Aktuell

Kreisleistungsnachweis der Feuerwehr in Halver

© Schliek

Halver/Märkischer Kreis -Gut aufgestellt, schnell und bürgernah präsentierten sich am Samstag die Feuerwehren aus dem Märkischen Kreis beim Leistungswettbewerb in der Halveraner Innenstadt.

Zwei Wettkampfstrecken auf Frankfurter- und der Bahnhofstraße, der Sparkassenplatz als Bühne für Siegerehrung und Musik und der Busbahnhof als Servicebereich mit Schnellimbiss und Getränkewagen – Publikum und Aktive waren bei der gastgebenden Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Halver bestens aufgehoben. 

 

Die örtlichen Blauröcke mussten am Samstagmorgen ganz früh raus. Nach dem Aufbau der Wettkampfstätten starteten viele der Halveraner Wehrleute schon ab 7.30 Uhr beim Kreisleistungsnachweis. Anschließend hatten sie Zeit, sich vorbildlich um die vielen anderen Blauröcke und eine große Zahl interessierter Zuschauer zu kümmern. 

Das Geschehen war über den ganzen Tag verteilt. Die Wehren reisten passend zu ihrer Startzeit an. Damit standen im abgesperrten Innenstadtbereich immer genug Parkplätze für die vielen Feuerwehrwagen bereit. Die Staffeln und Gruppen meldeten sich am Loswagen. Erst dort wurde jedem Einzelnen seine Aufgabe auf der Wettkampfbahn zugeteilt. Nur die Führungskraft und der Maschinist waren gesetzt. 

 

Kreisleistungsnachweis der Feuerwehr in Halver

Diese Aufgabenverlosung so kurz vor dem Start setzt einen guten Ausbildungsstand voraus, denn jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann muss auf alle anfallenden Aufgaben vorbereitet sein. Genau darum geht es bei der Veranstaltung. Der Feuerwehrverband und der Kreisbrandmeister sehen den jährlichen Wettbewerb als Höhepunkt und Bestätigung einer intensiven Ausbildung. 

Im Mittelpunkt stehen die Kenntnis der Feuerwehr-Dienstvorschriften, die Schnelligkeit bei Brandbekämpfung oder technischer Hilfeleistung, die sichere Handhabung des Geräts, die Fitness und nicht zuletzt die Stärkung der Kameradschaft. Entsprechend souverän meisterten die Wehrleute am Samstag die gestellten Aufgaben. Der Einsatzwagen wurde vorn auf der Bahn in Position gebracht. Die Führungskraft nahm den Einsatzbefehl vom Schiedsrichterteam entgegen und gab ihn an die hinter dem Fahrzeug angetretenen Wehrleute weiter. 

Löschangriffe auf Zeit 

Schnell und fachgerecht wurden dann Schläuche, Rauchverschluss oder Beil vom Fahrzeug genommen. Während die Schläuche über die Straße rollten, kümmerte sich der Maschinist bereits um die Wasserversorgung aus dem Hydranten oder dem extra aufgestellten Wasserbehälter.

Derweil rückten zwei Wehrleute in Richtung einer Tür vor und brachten den Rauchverschluss an. Sie prüften den Zustand der Tür und des dahinter liegenden Raumes und konnten danach das mitgeführte C-Rohr auf eine Metallplatte richten. Sobald die unter dem Wasserdruck kippte, war das Ziel erreicht und die Zeit wurde gestoppt. 

Der Zeit für den Löschangriff werden die vom Schiedsrichterteam gelisteten Fehlerpunkte als Strafsekunden zugerechnet. Hinzu kommen die beim Hindernislauf erzielte Zeit, das Ergebnis beim Binden der Knoten und Stiche sowie das Resultat der schriftlichen Prüfung.

Alle Ergebnisse liefen zentral in der vom MK-Feuerwehrverband organisierten Schreibstube in der Lindenhofschule zusammen. Die Leitung dort lag beim Verbandsvorsitzenden Georg Würth, seinem Stellvertreter Karsten Runte und Geschäftsführer Markus Heuel. „Es dauert jetzt etwas, bis die genauen Ergebnisse vorliegen und der Sieger feststeht“, informierte Wehrleiter Stefan Czarkowski. Während der Veranstaltung wurden aber schon alle Gruppen und Staffeln von Kreisbrandmeister Michael Kling und seinen Stellvertretern Dieter Grefe und Jörg Döring für ihre Teilnahme geehrt. 

Spielmannszug und Auszeichnungen 

Für einige Feuerwehrleute gab es außerdem das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze, Silber oder Gold. Damit wurden ihre wiederholten Starts bei solchen Wettkämpfen gewürdigt. Der Feuerwehr-Spielmannszug aus Menden sorgte für die musikalische Begleitung. Dank eines Oldie-Teams der Halveraner Feuerwehr, das mit einem 56 Jahre alten Fahrzeug an den Start ging, war zusätzlich für Unterhaltung gesorgt. 

Die örtliche Wehrleitung, die Vertreter des Feuerwehrverbandes und der Kreisbrandmeister waren angesichts der gezeigten Leistungen und der guten Organisation mit dem Tag sehr zufrieden. Hinzu kam das Wetterglück. Bei strahlendem Sonnenschein bot die Veranstaltung einen eindrucksvollen Einblick die Leistungsfähigkeit der heimischen Feuerwehren.

Fehleinsatz bei Küchenrenovierung

 

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz kam es am Sonntagnachmittag in der Halveraner Kernstadt. Bei der Renovierung einer Küche eine Wasserleitung beschädigt.

Die anwesenden Einsatzkräfte verwiesen darauf, das dies ein Fall für einen Gas-Wasser Installateur sei und kein Einsatz für die Feuerwehr..

 

Hinweis der Feuerwehr Halver:

Mit den Tauchpumpen der Feuerwehr kann ein so „kleiner Wasserfilm“ nicht aufgesaugt werden, diese benötigen eine gewisse Wassertiefe. Bitte halten Sie die Notrufnummer und die Kapazitäten der Feuerwehr frei für Menschen, die dringende Hilfe in Gefahrenlagen benötigen und bedenken Sie: Die Feuerwehr Halver ist eine rein freiwillige Feuerwehr, die eingesetzten Einsatzkräfte verbringen Ihren Sonntag auch gerne mit Ihren Familien.

 

Datum: 06.05.2018

Alarmzeit: 12:53 Uhr

Alarmierungsart: Meldeempfänger

Einsatzart: TH 0 Wasserschaden

Einsatzort: Innenstadtbereich

Einsatzdauer: < 1 Stunde

Eingesetzte Einheiten: LZ1

Eingesetzte Fahrzeuge: RW, HLF 20 02, GW-L2

Eingesetzte Kräfte: 13

Letzter Schliff für die Feuerwehr

Die Oldies liefern gegen 11 Uhr eine Showeinlage auf der Wettkampfstrecke. Dabei spielt auch ihr Einsatzfahrzeug, ein LF 16 TS aus dem Baujahr 1962. eine Hauptrolle. Der Leistungsnachweis soll auch den Zuschauern etwas bieten.
© Schliek

Halver - Einsatzbefehl empfangen, Gerät vom Wagen heben, blitzschnell die Schläuche in Richtung Brandherd ausrollen – schon ist die Gruppe im Einsatz. Wehrleiter Stefan Czarkowski und Löschzugführer Christoph Seibert schauen beim letzten Training in dieser Woche genau hin, denn die Gruppen und Staffeln der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Halver sollen sich am morgigen Samstag beim Kreisleistungsnachweis der Feuerwehren in Top-Form präsentieren.

Die Halveraner Teams gehören zu den ersten, die im Bereich Bahnhofstraße/Frankfurter Straße auf die Wettkampfstrecke gehen. Als Gastgeber für Hunderte Feuerwehrkollegen aus dem Märkischen Kreis müssen sie im Anschluss für logistische Aufgaben Zeit haben. Unterstützt werden sie dabei vom DRK Halver und vom THW-Ortsverband Halver. 

 

Bis in den Nachmittag hinein haben Besucher die Möglichkeit, die Wettkämpfe der Gruppen und Staffeln in der Innenstadt zu verfolgen. Sportlich wird es über den Tag im Rathauspark. Dort absolvieren die Teams in Form eines Hindernislaufs den leichtathletischen Teil des Wettkampfes. Die Theorie wird mittels eines Fragenkatalogs in der Lindenhofschule geprüft. Zwischen diesen Einsätzen müssen die Blauröcke noch ihr Können beim Legen von Knoten und Stichen beweisen. 

Parken: Im Ernstfall wird abgeschleppt 

Eine ganz große Bitte der Wehrleitung richtet sich an die Anlieger im Innenstadtbereich: Das Parken an Frankfurter- und Bahnhofstraße ist ab dem ganz frühen Morgen bis zum späten Nachmittag absolut nicht möglich. Das gilt auch für die Parkboxen. Fahrzeuge, die dort ab 5 Uhr noch stehen, werden auf Anweisung des Ordnungsamtes abgeschleppt. Bei den vielen Startern, die den ganzen Tag über in Einsatzfahrzeugen anrücken, wird es morgen in Halver für Besucher der Veranstaltung eng. Die Feuerwehr stellt daher Posten auf, die auf freie Parkplätze hinweisen. Die Verpflegung von Besuchern und Startern ist durch Getränke- und Imbisswagen auf dem Sparkassenplatz sowie weitere Angebote in direkter Nachbarschaft gesichert. Zusätzlich sind hier Musikbeiträge zu hören. Auch die Siegerehrungen finden auf dem Platz vor der Sparkasse statt. 

Ein unterhaltsamer Höhepunkt des Tages ist gegen 11 Uhr die Showeinlage einer historischen Gruppe aus den Reihen der Halveraner Feuerwehr. Die Oldies treten in alten Uniformen an und bringen ein 56 Jahre altes Löschfahrzeug zum Einsatz. Damit starten sie auf der Wettkampfstrecke und zeigen den jungen Kameraden, was sie noch so drauf haben.

Come-on.de

Feuerwehr holt den Wettkampf in die Stadt

Auch der Einzelhandel macht mit. Alisa Kannapin vom Stadtmarketing Halver und Feuerwehrchef Stefan Czarkowski machen aufmerksam auf das Großereignis am kommenden Samstag.
© Hesse

Halver - Frankfurter- und Bahnhofstraße werden zu Wettkampfbahnen. Die Innenstadt wird autofrei und voll gesperrt. Busse werden umgeleitet, und 800 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreisgebiet mit ihren Fahrzeugen beherrschen das Stadtbild.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte richtet die Feuerwehr Halver am kommenden Samstag den Kreisleistungsnachweis aus. Was die Bürger in Halver zu sehen bekommen, welcher Aufwand dahinter steckt – darüber sprach Feuerwehrchef Stefan Czarkowski mit dem Allgemeinen Anzeiger. Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick:

 

Was bekommen die Halveraner Bürger und die auswärtigen Gäste zu sehen? 

Es wird über die Innenstadt verteilt vier Wettkampfstationen geben: Ein theoretischer Teil in den Räumen der Lindenhofschule, ein sportlicher Teil mit 400-Meter-Hindernislauf im Rathauspark an der Thomasstraße. 

 

Auf der Frankfurter Straße und der Bahnhofstraße werden Wettkampfbahnen eingerichtet, auf denen realistische Löschangriffe auf Zeit vorgetragen und von Schiedsrichtern bewertet werden. Die Wettbewerbe sind frei zugänglich und sollen die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren aus dem Kreisgebiet aufzeigen.

Sind die Geschäfte geöffnet? 

Ja. Alle Geschäfte haben die Türen geöffnet. Eine ganze Reihe von Läden an der Frankfurter- und an der Bahnhofstraße sogar länger als sonst, dann bis 16 Uhr. Weitere Attraktion werden Imbiss- und Getränkestände im Bereich des Busbahnhofs an der Sparkasse sein. 

Das Tortenatelier stellt eine mobile Espressobar bereit und wird zum Bestandteil des Caterings für die Feuerwehrkräfte und die Bürgerinnen und Bürger. Auf dem Sparkassenvorplatz wird eine Bühne aufgebaut, auf der immer wieder Spielmannszüge aufspielen werden. 

Wann geht es los? 

Start des Kreisleistungsnachweises ist um 7.30 Uhr am Samstagmorgen, das Ende je nach Ablauf etwa zwischen 17 und 18 Uhr vorgesehen. Die Einheiten aus dem Kreisgebiet fahren dabei nicht zugleich morgens an, sondern über den Tag verteilt. 

Worauf müssen sich Anwohner der Innenstadt und Kunden einstellen? 

Vom Freitagabend bis zum Samstag voraussichtlich um 23 Uhr ist die Innenstadt autofrei. Anwohner müssen ihre Fahrzeuge andernorts abstellen, um Platz für die Fahrzeuge der Feuerwehr zu schaffen. Die Gehwege bleiben frei für Fußgänger zum Zuschauen und zum Bummeln. Auch der Parkplatz des Kulturbahnhofs wird benötigt. Die Busse der MVG fahren die gewohnten Umleitungen. 

Wo und was wird gesperrt? 

„Dicht“ ist die Thomasstraße ab Rathaus, die Frankfurter Straße ab Höhe der Polizeiwache und auf der anderen Seite ab Jugendheimstraße, außerdem die Schulstraße ab Einmündung Mittelstraße und ebenso die Bahnhofstraße. Dort ist auf der anderen Seite in Höhe der Fahrschule Szallnaß Schluss. 

Welche Parkplätze stehen noch zur Verfügung? 

Die Stellplätze am Fachmarktzentrum, am Rewe-Markt, am Jugendheimplatz und an der vorderen Frankfurter Straße bis Jugendheimstraße sind von den Sperrungen nicht berührt. 

Warum findet der Wettkampf nicht außerhalb statt? 

In der Überlegung standen auch Flächen beispielsweise in Ostendorf, Ehringhausen oder an der Karlshöhe. Ziel ist es aber, den Bürgern Leistungen zu zeigen, die sie sonst in aller Regel nicht zu sehen bekommen – und auch, die ehrenamtliche Feuerwehr in den Blick zu rücken. 

Wie ist an diesem Tag die Sicherheitslage in Halver?

Die Grundsicherung wird gewährleistet durch einen Zug. Darüber hinaus ist sie sichergestellt durch die überörtliche Hilfe aus Nachbarkommunen. Alle 180 aktiven Feuerwehrleute, 30 Jugendfeuerwehrleute, das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz sind eng organisatorisch eingebunden. 

„Das ist wie ein Großeinsatz“, sagt Stefan Czarkowski, „und eine enorme Zusatzbelastung für die Kameraden.“ Mit dem Abbau der Anlagen und der Peripherie endet der Samstag voraussichtlich kaum vor 23 Uhr. In der Nacht zum Samstag wird die Innenstadt bewacht. 

Welche Feuerwehren aus dem Märkischen Kreis nehmen daran teil? 

Alle. „Die Veranstaltung ist überall gesetzt“, so der Wehrleiter. Die Ausrichtung erfolgt in der Regel im Wechsel. Für Halver ist es Premiere.

Person hinter Tür

 

Um kurz nach 04:00 Uhr wurde am Dienstagmorgen der Löschzug Stadtmitte in die Frankfurter Straße alarmiert.

Anwohner haben aufgrund von Hilferufen aus einer Wohnung die Polizei gerufen, diese rief zur Öffnung der Tür und Befreiung der vermutlich verletzten, älteren Bewohnerin die Feuerwehr hinzu. Nachdem die Tür geöffnet und die Bewohnerin mit leichten Verletzungen an den Rettungsdienst übergeben worden ist konnte die Feuerwehr nach ca. 45 Minuten wieder einrücken.

 

 

Datum: 01.05.2018

Alarmzeit: 04:17 Uhr

Alarmierungsart: Meldeempfänger

Einsatzart: TH0 – Person hinter Tür

Einsatzort: Frankfurter Straße

Einsatzdauer: < 1 Stunde

Eingesetzte Einheiten: LZ1

Eingesetzte Fahrzeuge: HLF 20 02, TM32

Eingesetzte Kräfte: 10

Weitere: Polizei, Rettungsdienst MK mit 1 RTW

Verkehrsunfall nahe Wöste

 

Am Sonntagabend um 22:27 wurde der Löschzug Stadtmitte und der Löschzug Bommert zu einem Verkehrsunfall nahe der Wöste alarmiert.

Ein PKW ist aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und in den Straßengraben gerutscht, konnte sich jedoch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte selbstständig aus dem Fahrzeug befreien. Der leicht verletzte Fahrer wurde durch den Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr Halver sicherte die Unfallstelle ab und leuchtete die Einsatzstelle für die Bergung des PKW und die Unfallaufnahme durch die Polizei aus.

TH Verletzte 2 800

Symbolfoto © Feuerwehr Halver

 

Datum: 29.04.2018

Alarmzeit: 22:27 Uhr

Alarmierungsart: Meldeempfänger

Art: TH0

Einsatzort: Wöste

Einsatzdauer: ca.1 Stunde

Eingesetzte Einheiten: LZ 1 + LZ 3

Eingesetzte Fahrzeuge: HLF 20 02, RW, HLF 20 01, TLF4000, KDOW, GW-L (alle LZ1), LF 20 KatS (LZ 3)

Eingesetzte Kräfte: 24 (LZ1)

Weitere: Polizei, Rettungsdienst MK mit 1 RTW

Brandgeruch in Industriegebiet

 

Am Montagmittag um 13:20 Uhr wurde der Löschzug Stadtmitte mittels Meldeempfänger in das Gewerbegebiet in Oeckinghausen alarmiert. In einem Industriebetrieb in der Alfred-Jung-Straße hatten mehrere Mitarbeiter Brandgeruch wahrnehmen können.

Durch die eingesetzten Kräfte wird das Gelände, unter anderem unter Zuhilfenahme der Wärmebilkamera, abgesucht, eine Quelle des Geruchs kann jedoch nicht festgestellt werden.

Nach ca. einer Stunde können alle Feuerwehrleute ohne weitere Maßnahmen wieder einrücken.

 

Brandschutz 1 800

Symbolfoto © Feuerwehr Halver

 

 

Datum:  23.04.2018

Alarmzeit:  13:20 Uhr

Alarmierungsart: Meldeempfänger

Stichwort:  F0

Einsatzort:  Alfred-Jung-Straße

Einsatzdauer:  ca. 1 Stunde

Eingesetzte Einheiten: LZ1

Eingesetzte Fahrzeuge: HLF 20 02, KDOW, TLF4000, TM32, RW

Eingesetzte Kräfte:  15

Weitere:  Polizei

 

Auch der Einzelhandel macht mit. Alisa Kannapin vom Stadtmarketing Halver und Feuerwehrchef Stefan Czarkowski machen aufmerksam auf das Großereignis am kommenden Samstag.
© Hesse
Bericht von Come-On.de

 

 Tiefgarageneinsatz am Berliner Platz

 

Am Samstagabend um 20:06 Uhr wurde der Löschzug Stadtmitte zum Berliner Platz alarmiert. In der Tiefgarage neben dem Restaurant soll ein Mülleimer brennen.

Beim Eintreffen des HLF 20 02 stellte die Besatzung eine starke Verqualmung der Tiefgarage fest, da das Feuer bereits auf weitere Mülltonnen übergegriffen hat.

Der erste Angriffstrupp ging schnellstmöglich unter umluftunabhängigem Atemschutz in die Tiefgarage vor, um die weitere Brandausbreitung, zum Beispiel in die direkt oberhalb der Mülleimer liegenden Kabelschächte zu verhindern. Ein weiterer Trupp bereitete in der Zeit die Lüftung der Tiefgarage mittels Hochdrucklüfter vor.

Mit dem Teleskopmast wurde die Fensterfront vor dem Gebäude abgesucht, um ein eventuelles Übergreifen des Feuers durch Rauchgas in die Wohnungen auszuschließen.

Im Anschluss an die Brandbekämpfung wurde die Tiefgarage mit mehreren Lüftern, unter anderem dem Wasserlüfter des LZ4, vom Brandrauch befreit.

Da im Laufe des Einsatzes eine Wasserversorgung aus dem Bächterhof gelegt wurde, kam es zu leichten Verkehrsbehinderungen um den Bereich des Berliner Platzes.

Für die Zeit der Brandbekämpfung musste ein Teil der Anwohner die Wohnungen verlassen, diese wurden durch die Kollegen des DRK Halver betreut.

Ein Feuerwehrmann musste mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung durch das DRK Halver ins Klinikum Hellersen gebracht werden, der betroffene Kamerad konnte das Krankenhaus jedoch nach einer Nacht zur Überwachung wieder verlassen. Im weiteren Einsatzverlauf stellte die Feuerwehr Lüdenscheid mit einem Rettungswagen die medizinische Versorgung sicher.

Das Vorgehen im Falle eines Tiefgarageneinsatzes wurde in den im Bau befindlichen Häusern am Tannenweg erst vor kurzem durch mehrere Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr Halver geübt.

Die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache dauern noch an.

 

 

20180421

Foto © Florian Hesse / Allgemeiner Anzeiger

 

 

Datum:21.04.2018

Alarmzeit: 20:06 Uhr

Alarmierungsart: Meldeempfänger

Art:F1 – Brand im Gebäude

Einsatzort:Berliner Platz

Einsatzdauer:ca. 2 Stunden

Eingesetzte Einheiten: LZ1 + LZ 4

Eingesetzte Fahrzeuge: HLF 20 02, HLF 20 01, TLF 4000, TM32, RW, MTW, KDOW (alle LZ1); LF10 (LZ4)

Eingesetzte Kräfte: 29 LZ1, 9 LZ4

Weitere: DRK mit KTW und Betreuungsdienst, Polizei, Feuerwehr Lüdenscheid mit 1 RTW, Notfallsellsorge

 

Spektakuläres Programm bei der Feuerwehr

Bericht von Come-on.de

© Salzmann

Halver - Ein Riesenprogramm mit spektakulären Übungen, einem attraktiven Kinderprogramm, reichlich Information und einer sehenswerten Ausstellung amerikanischer Einsatzfahrzeuge stellte die Feuerwehr Halver am gestrigen Sonntag bei ihrem Tag der offenen Tür im und am Gerätehaus des Löschzugs Stadtmitte an der Thomasstraße auf die Beine.

Weithin sichtbar wies der (fast) ausgefahrene Teleskopmast der Hubrettungsbühne auf die Veranstaltung hin. Bei herrlichem Frühlingswetter, Sonne und angenehm warmen Temperaturen entwickelte sich die Veranstaltung zum Besuchermagneten. 

 

Alle Hände voll zu tun hatten die 60 Ehrenamtlichen um Löschzugführer Christoph Seibert, die am Sonntag von ihren Familienangehörigen und der Jugendfeuerwehr tatkräftige Unterstützung erhielten, die Veranstaltung zu stemmen. Nachbarn, Freunde, Bekannte, Interessierte und sehr viele Familien mit Kindern schauten vorbei, um bei der Feuerwehr einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Auch befreundete Feuerwehren – darunter Einheiten aus Kierspe, Winkeln, Schalksmühle und Oberbrügge-Ehringhausen – schauten beim Tag der offenen Tür vorbei. 

Oma Ernas Küche brennt 

Spektakulär geriet vor allem der inszenierte Fettbrand in „Oma Erna’s Küche“, den der Löschzug realistisch nachstellte. Binnen kürzester Zeit brannte die eigens mit einer alten Einbauküche vom Werkhof, Wänden, Fenstern und Türen nachgebaute Küche lichterloh. Für die (hölzerne) Oma Erna, die den Brand verursacht hatte, kam jede Hilfe zu spät. Wie ein Kartenhaus stürzte ihr Holzhaus zusammen. 

 

Unterstützt wurde die Einheit, die den Einsatz vom Absetzen des Notrufs über das Ausrücken in aller Eile bis zur Brandbekämpfung authentisch nachstellte, vom DRK. Auch die Übung der Jugendfeuerwehr, die zuvor die Rettung einer gefährdeten Person nach einem Chemieunfall demonstrierte, funktionierte reibungslos. Die giftgrüne, „brennbare“ Flüssigkeit, die aus einer undichten Tonne austrat, stopften die Jugendlichen mit geübten Handgriffen. 

Erstmals zu sehen beim Tag der offenen Tür war der neue Einsatzleitwagen des Löschzugs mit modernster Funk- und Einsatztechnik. Auch an allen anderen Fahrzeugen standen Ehrenamtliche parat, um Ausrüstung und Ausstattung zu erläutern. Autofans bekamen bei der kleinen Ausstellung alter und neuerer US-Einsatzfahrzeuge leuchtende Augen. Vom Dodge D350 Fire Truck, einem ehemaligen Fahrzeug der US Air Force in Italien, bis zum Chicago Fire Department Rettungswagen und einem Paramedics-Motorrad als Rarität reichte der imposante Blick über den Zaun. 

Fire Truck und Hüpfburg 

Für die kleinen Besucher gab’s eine Hüpfburg zum Herumtollen, einen Bobbycar-Parcours aus Schläuchen sowie Spiel und Spaß mit ferngesteuerten Feuerwehrautos. Sehenswert war die Playmobil-Feuerwehr-Ausstellung. Brandschutzerziehung war gleichermaßen für Kinder wie Erwachsene lehrreich und interessant. Aufgestellte Tische und Stühle im Gerätehaus luden zum gemütlichen Verweilen ein. Bei Fritten, Steaks und Würstchen vom Grill sowie einer Vielzahl von Kuchen und Torten, Waffeln und Zuckerwatte blieb daheim die Küche kalt.

Bericht von Come-on.de: Wir berichten aktuell

54-Jähriger kracht in Hauswand - so erlebten die Bewohner den Unfall in Halver-Oeckinghausen

Nachdem der Wagen eine Grundstücksmauer durchbrochen hatte, kam er seitlich an einem Wohngebäude zum Liegen.
© Klümper

Halver - [Update 20.12 Uhr] - An diese Schrecksekunde wird sich Erika Liedkte wohl noch lange erinnern: Sie saß am Tisch, als mit einem heftigen Knall ein Pkw zunächst Betonteile in der Einfahrt aus der Verankerung riss, dann auf die Seite kippte und mit dem Dach an die Fassade des Hauses in Halver-Oeckinghausen stieß.

Ihre Schwester Helga Schuster, die mit ihrem Mann Hans-Jürgen im gleichen Haus lebt, hat den Aufprall noch direkter erlebt, denn sie hielt sich in dem Moment in der Küche auf, an deren Fenster das Unfallwrack zum Stehen kam. 

 

Wie es überhaupt dazu kommen konnte, ist derzeit völlig unklar. 

Fakt ist: Der 54 Jahre alte Unfallverursacher kam mit seinem Opel Astra nach rechts von der Bundesstraße 229 ab. Selbst die Zeugenaussage des hinter ihm fahrenden Ersthelfer konnte noch kein Licht ins Dunkel bringen. Diesen 20 Jahre alten jungen Mann, wie das Unfallopfer ebenfalls aus Halver stammend, hat die Polizei aber wegen seines couragierten Einsatzes an der Unfallstelle ausdrücklich gelobt. 

 

Eine Erklärung für das fatale Fahrmanöver hatte er jedoch auch nicht. Die Straße war schnurgerade, das Wetter sonnig und nicht viel los auf der Straße: In diesem Kontext ermittelt die Polizei nun in alle Richtungen. Zu hohe Geschwindigkeit oder technische Fahrfehler scheiden wohl aus. Unachtsamkeit, gesundheitliche Probleme oder ein Defekt am Auto sind da eher denkbar. 

Schwerer Unfall in Halver-Oeckinghausen: Pkw kracht in Hauswand

Wobei es für Letzteren derzeit keinen konkreten Hinweis gibt, aber auch dies wird noch überprüft. Der Unfallfahrer selbst ist derzeit noch nicht ansprechbar. Angesichts des Schadensbildes kann man vielleicht noch Glück im Unglück sprechen, dennoch erlitt er eine Oberschenkelfraktur, ein Polytrauma und einen Schock. 

Der Notarzt forderte einen Rettungshubschrauber an, der auf der nahegelegenen Kreuzung zur Hälverstraße landete und den Schwerverletzten in eine Dortmunder Spezialklinik flog. Der Unfall ereignete sich um 15.25 Uhr, mitten im Berufsverkehr und zog ein entsprechendes Chaos nach sich. Die Autos und Lkw stauten sich in alle Richtung. Die B229 war in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt, konnte aber gegen 17 Uhr wieder freigegeben werden. 

Den Schaden bezifferte die Polizei vorsichtig auf etwa 10.000 Euro. Das dicke Ende könnte für die Hausbesitzer nämlich noch kommen: Die Kollision mit der Fassade, kleinere Schäden am Putz und eine verbogene Fensterbank. Dazu kommen aber Betonteile, die aus der Verankerung gerissen wurden sowie Betriebsstoffe des Autos, die möglicherweise ins Erdreich gelangt sein. 

Aber das wird alles geprüft, wenn der erste Schreck verdaut ist.

von Markus Klümper

siehe Bericht auch Come-on.de:

Kaminbrand in Wohnhaus: Keine Verletzten

Zum Löschen des Kaminbrands nutzten die Feuerwehrmänner die Drehleiter.
© Sarah Reichelt

Halver - Am Mittwoch gegen 17.15 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr zu einem Kaminbrand an der Straße Hagebüchen gerufen.

Laut Einsatzleiter Michael Kind sei der Notruf durch einen Kollegen der Feuerwehr vom Löschzug Bommert eingegangen. Er meldete einen Brand im Schornstein eines Wohnhauses. Daraufhin rückte der Löschzug Stadtmitte aus. Beim Eintreffen hatten die Männer des Löschzugs Bommert bereits Vorarbeit geleistet. Der Löschzug Stadtmitte übernahm den Einsatz. 

 

Ein Feuerwehrmann des Löschzugs Stadtmitte ist Schornsteinfeger. Mit seiner Unterstützung wurde der Schornstein durchgekehrt, anschließend wurde alles noch einmal kontrolliert. Dazu kam die Drehleiter zum Einsatz.

Ein Kaminbrand kann laut Feuerwehr mehrere Gründe haben. Sogenannter Glanzruß lagert sich im Inneren den Schornsteins ab und kann sich durch Funken beispielsweise entzünden.

Bei dem Brand gab es eine leichte Rauchentwicklung. Verletzt wurde niemand. Nach dem Löschen haben die Feuerwehrmänner alle Räume des Hauses überprüft. Nach etwa einer halben Stunde war der Einsatz abgeschlossen.

siehe Bericht auf come-on.de:

Feuerwehr Halver rettet verirrtes Schaf aus Dachsbau

© Hesse

Halver/Oberbrügge - Feuerwehrleute des Löschzugs Oberbrügge haben am Sonntagabend ein versprengtes Schaft gerettet. Das Tier war in einen Fuchs- oder Dachsbau auf der Wiese unweit des Collenbergs gerutscht und hatte sich aus seiner misslichen Lage nicht befreien können.

Wie lange es in dem metertiefen Erdloch abseits der Herde hatte ausharren müssen, ist nicht bekannt. Über mehrere Tage stand zuvor eine Schafherde in diesem Bereich. Der Besitzer kommt aus Meinerzhagen.

 

Wann und wo das Tier sich von der Herde entfernt hat, lässt sich im Nachhinein kaum nachvollziehen. Möglich ist, dass es bereits einen Tag oder länger in seiner misslichen Lage gefangen war. 

„Schaf in Schacht“ im Bereich Sticht – so lautetet die Meldung für die Oberbrügger Feuerwehr. Der Einsatzort hätte eigentlich in den Bereich des Löschzugs Stadtmitte gehört, doch das war beim Ausrücken gegen 16.45 Uhr nicht klar. 

 
© Hesse

Es war ein trauriges Bild, dass sich den Polizisten der Wache Halver und den Feuerwehrleuten bot. Kopf und Vorderläufe schauten aus dem Erdloch hervor, der Rumpf füllte ziemlich genau den Bau aus. 

Mit Gurten und viel körperlichem Einsatz war das geschwächte Tier dann etwa um 17.30 Uhr wieder auf den wackligen Beinen. 

Vom Schäfer in Obhut genommen 

Bis zum Eintreffen eines Tierarztes und des Schäfers dauerte es eine Weile. Bis dahin wurde das Schaf ambulant durch den Löschzug versorgt – mit Streicheleinheiten und Gras, das unter der knöcheltiefen Schneedecke freigelegt wurde, bis der Schäfer es wieder in seine Obhut nehmen konnte. 

Überlebt hat das Tier seinen Ausflug nur aufgrund einer ortskundigen Wanderin. Die Unglücksstelle ist von der Straße in Richtung Sticht nicht einsehbar. Dass die Frau abseits der Straße unterwegs war, hat dem Schaf am Sonntag das Leben gerettet. 

Eine Wurzel, die aussah wie ein Schafskopf, habe sie neben dem Stacheldrahtzaun auf der Wiese gesehen und dann nachgeschaut. Mit dem Notruf 110 hatte sie die Feuerwehr verständigt, die dann mit voller Stärke zum Collenberg-Parkplatz ausrückte. Hätten ein Dachs oder Wildschweine das Tier entdeckt, wäre es zu spät gewesen.

siehe Bericht auf come-on.de:

Beleidigung gegen Feuerwehrleute

© dpa-avis

Halver - Gerade einmal einen Tag nach dem ganztägigen Einsatz der Feuerwehr Halver gegen die Auswirkungen des Orkantiefs „Friederike“ hat es ein Pkw-Fahrer geschafft, sich am Freitagabend eine Anzeige wegen Beleidigung von Einsatzkräften einzuhandeln.

Ob es bei dem Vorgang möglicherweise auch um eine Behinderung von Kräften im Einsatz geht, dürfte einer späteren juristischen Bewertung unterliegen. Einfach gefallen lassen wollen sich die Mitglieder des Löschzugs den Vorgang nicht. 

 

Was war passiert? Die Kräfte waren zu einer Ölspur gerufen worden, bereits der zweiten an jenem Freitagnachmittag. Die Ölspur erstreckte sich die Südstraße ab dem neuen Kreisel hinauf, von Kreisel Tannenweg hinauf über die Kreuzung zum Oesterberg hinweg, hinauf bis zum Wendehammer. 

„Es ging um 300 Meter, zum Teil über die gesamte Straßenbreite“, schildert Einsatzleiter Nils Hermann das Geschehen. Dafür hatte man die Straße gesperrt. In der einsetzenden Dämmerung musste Bindemittel aufgebracht und wieder eingesammelt werden. Für Feuerwehrchef Stefan Czarkowski eine Selbstverständlichkeit. „Die Leute müssen auf Eigensicherung achten. Es wird händisch gearbeitet. Da können keine Fahrzeuge dazwischen durchfahren“, sagt Czarkowski eindeutig. 

 

Das sah ein Pkw-Fahrer an der Straße Oesterberg, offenbar Anwohner in der Nachbarschaft der Öl-Havarie, aber völlig anders. Er werde trotz Sperrung über die Südstraße nach Hause fahren. Originalton laut Erinnerung der Wehrleute: „Ihr entschärft hier keine Bombe. Das ist nur eine Ölspur.“ 

Am Ende entschied er sich doch anders. Er wendete und fuhr bis zum neuen Kreisverkehr Tannenweg / Südstraße, wo er zunächst in der Baustellenzufahrt hielt, um vor den Feuerwehrleute weiterzufluchen, dann, um langsam abzufahren – mit ausgestreckten Mittelfinger in Richtung der Einsatzkräfte. 

Mit Interesse hat dies auch eine Mitarbeiterin des Ordnungsamts registriert. Die Feuerwehrleute werden sie als Zeugin benennen, wenn es darum geht, den Vorfall aufzuarbeiten. Denn in dieser Form passierten solche Angriffe in Halver sonst nicht. „Das hat uns alle gewundert“, sagt Hermann. Natürlich gebe es bei Einsätzen auch Nachfragen, etwa, wie lange es wohl dauert. „Wir erklären das, und dann ist das meist auch gut.“ Die Bürger hätten in aller Regel Verständnis. 

Für das Verhalten des Autofahrers haben die Mitglieder des betroffenen Löschzuges das aber nicht. „Wir machen das alles freiwillig“, argumentiert Hermann. Es sei der zweite Einsatz an diesem Nachmittag gewesen, nach der Arbeit. Die meisten hätten noch nicht einmal die Zeit gefunden, etwas nach der Arbeit zu essen. „Und wir sperren keine Straße aus Spaß.“

siehe Bericht von come-on.de:

Zwischen Halver und Kierspe: Laster landet im Graben

© Salzmann

Halver - Entlang der L 528 zwischen Halver und Kierspe ist kurz vor der Halveraner Karlshöhe am Montagabend ein Lastwagen aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen.  Zwischenzeitlich war die Strecke gesperrt.

Ein Abschleppunternehmen musste gerufen werden, um den Laster wieder "in die Spur zu bringen". Denn der drohte umzukippen.

 

Im Zuge der Bergungsarbeiten, während der nur eine Spur befahrbar war, kam es zudem zu einem kleinen Blechschaden an zwei anderen Wagen.

Daher beschloss die Feuerwehr, die Straße für die Dauer der Bergungsarbeiten in beide Richtungen zu sperren. Weder der Fahrer des Lasters, noch die Fahrer, die in den Blechschaden verwickelt waren, wurden verletzt.

Feuerwehr-Bilanz nach "Friederike"

Totholz im Kronenbereich an der Frankfurter Straße. Knapp eine Viertelstunde dauerte es, Baum und Ast herauszuschneiden, dann konnte der Verkehr auf der Landesstraße wieder rollen.
© Hesse

Halver - Ein durchweg positives Fazit zieht Michael Keil, Pressebeauftragter der Feuerwehr Halver, nach dem strapaziösen Sturmtag am Donnerstag.

„Das lief im Prinzip sehr routiniert“, sagt Keil im Nachgang. Das Herangehen an die Einsätze einschließlich der Koordinierung der Einsätze, die der Märkische Kreis an die Feuerwehr vor Ort delegiert hatte, habe reibungslos funktioniert. 

 

Die Leitstelle Halver, der sogenannte Meldekopf, befand sich dabei nicht in der Wache, sondern im neuen Einsatzleitwagen. Vier Kanäle waren in dem Fahrzeug geschaltet mit zwei Feuerwehrleuten, die sich die Koordination teilten. Die Führungskräfte, ebenfalls mit Plätzen im Fahrzeug, waren damit stets auf dem Stand der Dinge

Eigensicherung genießt Priorität

Eine Lehre aus dem Jahrhundertsturm Kyrill vor elf Jahren wurde ebenfalls beherzigt: Eigensicherung genießt Priorität. Das war beispielsweise im Bereich Bommert der Fall, genau an der Ortslage Brocksiepen, wo die Kräfte des Löschzugs die Gefahrenstelle zwar sicherten, selbst aber aus dem gefährlich schwankenden Bestand herausblieben, wie Keil sagt.

 

Ähnlich verhielt es sich in der Innenstadt, wo man einen gefallenen Baum an der Tauberstraße zwar absperrte, aber nicht im Starkwind unter Gefahrbäumen arbeitete. 

Die Einsatzorte im Überblick:

  • Kreisch 
  • Frankfurter Straße 99 
  • Löhrmühle 2  
  • Hürxtal 
  • Bergfeld 
  • Tauberstraße 
  • Schneehohl 
  • Kückelhausen 
  • Steinbach 
  • Vömmelbach 
  • K.-Heinz-Volkenrath-Str. 
  • Schmidtsiepen 3 
  • Nähe Hagebücherhöh 
  • Anschlag Niederhövel 
  • Markstraße 1 
  • Beverstraße 
  • L 528 Hürxtal 
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Orkantief "Friederike": Bäume blockieren Straßen

An der Tauberstraße ist ein Baum in einen Neubau gestürzt. Die Feuerwehr hat den Bereich aus Sicherheitsgründen abgesperrt.
© Hesse

[Update 14.35 Uhr] Halver - Vor elf Jahren wütete "Kyrill", heute stellt das Orkantief "Friederike" eine Herausforderung für Einsatzkräfte und Schulen dar. 

Ein verletzter Paketfahrer nahe der Ortslage Sticht, Tausende Euro Sachschaden an Dächern, fast 30 Einsätze bis zum späten Nachmittag: Das Sturmtief Friederike hat am Donnerstag in Halver Spuren hinterlassen. 

 

Eine Windböe hatte den Transporter mit großer Windangriffsfläche gepackt. Das Fahrzeug rutschte die schlammige Böschung hinab und kippte auf die Seite. Der Fahrer wurde dabei eingeklemmt und konnte sich nur durch fremde Hilfe aus dem Fahrzeug befreien. Er erlitt Verletzungen am Unterschenkel.

Es war einer von unzähligen Einsätzen im Tagesverlauf ab etwa 10 Uhr, als der Sturm an Wucht immer mehr zunahm. 110 Stundenkilometer wurden in der Spitze in Lüdenscheid gemessen. Ähnlich dürfte die Stärke in Halver gewesen sein, als an der Tauberstraße ein Baum ins Baugerüst des dortigen Neubaus einschlug. Weil sich auch Nachbarbäume unter dem Winddruck erheblich bewegten, blieb die Säge auf dem Wagen. Der Bereich wurde abgesperrt. 

 

Orkantief "Friederike" richtet in Halver Schäden an

Orkantief "Friederike" richtet in Halver Schäden anOrkantief "Friederike" richtet in Halver Schäden anOrkantief "Friederike" richtet in Halver Schäden anOrkantief "Friederike" richtet in Halver Schäden an

Und in Schmidtsiepen rückte der Löschzug Oberbrügge komplett aus. Dort war ein Baum durchs Dach geschlagen. Alle Züge ausgerückt, das war mittags die Meldung, als im gesamten Stadtgebiet und den Außenbezirken das Holz schon auf der Straße lag oder die Stämme zu kippen drohten. Auch die Mitarbeiter des Bauhofs waren mit Sägen unterwegs. Wenn Bäume fielen, kam in der Regel der ganze Wurzelteller mit, der im durchweichten Boden keinen Halt mehr fand wie an der Landstraße Richtung Wipperfürth, wo ein gut 25 Meter langes Exemplar quer auf der Fahrbahn lag.

Eine Überraschung war der Sturmtag aber nicht. Die Prognosen waren eindeutig. Der Märkische Kreis hatte die Feuerwehren aufgefordert, um 10 Uhr alle Gerätehäuser zu besetzen, um sofort handlungsfähig zu sein. 

Das DRK kümmerte sich um warme Verpflegung in den Gerätehäusern. Das THW unterstützte mit der Säge in der Vömmelbach und war durch Matthias Oelke auch im sogenannten Meldekopf vertreten, von dem aus die Feuerwehr Halver ihre Einsätze autonom koordinierte. 

Angesichts der erwarteten und eingetretenen Fallzahlen wäre die Steuerung über die Kreisleitstelle kaum leistbar gewesen, so die Einschätzung im Vorfeld. Gesteuert wurden die Einsätze aus dem neuen ELW, der sich als Kommandozentrale bewähren konnte.

Hier geht es zum Live-Ticker für den Märkischen Kreis

Auch für die Schulen stellte der Sturm eine Herausforderung dar. Die weiterführenden Schulen beendeten den Unterricht nach der zweiten Stunde. Andernorts blieb die Schule gleich ganz geschlossen.

Eine Übersicht der Schulen

  • Grundschule Auf dem Dorfe: Die Schule hatte zuerst geöffnet, es war jedoch nur eine kleine Anzahl an Schülern da. Am Morgen teilte die Kreisleitstelle mit, dass die Kinder abgeholt werden können. Die Schüler, die nicht abgeholt werden konnten, wurden in der Schule bis 16 Uhr weiter betreut.
  • Grundschule Oberbrügge: Schulleiter Bernd Ritschel entschied bereits am Mittwochabend, die Schule am Donnerstag wegen des Sturms geschlossen zu lassen.
  • Lindenhofschule: Etwa ein viertel der Schüler kam am Morgen zum Unterricht. Ab neun Uhr wurden die Eltern angerufen, die Schüler nach Möglichkeit wieder abzuholen.
  • Ganztagsschule Halver: Die Schule war zunächst geöffnet, nach der zweiten Stunde wurden die Eltern der Schüler informiert, dass sie ihre Kinder abholen können.
  • Realschule Halver: Auch die Realschule hatte zunächst geöffnet, wie die anderen weiterführenden Schulen in Halver wurden die Schüler nach der zweiten Stunde wieder abgeholt.
  • Anne-Frank-Gymnasium: Wie bei den anderen Schulen waren auch hier weniger Schüler als sonst gekommen. Am Vortag bekamen die Eltern noch den Hinweis, dass die Schüler auf Eigenverantwortung in die Schule kommen können. Nach der Unwetterwarnung am Donnerstagmorgen wurden auch die Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums nach Hause geschickt. Diejenigen, die nicht nach Hause kamen oder abgeholt werden konnten, wurden weiter in der Schule betreut.
  • Sekundarschule Humboldtschule: Die Schule war wie die meisten anderen geöffnet, es kamen jedoch vergleichsweise wenig Schüler zum Unterricht. Aufgrund der Sturmwarnung konnten die Schüler nach der zweiten Stunde abgeholt werden. Diejenigen, bei denen dies zunächst nicht möglich war, wurden beaufsichtigt, bis sie abgeholt werden konnten.

siehe Bericht auf Come-on.de:

Alle vier Halveraner Löschzüge im Sturmeinsatz unterwegs

Diese Betongarage am Tannenweg hatte der umstürzenden Buche praktisch nichts entgegenzusetzen.
© Hesse

Halver - Die Sturmnacht auf den Mittwoch hin hat auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Halver auf breiter Front gefordert. Alle vier Löschzüge waren im Einsatz, um Straßen freizuschneiden und Gefahren durch stürzende und hängende Bäume abzuwenden.

Allein der Löschzug Stadtmitte rückte zu sechs Einsätzen aus, angefangen bereits am Dienstag um 23,20 Uhr, als der Starkwind einsetzte und auf durchweichtem Boden im Bereich Schmalenbach den ersten Baum umwarf. In der Innenstadt kam es zu einem weiteren unter anderem an der Katrineholmstraße. Der Löschzug Bommert griff unter anderem im Bereich Löhbach ersatzweise ein, weil der Löschzug 1 an anderer Stelle gebunden war. 

 
Ulrich Ackfeld warnt davor, den Wald zu betreten.
© Ackfeld

Die massivsten Schäden galt es für den Löschzug Buschhausen zu beseitigen. Bei Osenberg oberhalb des Vorstaubeckens der Ennepe ging es um 15 bis 20 Bäume, die es samt Wurzelteller über die Straße gelegt hatte. Mit Unterstützung von zwei Treckern der Landwirte räumten die Kräfte bis mittags das liegende Holz ab, um die Straße wieder freizubekommen.

In der Vömmelbach griffen die Feuerwehrleute aus Oberbrügge/Ehringhausen zur Säge. Dort hatte es eine Eiche quer über die Straße gelegt. „Alle vier Züge an unterschiedlichen Stellen im Einsatz“, bilanzierte Michael Keil, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Halvers. Insgesamt blieb es aber bei viel Arbeit. Menschen kamen nicht zu Schaden. 

 

Damit das so bleibt, sollten Fußgänger den Wald zunächst meiden, mahnt Revierförster Ulrich Ackfeld, der sich am Mittwoch einen Überblick über die entstandenen Schäden verschaffte. Der Wald sei vergleichsweise glimpflich davongekommen, so der erste Eindruck am Mittag. 

Der Löschzug Buschhausen vor einer Großbaustelle. Rund 20 Bäume beseitigten die Kräfte.
© Feuerwehr Halver

Problem bei den umgestürzten Bäumen sei der weiche Boden, der dem Wurzelwerk keinen Halt biete. Doch nicht nur deshalb bleibe der Wald gefährlich. Totholz aus dem Kronenbereich könne sich jederzeit lösen, und schon besenstielstarkes Geäst führe zu ernsthaften Verletzungen. „Die Äste lösen sich. Die Gefahr bleibt auch Tage später“, sagt Ackfeld, der zurzeit im Wald nur mit Helm unterwegs ist.

Sturm in Halver und Schalksmühle