Um 07:05 Uhr rückten der Löschzug Halver und der Löschzug  Buschhausen zur Ortslage Kotten aus. Dort hatte ein Landwirt auslaufende Gülle gemeldet. Die untere Wasserbehörde und der Wupperverband waren ebenso an der Einsatzstelle. Nach 2.5 Stunden rückten die Einsatzkräfte wieder ab ohne tätig zu werden.

siehe Bericht von Radio Berg:

Wipperfürth/Halver 1700 Kubikmeter Gülle fließen in Neye-Bach

In den Neye-Bach in Halver-Kotten ist in der vergangenen Nacht eine große Menge Gülle gelaufen. Der Bach mündet in die Neyetalsperre in Wipperfürth. Etwa 1.700 Kubikmeter Gülle sind ins Gewässer gelangt, laut Wupperverband ist das sehr viel.

Die Gülle stammt aus dem Güllebehälter eines Landwirts und ist wohl über eine offene Leitung am Behälter ausgelaufen. Wie das genau passieren konnte, muss noch untersucht werden. Die Kripo des Märkischen Kreises ist vor Ort. Auch ob das Gewässer Schaden genommen hat wird zurzeit überprüft.

Der Bach ist am Mittwochmorgen gestaut worden, damit sich die Gülle nicht überall verteilt. Experten der Unteren Wasserbehörden und des Wupperverbands führen Messungen durch.  Die Neyetalsperre ist zurzeit keine Trinkwassertalsperre. Der Wupperverband nutzt sie für Brauchwasser. Nur im Notfall, bei einem Wassermangel wird Wasser aus dieser Talsperre als Trinkwasser benutzt.
(18.03.2015)

siehe Bericht von WDR Studio Wuppertal:

Gülle in die Neye gelaufen

Von einem Bauernhof in Halver im Märkischen Kreis sind heute Nacht knapp 2000 Kubikmeter Gülle in die Neye gelaufen. Der Fluss speist die Neyetalsperre in der Nähe von Wipperfürth im Oberbergischen Kreis. Die Talsperre gehört der Stadt Remscheid. Ein Sprecher erklärte, dass das Trinkwasser nicht gefährdet sei, da die Neyetalsperre lediglich als Reserve für die Wasserversorgung diene. Trotzdem ist der Gülleunfall nach Aussage von Experten eine Katastrophe. Der Landwirt selbst hat heute Morgen die Behörden verständigt, nachdem er festgestellt hatte, dass die Gülle aus dem Füllschlauch des Jauchebeckens ausgetreten war. Nach Angaben der Feuerwehr hat die Gülle eine große Wiese überschwemmt und fließt von dort in die Neye. So etwas habe er noch nicht gesehen, sagte ein Feuerwehrsprecher, der Fluss sei schwarz. Da die Gülle sich sofort mit dem Wasser verbindet, könne sie nicht aufgefangen werden. Experten entnehmen jetzt Wasserproben, um zu entscheiden, ob die Talsperre überhaupt noch für die Trinkwasserversorgung genutzt werden kann. Inzwischen ermittelt auch die Polizei, da der Landwirt von Sabotage ausgeht.