Zu einer überörtlichen Hilfeleistung im Rahmen des Messkonzeptes NRW furhren 6 Kameraden der Feuerwehr Halver zu einer Brandstelle in Neuenrade. 6 weitere kreisangehörige Städte entsandten ebenfalls Kameraden für den Meisseinsatz. siehe Bericht auf Come-on.de:http://www.come-on.de/lokales/neuenrade/beim-grossbrand-neuenrade-kuentrop-unmengen-loeschwasser-verbraucht-4436749.html

Anwohner sollen  Fenster und Türen schließen

Küntrop - Ein Großbrand im Gewerbegebiet Küntrop rief Sonntag Abend ein Großaufgebot an Feuerwehren aus dem gesamten Märkischen Kreis auf den Plan. Um kurz nach 17 Uhr heulten zum ersten Mal die Sirenen – nur wenige Minuten später schrillte der Alarm ein zweites Mal.

Von Susanne Jentzsch

Eine dicke Rauchsäule, die von Neuenrade und Balve aus zu sehen war, lockte die Menschen auf ihre Balkone und Straßen.

50 Meter und höher schlugen die Flammen derweil aus dem Industriekomplex von Muschert und Gierse. Das im Bereich Oberflächensysteme tätige Unternehmen stand lichterloh in Flammen und erhellte die hereinbrechende Nacht.

Angeblich war es zu mehreren Explosionen gekommen. Laut unbestätigten Aussagen habe sich zum Zeitpunkt des Unglücks kein Mitarbeiter im Unternehmen befunden. Dennoch wurde gesehen, wie ein Fahrzeuge vom Gelände in Sicherheit gebracht wurde.

Kurz nach dem Eintreffen der ersten Feuerwehrfahrzeuge waren auch Firmenleitung und Vertreter der Stadtverwaltung vor Ort – sichtlich geschockt vom Szenario war Geschäftsführer Gert Middendorf noch zu keiner Stellungnahme fähig.

Trotz aller Fassungslosigkeit boten auch Verwaltungsmitarbeiter ihre Hilfe zwecks Aufbau der nötigen Infrastruktur zu Bekämpfung des Großbrandes.

Rauchwolke zieht Richtung Balve und Garbeck

Laut ersten Informationen sind folgende Feuerwehren im Einsatz:  Neuenrade, Werdohl, Balve, Meinerzhagen, Plettenberg, Altena, Lüdenscheid.

Drei weitere Male heulten die Sirenen in der Folgezeit auf – Martinshörner klangen auch noch Stunden nach dem Unglück durch die Straßen. Auf dem Gelände der Küntroper Schützenhalle positionierten sich zahlreiche Schaulustige – wähnten sich in Sicherheit, bis der Aufruf der Feuerwehr zu ihnen durchdrang: Im Bereich Küntrop und Balve/Garbeck seien die Fenster aufgrund der schwarzen Rauchwolke zu schließen.

Dutzende stiegen in ihre Autos und fuhren doch lieber wieder nach Hause. Mittlerweile hatte die Polizei das Küntroper Gewerbegebiet großräumig abgesperrt und die Bevölkerung informiert, dass nicht klar wäre, ob die Wolke gesundheitsgefährlich ist. Die Polizei ist zudem mit Lautsprecherwagen unterwegs, um Anwohner darauf hinzuweisen, dass die Fenster und Türen geschlossen werden sollen.

Bürgermeister Antonius Wiesemann, an diesem Abend auch als Brandbekämpfer im Einsatz, äußerte am Rande die Bemerkung, dass der letzte Großeinsatz dieser Dimension mehr als zehn Jahre zurückliege.