Feuer in der fast quadratischen Halle sowohl von der B236 aus als auch von der Straße An der Tumpe. Ein Übergreifen auf andere Gebäude konnte bislang verhindert werden.

© Volker Heyn

In den benachbarten Industriebetrieben scheint die Arbeit größtenteils zu ruhen, viele Menschen stehen vor den Gebäuden und schauen schier fassungslos gen Himmel auf die mehrere hundert Meter hohe Rauchwolke. 

 

"Es gibt zum Glück keine Verletzten, das können wir jetzt schon sagen", bestätigte Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, auf Anfrage unserer Redaktion, dass sich alle Mitarbeiter in Sicherheit bringen konnten.

30.4.2014: 31 Verletzte bei Chemieunfall bei Gerhardi in Lüdenscheid

Nach noch nicht bestätigten Informationen war zum Zeitpunkt des Feuer-Ausbruchs keine volle Belegschaft vor Ort. Etwa 180 Mitarbeiter sind am Gerhardi-Standort in Werdohl beschäftigt.

Aus dem Dach der aus noch unbekannter Ursache in Brand geratenen Halle schlugen sofort meterhohe Flammen, schwarzer Rauch stieg in den Himmel - inzwischen ist der Rauch eher grau. 

Zunächst war nicht auszuschließen, dass sich in der Rauchwolke galvanische Giftstoffe befinden könnten. Um hier schnell Gewissheit zu erlangen, war der Messzug der Feuerwehr des Märkischen Kreises alarmiert worden. In der Galvanik werden Ammoniak, Salzsäure und Salpetersäure für Fertigungsprozess verwendet.

Die Rettungskräfte wurden um 6.54 Uhr informiert. Seither läuft der Großeinsatz.

Wir berichten weiter.

Hintergründe zur Firma Gerhardi am Standort Dresel

Die Firma Gerhardi Galvanotechnik Werdohl GmbH beliefert nach eigenen Angaben Automobilfirmen und Systemlieferanten mit hochwertigen verchromten Kunststoffteilen. "Im Fertigungsprozess werden die Kunststoffteile mit einer galvanisch aufgebrachten Beschichtung in einem mehrstufigen Verfahren versehen.

Lesen Sie auch: Gerhardi-"Headquarter" in Lüdenscheid

Dabei kommen Stoffe und Produkte aus der chemischen Industrie zum Einsatz, die zum Teil gefährliche Eigenschaften aufweisen", heißt es auf der Website des Unternehmens in den sogenannten "Informationen für die Öffentlichkeit nach §§ 8a und 11 Störfall-Verordnung".

© Google Maps

Zum frühzeitigen Erkennen und Melden von Bränden sei der Betrieb mit passiven Brandschutzsystemen (z.B. Rauch- und Wärmemelder) ausgerüstet. "Ein Alarm der Brandmeldezentrale wird direkt an die zuständige Kreisleitstelle weitergeleitet", so das Unternehmen weiter.

Heizdecke kann tödliche Falle werden
Dr. Joachim Festl gibt beim Ü60-Kreis Tipps zur Vorbeugung und zum Verhalten bei Bränden

Link zum Zeitungsartikel (pdf)

siehe Bericht von come-on.de:

Nachwuchsfeuerwehren erfolgreich

© Helmecke

Meinerzhagen - Kurz nach 14 Uhr ging am Samstag der Alarm raus. Rund 15 Minuten später wimmelte es auf dem Gelände der Firma Voswinkel in Neugrünenthal in Meinerzhagen bereits von Feuerwehrkräften und Fahrzeugen. Allerdings waren dabei die Mitglieder der „Erwachsenenwehr“ deutlich in der Unterzahl.

Gut 30 von ihnen unterstützten lediglich den Ablauf der von Birger Schmidt, dem Leiter der Meinerzhagener Jugendfeuerwehr, ausgearbeiteten Abschlussübung. Zu der Übung wiederum waren auch die Nachwuchswehrleute aus Herscheid und Halver angerückt. 

 

Mehr als 70 Jugendfeuerwehrleute waren es insgesamt, die am Einsatzort ihre Arbeit verrichteten. Da galt es zu Beginn, eine unklare Rauchentwicklung in einem der Betriebsgebäude zu erkunden. Schnell erkannten die jungen Brandbekämpfer: Es brennt und es muss schnell gehandelt werden. Während sich einige Kräfte um den Aufbau einer Löschwasserversorgung kümmerten, begannen andere bereits mit dem in den Tanks der Feuerwehrfahrzeuge vorhandenen Wasser einen Löschangriff vorzunehmen. 

Übung der Jugendfeuerwehren in Meinerzhagen

 

Eine Vielzahl von Schläuchen sorgte dafür, dass an mehreren Stellen des Einsatzortes zeitgleich "angegriffen" wurde. Und auch von oben gab es durch den Einsatz der Drehleiter beim Löschen Unterstützung. Bei der Erkundung des Brandherdes durch Einsatztrupps unter Atemschutz fanden die Einsatzkräfte noch „rechtzeitig“ mehrere Verletzte. Deren Bergung und die anschließende Versorgung erfolgte routiniert und erfolgreich. 

Im zweiwöchigen Turnus treffen sich die Meinerzhagener Jugendfeuerwehrleute. In der „offenen Jahreszeit“ stehen die Außeneinsätze an ständig wechselnden Orten im Stadtgebiet an. Die Winterzeit dient dann der Vertiefung der Theorie. Immer auf dem Übungsplan steht eines: die Kameradschaft. 

Deutlich war das am Samstag zu erkennen. Da half dann so mancher „ältere“ Jugendfeuerwehrmann seinem jüngeren Mitstreiter, wenn es nötig war.

siehe Bericht auf come-on.de:

Halveraner Jugendfeuerwehr blickt auf 45 Jahre Erfolgsgeschichte

© Othlinghaus

Halver - Vor 45 Jahren wurde die Jugendfeuerwehr Halver gegründet. Dieser Geburtstag wurde mit einem Festakt in der Aula der Firma Turck nun in gebührendem Rahmen gefeiert. Der Leiter der Jugendfeuerwehr, Benjamin Fernholz, und sein Stellvertreter Björn Clever begrüßten zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Michael Brosch.

 Im Anschluss an die Ansprache des Leiters der Feuerwehr Halver, Stefan Czarkowski, der die Jugendfeuerwehr als wichtige Instanz zur Rekrutierung des Nachwuchses lobte, gab Ehrenstadtbrandmeister Ernst-Adolf Plate einen kurzen Rückblick auf die Erfolgsgeschichte der Jugendfeuerwehr. Bereits im Jahre 1971 plagten die Feuerwehr Nachwuchssorgen, weshalb Plate die Gründung gemeinsam mit den anderen damals Verantwortlichen beschloss.

 

 „Am 23. August 1972 standen dann 28 Jugendliche vor dem Feuerwehrgerätehaus in Halver und wollten mitmachen“, erinnerte sich Plate. Zunächst habe bei den Jugendlichen allerdings ein Ausrüstungsnotstand geherrscht, was sich natürlich heute geändert habe. Im Anschluss legte Plate noch einige Gedanken zur aktuellen Lage der Feuerwehr Halver nach. Die Personalstärke sei derzeit noch stabil. Die aktive Feuerwehr verfüge derzeit über 165 Mitglieder, von denen 100 zuvor in der Jugendfeuerwehr waren. An den Nachwuchs müsse nach wie vor immer gedacht werden. „Jeder, der gewisse Voraussetzungen erfüllt, ist bei der Freiwilligen Feuerwehr herzlich willkommen“, betonte der Ehrenstadtbrandmeister. 

Seinen Dank richtete er an Bürgermeister Michael Brosch, der für eine gute Ausstattung der Wehr sorge. Die Freiwillige Feuerwehr lobte Ernst-Adolf Plate als die „älteste, schönste und beste Bürgerinitiative, die es gibt.“ Michael Brosch bezeichnete die Jugendlichen im Anschluss als die Zukunft der Wehr und versprach, sich dafür einzusetzen, dass die Freiwillige Feuerwehr künftig nicht mehr ihre Zeit mit belanglosen Aufgaben wie der Beseitigung von Ölspuren verbringen müsse. „Der Dienst am Menschen ist bei dieser Tätigkeit am wichtigsten“, erklärte Brosch, und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass möglichst alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr auch in der aktiven Wehr ankommen.

 Nach seiner Ansprache überreichte Brosch dem Leiter der Jugendfeuerwehr eine finanzielle Zuwendung der Stadt. Während des offiziellen Teils und beim gemeinsamen Abendessen lief eine Bildpräsentation, die die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr zeigte. Auch Fernholz und Clever brachten den Gästen die Aktivitäten noch einmal näher. Besonders hervorgehoben wurde eine Kooperation mit dem Anne-Frank Gymnasium.

4 Mitglieder des Meßtrupps MK der Feuerwehr Halver wurden gegen 22h zu einem Großbrand in Plettenberg alarmiert. Gegen 3:30h folgte die Alarmierung der Hubrettungsbühne. Diese rückte mit 3 Wehrleuten nach Plettenberg aus. siehe Bericht auf come-on.de:

Eloxalanlage fast vollständig niedergebrannt

Schaden in Millionenhöhe durch Brand bei Dura

Lichterloh brannte die Produktionshalle bei Dura.
© Schulz

[Update] Plettenberg - „Ich habe einen so großen Feuerwehr-Einsatz in Plettenberg noch nicht erlebt“, erklärt ein heimischer Feuerwehrmann. Rund 200 Einsatzkräfte aus fast dem gesamten Kreisgebiet waren in der Nacht von Freitag auf Samstag zur Firma Dura ausgerückt, wo ein flammendes Inferno auf sie wartete. Drei-Viertel der Produktionshalle, die die Eloxalanlage beherbergt, sind zerstört – trotzdem soll die Arbeit in der Firma am Montag weitergehen.

Vermutlich durch eine chemische Reaktion war der Brand am Freitagabend entstanden. Mitarbeiter der Spätschicht wurden in Sicherheit gebracht, wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Plettenberger Fenster und Türen geschlossen halten.

 

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis zum Samstagabend an. In der Nacht kontrollierten die hauptamtlichen Kräfte die Brandstelle noch einmal, um auszuschließen, dass nicht doch noch unter den Trümmern versteckte Glutnester wieder aufflammen, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr Plettenberg.

Brand bei Dura in Plettenberg

 

"Dieser Einsatz wird unsere Feuerwehr noch länger beschäftigen", sagte ein Sprecher. "Zahlreiche Materialen und Gerätschaften müssen in den kommenden Tagen wieder aufbereitet werden."

Der Großbrand bei der Firma Dura ist gelöscht.
© Christogeros

Die Feuerwehrmänner mussten sich nach dem Einsatz dekontaminieren. Wie die Feuerwehr mitteilt, hat das Feuer Dreiviertel der neuen Eloxalanlage zerstört. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Der Morgen nach dem Dura-Brand

Ersten Messungen zufolge wurde die Oester nicht kontaminiert. Die obere und untere Wasserbehörde sowie der Ruhrverband sind vor Ort und geben erste Entwarnung. Genaue Analysen, ob eine Verunreinigung vorliegt, werden noch durchgeführt.

Ersten Erkenntnissen zufolge ist es zu keiner Verunreinigung der Gewässer gekommen. Genaue Proben werden noch vorgenommen.
© Christogeros

Das Entsorgungsunternehmen Lobbe wird wohl noch Tage mit dem Entsorgen der teilweise giftigen Chemikalien zu tun haben.

Hintergrund: Der Automobilzulieferer Dura in Plettenberg

Laut Feuerwehr kann es im Bereich der Königstraße und "Unterm grünen Berg" weiterhin zu Geruchsbelästigungen kommen. Luftmessungen der Behörden vor Ort ergaben aber keine kritischen Werte, die Bevölkerungswarnung ist aufgehoben.

Die Feuerwehr konkretisierte am Samstagmorgen ihre Angaben zum Brandhergang. Demnach hatte die Brandmeldeanlage um kurz nach 21 Uhr am Freitagabend ausgelöst. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine Rauchentwicklung im Bereich einer galvanischen Anlage in der zweigeschossigen Produktionshalle fest. Als ein Trupp unter schwerem Atemschutz hineinging, entpuppte sich der vermeintliche Rauch aber als Wasserdampf. Die Ursache: Ein Rohrbruch. 

Doch drohten die Wassermassen in die Anlage zu laufen - was vermutlich zu einer chemischen Reaktion führte, die den Brand auslöste. Das Feuer breitete sich sehr schnell aus. 

Die Feuerwehr Plettenberg gab jetzt Stadtalarm. Die Gefahrenstoffe waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau identifiziert, es war nicht klar, ob sie womöglich mit Wasser gefährlich regieren. 

Der Brand breitete sich rasch auf mehrere Gebäudeteile aus. Die Feuerwehr löschte von mehreren Seiten.

Feuerwehr löscht mit bis zu 200 Mann

Ein Großaufgebot der Feuerwehr, vereint aus den Städten Plettenberg, Lüdenscheid, Attendorn, Herscheid und Werdohl, war mit bis zu 200 Mann im Einsatz. Eine Gefahrstoffeinheit führte Messungen durch und sorgte für die Reinigung der eingesetzten Kräfte.

Wie Wolfgang Schwegmann, der Leiter für Arbeitsschutz Europa und Asien vor Ort gegenüber come-on.de bestätigte, konnten sich alle Dura-Mitarbeiter, die sich in dem Gebäude befunden hatten, rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Halle nicht zu retten

Die Halle war allerdings nicht mehr zu retten. Lichterloh stand das Gebäude, das unmittelbar an die Straße Unterm grünen Berg angrenzt, in Flammen. 

Die Plettenberger wurden aufgerufen, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Anwohner von Häusern in der unmittelbaren Nachbarschaft mussten ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden zunächst in einem Gelenkbus der MVG untergebracht. Laut Mitteilung der Polizei vom Samstagmorgen konnten sie inzwischen wieder in ihre Häuser zurück.

Ein gutes Dutzend Mitarbeiter der benachbarten Firma Rasche wurde notärztlich behandelt. Elf hatten nach Feuerwehrangaben leichte Rauchvergiftungen, ins Krankenhaus mussten sie aber nicht gebracht werden.

Anders ein Feuerwehrmann, der leicht verletzt wurde.

Um 1 Uhr standen noch drei Viertel der Gebäudeteile unter Vollbrand. Gegen 2 Uhr konnte "Feuer in der Gewalt" gemeldet werden.

Schwer zugängliche Gebäudeteile

Dennoch brannte es in schwer zugänglichen, oder nicht zu erreichenden Gebäudeteilen weiter, denn Hallenteile sind bereits eingestürzt.  

Auch die ausgetretenen Chemikalien, deren Aufnahme und Entsorgung durch ein hinzugerufenes Spezialunternehmen laufen parallel zur Brandbekämpfung. Vermutlich wird sich der Einsatz noch über mehrere Stunden hinziehen.

Die untere Wasserbehörde, der Umweltdienst der Bezirksregierung und Fachberater Chemie kamen zur Einsatzstelle. Durch den massiven Löschangriff drang verschmutztes Löschwasser in den nahegelegenen Oesterbach.

Laut Polizei kommt es wegen der Sperrung der Straße "Unterm Grünen Berg" zu Verkehrsbehinderungen.

Anlage erst vor vier Jahren für 10 Millionen Euro in Betrieb genommen

Die Eloxalanlage wurde erst vor vier Jahren eingeweiht. Rund acht Monate hatte der Aufbau der neuen, rund 1 200 Quadratmeter Fläche in Anspruch nehmenden Anlage gedauert. Die ›elektrolytische Oxidation von Aluminium‹, für die ›Eloxal‹ als Abkürzung steht, ermöglicht es, die oberste Schicht des Metalls in eine oxidische Schutzschicht zu verwandeln, die vor Korrosion schützt. Durch das Verfahren sowie eine zusätzliche gläserne Schutzschicht (50 mal dünner als ein Haar) werden die Aluminium-Zierleisten noch besser vor Umwelteinflüssen geschützt. Außerdem kann in die Oxidschicht durch verschiedene Bäder ein Farbstoff eingebunden werden, der für eine dauerhaftere Färbung sorgt.

Rund zehn Millionen Euro wurden im Dura-Werk an der Königstraße in die neue Eloxalanlage investiert. Der damalige NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, der die Anlage mit einem Knopfdruck in Betrieb genommen hatte, bezeichnete die Anlage während der offiziellen Feier zur Einweihung als einen „entscheidender Beitrag zur Standortsicherung“.

Die Eloxal-Anlage besteht insgesamt aus 130 Tonnen verarbeitetem Stahl. 

● Die Anlage hatte ein Flüssigkeitsvolumen von 400 000 Litern und wog inklusive Flüssigkeiten 900 Tonnen. 

● Für die Eloxal-Anlage wurden 1 800 Meter Rohrleitungen verlegt, wodurch der lange Chemikalien-Transport durch die Werkshallen entfallen ist. Außerdem gab es eine Abluftmenge von 54 000 Kubikmeter/Stunde. 

● In der Anlage befanden sich 45 Behälter und es gab 50 verschiedene Badpositionen. 

● Die gesamte Anlage nimmt eine Fläche von 1 200 Quadratmetern in Anspruch und hat eine Länge von 82,7 Metern. Technische Daten der Abwasseranlage 

● Die neue Abwasseranlage der Firma Dura war für insgesamt 143 000 Liter pro Tag ausgelegt und schaffte pro Jahr 600 Kilogramm Rückgewinnung von Nickel. 

● Die DURApro-Anlage konnte in der Stunde 73 000 Kubikmeter Luft umwälzen. 

● Dazu gibt es ein Kamerasystem zur Teileerkennung und es sind drei Roboter im Einsatz. 

● Insgesamt hat die Eloxal-Anlage eine Förderlänge von über 400 Metern.

Datum: 13.09.2017
Alarmzeit: 00:15 Uhr
Alarmierungsart: Meldeempfänger 
Art: F1 - Brand in Gebäude 
Einsatzort: Bahnweg
Einsatzdauer: ca. 1 Stunde
 
Der Löschzug Stadtmitte wurde um 00:15 Uhr per  Meldeempfänger wegen einer  Rauchentwicklung im Bahnweg alarmiert. Vor Ort bestätigte sich dies allerdings nur als Essen auf Herd. Sofort erkundete 1 Trupp unter Atemschutz und Wärmebildkamera die betroffene Stelle. Die betroffene Stelle wurde mit der Wärmebildkamera überwacht und nach dem Abkühlen konnte der Löschzug Stadtmitte nach 1 Stunde wieder einrücken.

siehe Bericht auf come-on.de:

Autofahrerin gerät in den Gegenverkehr

Der 18-Jährige versuchte der Frau auszuweichen, nach einem leichten Zusammenstoß prallte er gegen eine Laterne.
© Sarah Reichelt

Halver - Das Glück auf ihrer Seite hatten am Montagmorgen zwei Menschen, die in einen Verkehrsunfall auf der Remscheider Straße, Bundesstraße 229, verwickelt waren.

Eine Person wurde dabei leicht verletzt. Eine 27-jährige Frau aus Würzburg war gegen 9.50 Uhr mit ihrem Wagen auf der B 229 in Richtung Remscheid unterwegs, als sie laut Polizei etwa in Höhe der Firma Turck auf die Gegenfahrbahn geriet. 

 

Ein 18-Jähriger aus Radevormwald war währendessen mit seinem Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn unterwegs. Als er das entgegenkommende Fahrzeug der Würzburgerin entdeckte, versuchte er auszuweichen. Das gelang ihm nicht, die Fahrzeuge streiften sich seitlich. Anschließend kam der 18-jährige Mann mit seinem Wagengegen den Bordstein. Das Fahrzeug prallte daraufhin rückwärts gegen eine Laterne am Straßenrand. 

Bei dem Unfall wurde die Frau leicht verletzt. Warum sie auf die Gegenfahrbahn kam, ist noch unklar, teilt Marcel Dilling, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis, mit. Die 27-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in das Klinikum Hellersen in Lüdenscheid gebracht. Die Freiwillige Feuerwehr Halver traf ebenfalls am Unfallort ein, da zunächst von auslaufenden Flüssigkeiten die Rede war. Vor Ort wurde klar, dass das nicht der Fall war. 

Während der Unfallaufnahme war die Remscheider Straße in Höhe der Unfallstelle nur einspurig befahrbar. Es entstand ein Sachschaden von rund 34 000 Euro. Bei beiden Fahrzeugen brachen Achsen. Sie wurden abgeschleppt.

siehe Bericht auf come-on.de:

Spende

Flutbox für Halveraner Feuerwehr

Thomas Gehring (Stadt Halver), Peter Thissen (Provinzial), Thorsten Wingenbach (Wehrleitung) und Christoph Seibert (Löschzug 1) bei der Übergabe der Flutbox.
© Klaus Schliek

Halver - Kräftige Gewitter, wie zuletzt in der vergangenen Woche, können schnell ganze Straßenzüge unter Wasser setzen. In solchen Fällen hilft die Flutbox.

Provinzial-Geschäftsstellenleiter Peter Thissen überreichte solch eine Box am vergangenen Donnerstag im Feuerwehrgerätehaus an der Thomasstraße an Fachbereichsleiter Thomas Gehring von der Stadt Halver. Gehring gab das Soforthilfe-Set zum Entwässern von Kellern oder Souterrain-Wohnungen gleich an Thorsten Wingenbach, stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Halver, und an Christoph Seibert, Löschzugführer des Löschzuges 1/Stadtmitte weiter. 

 

Zur handlichen Flutbox gehört eine leistungsstarke Pumpe, die fest verankert und geschützt vor Verschlammung in einem Tragekorb steht. Versehen mit einem zwölf Meter langen Schlauch ist die Pumpe in der Lage, bis zu 50 Badewannenfüllungen Wasser pro Stunde zu befördern. 

Menschen unterschätzen Risiko 

„Wir freuen uns, dass mit der Übergabe der Flutbox der Schutz vor Elementargefahren verbessert wird“, erklärte der stellvertretende Feuerwehrleiter Thorsten Wingenbach. „Trotz zunehmender Gefahr unterschätzen nach einer Umfrage die meisten Menschen das Risiko, selbst Opfer von Extremwetter zu werden“, ergänzte Provinzial-Vertreter Peter Thissen. 

Er appellierte an die Bürger, mehr für die Eigenvorsorge zu tun. Diesen Aufruf unterstützen das Land Nordrhein-Westfalen, die Verbraucherzentrale NRW und die Versicherungswirtschaft, die eine entsprechende Aufklärungskampagne gestartet haben.

Bericht auf come-on.de:

siehe Bericht auf come-on.de:

Volmestraße mehrere Stunden voll gesperrt

Halveraner bei Unfall schwer verletzt: Sorgte Ölspur für Kontrollverlust?

© Wilczek

Oberbrügge - Schwerer Verkehrsunfall am Freitagabend gegen 19.45 Uhr auf der Volmestraße in Oberbrügge:

Nach Aussage der Polizei eventuell aufgrund einer Ölspur, verlor ein 29-jähriger Halveraner in einer leichten Kurve aus Richtung Brügge kommend die Kontrolle über seinen schwarzen Golf, geriet in Höhe der Volme kurz vor der Einmündung Heerstraße in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem grünen Golf eines 58-jährigen Mannes aus Halver zusammen. 

 

Dieser wurde bei dem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die Feuerwehr war mit den Löschzügen Halver und Oberbrügge-Ehringhausen vor Ort, um ausgelaufene Betriebsstoffe abzustreuen. Damit keine Betriebsstoffe in den Fluss gelangten, legten die Einsatzkräfte zudem eine Ölsperre. 

Anschließend reinigte eine herbeigerufene Spezialfirma den Bereich der Unfallstelle weiträumig. Beide Unfallautos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 6000 Euro. Die Volmestraße war während des Einsatzes über mehrere Stunden voll gesperrt.

siehe Bericht auf come-on.deDrehmaschine in Brand geraten

Großeinsatz für Löschzug Stadtmitte bei Firma Thun Automotive

 

© Emanuel Holz

 

[Update 15.18 Uhr] Halver - Gegen 13.20 Uhr alarmierten Mitarbeiter der Halveraner Firma Thun Automotive gestern die Freiwillige Feuerwehr, denn in der Werkshalle an der Von-Vincke-Straße, Abzweigung Langenscheid, war eine Drehmaschine in Brand geraten.

Die Mitarbeiter betätigten noch den Not-Aus-Knopf und suchten danach den Weg ins Freie. Verletzt wurde niemand.

 
© Emanuel Holz

Der Löschzug Stadtmitte rückte mit dem größtmöglichen Aufgebot aus. Fünf Einsatzfahrzeuge und rund 20 Wehrleute trafen zunächst alle Vorbereitungen für die Wasserlöschung, doch von diesem Vorhaben sahen die Einsatzkräfte schließlich ab. „Wir haben die Drehmaschine mit einer sogenannten CO2--Anlage gelöscht, also ganz auf Wasser verzichtet. So konnten wir den Schaden in Grenzen halten“, sagte Reiner Clever, der als einer der ersten vor Ort war. Mithilfe des Gases wurde der Sauerstoff aus der Halle verdrängt und die Flammen erstickt.

© Emanuel Holz
 

Nach ersten Erkenntnissen hatte die werkseigene CO2-Anlage nicht ausgelöst, sodass die Feuerwehr die besondere Form des Löschens manuell durchführen musste.

„Am Montag kommen Mitarbeiter einer externen Firma und nehmen den Schaden auf. Erst dann kann man etwas zur Schadenssumme sagen. Aber es werden schon ein paar Euros sein, denn einige Kabel sind angesengt und verschmort“, sagte Fertigungsleiter Ralf Schuster. 

Die Zufahrt zum Langenscheid war aus Richtung Von-Vincke-Straße für die Zeit des Einsatzes gesperrt. Auch für Autofahrer aus Richtung Oststraße gab es kurz vor dem Firmengelände kein Durchkommen mehr. Der Einsatz, an dem auch das DRK Halver beteiligt war, endete gegen 14.30 Uhr.

siehe Bericht auf come-on.de:

Fehlalarm bei Firma in Oberbrügge

Rückzug: Der Alarm der Brandmeldeanlage ging um 11.20 Uhr bei der Feuerwehr ein. Schnell war klar, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Die Einsatzkräfte rückten gegen 11.50 Uhr wieder ab.
© Emanuel Holz

Halver - Am Mittwochmorgen hörte man das Martinshorn durch die Innenstadt hallen. Der Grund: Zwei Einsatzfahrzeuge des Löschzugs Stadtmitte hatten sich auf den Weg gemacht, um ihre Kollegen vom Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen bei einem Einsatz in Halvers größtem Ortsteil zu unterstützen.

Denn bei der Firma L. Grigoletto hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Schnell war klar, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. „Der Fehlalarm wurde wahrscheinlich bei Wartungsarbeiten einer externen Firma verursacht. Die Brandmeldeanlage wurde wohl zu früh wieder in Betrieb genommen“, sagte Einsatzleiter Georg Peters vom Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen. 

 

Der Oberbrügger Löschzug war ebenfalls mit zwei Einsatzfahrzeugen ausgerückt. Auch die Polizei hatte sich schnell ein Bild von der ungefährlichen Situation machen können. Der Alarm war gegen 11.20 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen, bereits gegen 11.50 verließen die Einsatzkräfte das Gelände am „Alten Bahnhof 10“ wieder.

Bericht auf Come-on.de:

Rettungspunkte sollen in Halver für schnelle Hilfe sorgen 

Schliek

Halver - Ein gutes Rettungspunkt-System kann Leben retten. Das zeigte jüngst das schnelle Auffinden eines im dichten Schalksmühler Wald verunglückten Mountainbikefahrers. Astrid Becker, Geschäftsführerin der Fortbetriebsgemeinschaft, setzte sich daher für die Einführung einer solchen Maßnahme auf Halveraner Gebiet ein. 

In Ulrich Ackfeld, Reiner Clever, Friedhelm Nüsken und Leo Becker fand sie dabei tatkräftige Unterstützer. Nach gründlicher Planung und nicht zuletzt dank des großen Einsatzes der Feuerwehr gibt es jetzt in Wald und Flur die ersten 60 Rettungspunkt-Schilder. Weitere 60 sollen zeitnah folgen. Damit wäre das Ziel von zwei Rettungspunkten pro Quadratkilometer im Halveraner Stadtgebiet erreicht.

 

 „Wozu brauchen wir die Schilder? Es gibt doch Handys.“ Diesen Hinweis bekam Initiatorin Astrid Becker ab und an zu hören, nachdem sie mit der Planung begonnen hatte. „Die Ortung über Handysignale ist nicht immer zuverlässig möglich. Hinzu kommt, dass die genaue Ortsbeschreibung in der Stresssituation eines Notfalls häufig nicht gelingt“, erklärt die Halveranerin. Deshalb begrüßten alle Rettungsstellen den Einsatz der Schilder. Das Auffinden von Verletzten in der Fläche werde so erheblich erleichtert. Das bestätigt auch Förster Ulrich Ackfeld. Gerade Forstarbeiter seien bei Notfällen tief im Wald von den Rettern nur schwer zu finden. 

Da helfen die Rettungspunkte, denn jedes Schild ist mit einer Nummer gekennzeichnet, mit Koordinaten hinterlegt und bei der Kreisleitstelle eingespeichert. Schilder mit Nummern gekennzeichnet Fordert jemand über den Notruf 112 Hilfe an, genügt es, die auf dem Schild angegebene Kennzeichnung Halver mit der jeweiligen Nummer zu nennen. Auch Ortsunkundige können diese Person dann dank der Koordinaten finden.

 

Bürgermeister Michael Brosch würdigte beim Vorstellungstermin die Bedeutung des ehrenamtlich durchgeführten Projekts. Es trage zu deutlich mehr Sicherheit für Wanderer, Freizeitsportler und Waldarbeiter bei. Dank des sicheren Gefühls durch die Rettungspunkte könnten Besucher das Naturerlebnis in Halver jetzt ganz entspannt genießen. Möglich wurde der neue Service im Halveraner Gebiet durch die Unterstützung folgender Sponsoren: Verein Heesfelder Mühle, Sparkasse Lüdenscheid, Springtec Nüsken, Druckerei Müller und Weihnachtsbaumhof Tacke.

 Am Schluss äußerte Initiatorin Astrid Becker noch eine große Bitte: Bemerkt jemand, dass ein Rettungspunk beschädigt ist, sollte das sofort dem Bauhof der Stadt Halver gemeldet werden. Die entsprechende Telefonnummer findet sich ganz unten auf den neuen Schildern.

Bericht auf come-on.de:

In Höhe der Einmündung Schröders Herweg

Tieflader kippt auf der Heerstraße in Halver auf die Seite

Diesel und Öl sind auf die Fahrbahn gelaufen.
© Sarah Reichelt

[Update 17.27 Uhr] Halver - Eine eingeklemmte Person und ein umgekippter Lastwagen – dieser Notruf ging am Dienstag gegen 14 Uhr bei der Feuerwehr Halver ein. Auf der Heerstraße in Höhe der Einmündung Schröders Herweg in Fahrtrichtung Ehringhausen war ein Tieflader aus bisher ungeklärter Ursache auf die linke Seite gekippt.

Der Löschzug Stadtmitte und der Löschzug Oberbrügge rückten aus. Am Unfallort trafen sie auf den verletzten Fahrer des Lastwagens, der bereits durch Ersthelfer aus dem Fahrzeug befreit worden war. 

 

Auch der Laster selbst lag nicht mehr auf der Seite. „Ein Radlader hat ihn wieder aufgerichtet“, erklärte Christoph Seibert, Löschzugführer Stadtmitte. 

Bis zum Eintreffen des Krankenwagens wurde der leicht verletzte Fahrer von den Kräften der Feuerwehr versorgt, danach wurde er in ein Krankenhaus transportiert. Die Straße wurde zunächst in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Öl und Diesel waren ausgelaufen. „Das haben wir abgestreut“, sagte Siebert. 

 

Die Glasscheiben des Lkw waren bei dem Unfall zersplittert. Geladen hatte der Tieflader einer Baufirma Erde und Schutt. Der Radlader stand mit einem großen Teil der Ladung am Straßenrand. Reste davon waren auf der Fahrbahn zu sehen. 

Bevor die Sperrung wieder aufgehoben wurde, musste die Feuerwehr die Fahrbahn säubern. Der Lkw hatte durch das Umkippen tiefe Furchen im Asphalt hinterlassen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern derweil noch an. 

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Lastwagen-Fahrer, der in Richtung Oberbrügge unterwegs war, ausgesagt, dass ihm in Höhe der Bushaltestelle ein Auto entgegen gekommen sei, das weit auf seiner Fahrspur fuhr. 

Um dem Wagen auszuweichen, habe er nach rechts gelenkt. Als er gemerkt habe, dass er von der Fahrbahn abkomme, habe er nach links gelenkt. Durch die heftige Lenkbewegung sei der Lastwagen aber ins Schleudern geraten, umgekippt und noch einige Meter über die Fahrbahn gerutscht, bevor er schließlich zum Stehen beziehungsweise Liegen kam. 

Über das Auto, das dem Lastwagen entgegengekommen sein soll, ist bis jetzt nichts bekannt. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Halver, Tel. 02353/91990, in Verbindung zu setzen.

Datum: 13. Juli 2017
Alarmzeit: 17:23 Uhr 
Alarmierungsart: Meldeempfänger 
Einsatzort: Auf dem Heede
 
 
 
siehe Bericht auf come-on.de:
 

Großaufgebot an Rettungskräften vor Ort

Feuerwehr Halver löscht Futtermittelwagen - was ist mit der Umwelt?

© Holz

[Update 7.39 Uhr] Halver - Der Brand eines Futtermittelmischwagens hat am Donnerstag die Feuerwehr aus Halver beschäftigt. Diese war mit einem Großaufgebot im Süden Halvers im Einsatz. Doch nicht nur das Feuer forderte die Behörden.

Ausgebrochen war der Brand des Futtermittelwagens auf einem Hof an der Straße "Auf dem Heede". Der Landwirt habe die Maschine versetzen wollen, als das Feuer wohl aufgrund eines technischen Defekts, so die Auskunft der Polizei, ausgebrochen war.

 

Umgehend eilten die Feuerwehren der Löschgruppen Bommert und Stadtmitte zur Einsatzstelle. Doch obwohl das Feuer relativ zügig gelöscht was, dauerte der Einsatz noch länger an.

Brandeinsatz Auf dem Heede

Brand Auf dem HeedeBrand Auf dem HeedeBrand Auf dem HeedeBrand Auf dem Heede
 

Aus dem Wagen waren nämlich große Mengen an Öl und Benzin ausgelaufen, die möglicherweise für eine Verschmutzung der Umwelt gesorgt haben könnten. 

Daher waren auch das Ordnungsamt Halver, das Umweltamt des Märkischen Kreises und der Wupperverband als Betreiber der anliegenden Kerspetalsperre am Einsatzort. Der Wupperverband ist seit 1. März 2016 Betreiber der Kerspetalsperre.

Der Sachschaden wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt, Verletzte gab es nicht.

Datum: 28.06.2017
Alarmzeit: 19.00 Uhr
Art: Amtshilfe Polizei, Drohneneinsatz
Einsatzort: B54 Grünenbaum, Kierspe
Einsatzdauer: ca. 1 1/2 Stunden 
 
Der Löschzug Buschhausen wurde gegen 19 Uhr zur Amtshilfe der Polizei nach Kierspe alarmiert.
Nach einem Verkehrsunfall auf der B54 in Höhe Grünenbaum wurden Luftaufnahmen der Unfallstelle für die Polizei benötigt. Nachdem diese mithilfe des eingesetzten Multicopter (Drohne) aus Buschhausen erstellt wurden, rückten die Kameraden wieder ein.

Seit den frühen Morgenstunden unterstützen Einsatzkräfte der Feuerwehr Halver die Kollegen bei einem Großbrand in Meinerzhagen. siehe Bericht auf Come-on.de:

A 45 für rund vier Stunden gesperrt

Großbrand im Meinerzhagener Industriegebiet Am Rottland

 

© Benninghaus

 

[Update, 7.35 Uhr] Meinerzhagen - Großeinsatz in der Nacht zu Freitag in Meinerzhagen: Im Industriegebiet Am Rottland stand ein Gebäudekomplex in Flammen. Für die Freiwillige Feuerwehr Meinerzhagen wurde Stadtalarm ausgelöst, auch aus den Nachbarstädten Kierspe und Attendorn wurden Einsatzkräfte angefordert. Ein Flüssiggastank drohte zu explodieren. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden.

Sirenenalarm wurde um 23.50 Uhr zunächst für die Löschzüge drei (Willertshagen/Lengelscheid) und eins (Meinerzhagen) ausgelöst. Gemeldet wurde ein Vollbrand Am Rottland. 

 

Bereits während der Anfahrt war laut Informationen der Feuerwehr die Ausdehnung der Flammen zu erkennen, so dass der Löschzug zwei (Valbert) und der Zug vier (Haustadt) alarmiert wurde. 

© Nougrigat

Aus Attendorn wurde außerdem eine zweite Drehleiter angefordert. Alarmiert wurde zudem ein Löschzug der Nachbarstadt Kierspe sowie der Messzug des Märkischen Kreises.

 

Großbrand in Meinerzhagen im Industriegebiet Am Rottland

Trotz der umgehenden Löscharbeiten, konnte die Lagerhalle konnte nicht mehr gerettet werden, das Feuer griff auch auf das Dach des Bürokomplexes über. 

© Nougrigat

Am frühen Morgen konnte der Brandort nach Angaben der noch nicht betreten werden. Genaue Angaben zur Sachschadenshöhe seien derzeit noch nicht möglich.

Aufgrund der starken Rauchentwickkung musste die angrenzende Autobahn für etwa vier Stunden komplett gesperrt werden. Schaulustige, die ihre Fahrzeuge am Fahrbahnrand der Autobahn abgestellt hatten, mussten weggeschickt werden. Hinweise auf eine Schadstoffbelastung in der Luft haben sich nicht ergeben.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

siehe Bericht auf come-on.de:

Schwerer Unfall auf der B229 in Halver: Fünf Personen verletzt - langer Stau

 

© Emanuel Holz

 

[Update 17.30 Uhr] Halver - Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 229 zwischen Halver und Lüdenscheid wurden am Dienstagnachmittag fünf Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Die Straße musste für rund anderthalb Stunden gesperrt werden.

Etwa 200 Meter hinter der Kreuzung B229/L868 (Bruch) fuhr offensichtlich ein 24-Jähriger aus Halver mit seinem VW Golf Kombi mit voller Wucht auf einen stehenden VW Passat auf.

Ersten Zeugenaussagen zufolge war der Unfallhergang nicht alltäglich: Die Heckklappe des Passat soll sich aus bislang ungeklärter Ursache während der Fahrt geöffnet haben. Daraufhin brachte der Fahrer des Kombis, ein 61-jähriger Mann aus Lüdenscheid, seinen Wagen auf der Fahrspur zum Stehen. 

© Emanuel Holz

Als der Golf wohl ungebremst in das Heck des schwarzen Passat prallte, hatten die Insassen des Passat, drei Männer aus Lüdenscheid und ein noch nicht näher bekannter Mann, das Fahrzeug noch nicht verlassen. Der Passat wurde durch die Kollision rund 30 Meter nach vorne geschoben, ehe er zum Stehen kam. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Mitfahrer auf der Straße gestanden hätten, als der Golf aufgefahren ist“, sagte eine Polizistin. 

© Emanuel Holz

Der Fahrer des Passat musste schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber nach Dortmund geflogen werden. Zwei seiner Mitfahrer, ein 50-jähriger und ein 43-jähriger Lüdenscheider, wurden mit dem Rettungswagen ins Klinikum Hellersen gebracht. Der vierte Insasse wurde ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus Wipperfürth transportiert.

Unfall auf der B229 in Halver mit fünf Verletzten

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 35.000 Euro. Unter den Rettungskräften waren 23 Feuerwehrleute des Löschzugs Stadtmitte, die mit vier Einsatzwagen ausrückten. Die Einsatzleitung hatte Löschzugführer Christoph Seibert inne: „Als wir vor Ort waren, haben wir zunächst einmal die medizinische Erstversorgung übernommen und die Unfallstelle gesichert. Glücklicherweise war keine der am Unfall beteiligten Personen eingeklemmt.“ 

© Emanuel Holz

Im Anschluss habe man die auslaufenden Betriebsstoffe abgestreut und die Landestelle für den Rettungshubschrauber eingerichtet. Die Bundesstraße 229 war von etwa 15 bis 16.20 Uhr in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Zeitweise staute sich der aus Brügge kommende Verkehr kilometerlang bis zur Einmündung zum Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg in Ostendorf. Autofahrer aus Halver hatten mehr Glück, konnten sie entweder Richtung Schalksmühle weiterfahren oder noch rechtzeitig umkehren.