28.12.2015 Presseberichte Einsatz Lösenbach

Bericht auf come-on.de:

Amtshilfe bei Großbrand

Mit einer Ölsperre unterhalb des Brandorts verhinderten die Kräfte, dass Löschwasser weiter in die Volme abfloss.
© Hesse

Halver - Statt Weihnachtsgans und Kaffeekranz Volleinsatz in Lüdenscheid: So verlief der erste Weihnachtsfeiertag für die Feuerwehr Halver.

Mit 78 Mann rückten die Einsatzkräfte am Freitag zur Lösenbacher Landstraße in Lüdenscheid aus. Zum Großbrand in einem Galvanikunternehmen war Unterstützung angefordert worden.

Gegen 10.50 Uhr erfolgte die Alarmierung der Kräfte aus Halver, die im Verband der Löschzüge Halver, Bommert und Buschhausen geschlossen von der Thomasstraße abrückten.

Den Brandschutz in Halver stellte während der Abwesenheit der Löschzüge der Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen sicher.

An der Einsatzstelle errichteten die Halveraner Kräfte innerhalb von acht Minuten eine Ölsperre im angrenzenden Lösenbach, um zu verhindern, dass kontaminiertes Löschwasser weiter in Richtung Volme gelangte, heißt es im Einsatzbericht. Außerdem unterstützen die Züge die Feuerwehr im direkten Angriff auf den Brandherd. Unter den 78 Einsatzkräften waren 42 Atemschutzgeräteträger.

Neun Stunden lang dauerte der Einsatz am Feiertag. Gegen 9.30 Uhr war der Brand gemeldet worden. Anwohner sollten Türen und Fenster schließen. Bis in den Abend liefen die Löscharbeiten.

Mehr als 300 Kräfte bei Großbrand im Einsatz

Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße
© Cédric Olivier Nougrigat

[Update] Lüdenscheid - Etwas mehr als 24 Stunden dauerte der Einsatz für die Lüdenscheider Feuerwehr beim Brand eines Galvenik-Betriebes an der Lösenbacher Landstraße. Am Samstagvormittag um kurz vor 10 Uhr rückten die letzten Einsatzkräfte ab, die über Nacht noch die Brandwache aufrecht erhalten hatten.

Allerdings gilt dem Brandort und den nach wie vor dort gelagerten Fässern mit Chemikalien bis auf Weiteres eine erhöhte Aufmerksamkeit, erklärte Feuerwehrsprecher Jörg Weber.

 
Über 300 Kräfte waren an der Lösenbacher Landstraße im Einsatz.
© Florian Hesse

Eine Schlauchleitung wurde auf dem Gelände zurückgelassen, um im Falle einer erneuten Alarmierung möglichst schnell reagieren zu können. Die Brandwache diente in diesem Fall nicht nur dazu, das Wiederaufflammen möglicher Glutnester zu verhindern, sondern auch, der Kontrolle der Chemikalien in den Fässern, die sich, wie berichtet, unter gewissen Bedingungen selbst entzünden oder explodieren können. Hitze muss ebenso vermieden werden, wie die Reaktion mit Wasser. Sollte es einen Wetterumschwung geben und es zu stärkeren Regenfällen kommen, werde die Feuerwehr sofort wieder ausrücken, erklärte Weber, da durch den Brandschaden Regen ins Gebäude eindringen kann. Außerdem wurden auf dem Firmengelände die Kanalzuflüsse abgedichtet, um zu verhindern, das kontaminiertes Löschwasser in die Kanalisation eindringt. Sollte es regnen, werde sofort die Firma Lobbe anrücken, um das Wasser abzupumpen, ergänzte Weber.

Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße

Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße

Für die Einsatzkräfte ist die Arbeit mit dem Abrücken von der Brandstelle bei weitem nicht beendet. Weber sprach von einer regelrechten "Materialschlacht", die geschlagen werden musste, und die die haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleute weiterhin beschäftigt. Unter anderem müssen sämtliche Atemschutzgeräte, die benutzt wurden, wieder gereinigt werden, und die weitere Ausrüstung aller beteiligten Löschzüge überprüft und gereinigt sowie Vorräte an Löschmitteln ersetzt werden.

Über 300 Kräfte waren an der Lösenbacher Landstraße im Einsatz.

© Florian Hesse

Eine Schlauchleitung wurde auf dem Gelände zurückgelassen, um im Falle einer erneuten Alarmierung möglichst schnell reagieren zu können. Die Brandwache diente in diesem Fall nicht nur dazu, das Wiederaufflammen möglicher Glutnester zu verhindern, sondern auch, der Kontrolle der Chemikalien in den Fässern, die sich, wie berichtet, unter gewissen Bedingungen selbst entzünden oder explodieren können. Hitze muss ebenso vermieden werden, wie die Reaktion mit Wasser. Sollte es einen Wetterumschwung geben und es zu stärkeren Regenfällen kommen, werde die Feuerwehr sofort wieder ausrücken, erklärte Weber, da durch den Brandschaden Regen ins Gebäude eindringen kann. Außerdem wurden auf dem Firmengelände die Kanalzuflüsse abgedichtet, um zu verhindern, das kontaminiertes Löschwasser in die Kanalisation eindringt. Sollte es regnen, werde sofort die Firma Lobbe anrücken, um das Wasser abzupumpen, ergänzte Weber.

Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße

Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße Feuerwehreinsatz an der Lösenbacher Landstraße

Für die Einsatzkräfte ist die Arbeit mit dem Abrücken von der Brandstelle bei weitem nicht beendet. Weber sprach von einer regelrechten "Materialschlacht", die geschlagen werden musste, und die die haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleute weiterhin beschäftigt. Unter anderem müssen sämtliche Atemschutzgeräte, die benutzt wurden, wieder gereinigt werden, und die weitere Ausrüstung aller beteiligten Löschzüge überprüft und gereinigt sowie Vorräte an Löschmitteln ersetzt werden.

Hier ein Bericht vom WDR zum gestrigen Einsatz in Lüdenscheid.

Brand in Lüdenscheider Galvanik-Werk: Chemikalien ins Löschwasser geraten

 

  • Großbrand in Lüdenscheider Galvanik-Werk am Freitag (25.12.2015)
  • Anwohner dürfen Häuser wieder verlassen
  • Möglicherweise gelangten Chemikalien ins Kanalsystem

Feuerwehrleute stehen nach dem Löschen vor dem Gebäude

250 Feuerwehrleute waren im Einsatz (Fotostrecke 1)

Rund 250 Feuerwehrleute waren am Freitag (25.12.2015) zunächst im Einsatz, wie ein Sprecher der Feuerwehrleitstelle für den Märkischen Kreis mitteilte. Das Feuer war am Freitagmorgen entdeckt worden. Wenig später stand das Gebäude vollständig in Flammen. Dann griff das Feuer auf ein Öltanklager über. Erst am Mittag hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Am frühen Nachmittag waren noch immer rund 200 Feuerwehrleute bei der Fabrik. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt.

Neben der Feuerwehr waren auch Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Märkischen Kreises sowie der zuständigen Umweltbehörde der Bezirksregierung Arnsberg an der Brandstelle. "Alle Messungen waren negativ, von der Luft geht keine Gefahr für die Bevölkerung aus", erklärte Falk Sebening, Dienstgruppenleiter der Feuerwehr-Leitstelle Märkischer Kreis dem WDR. Zunächst waren die Anwohner der Fabrik aus Sicherheitsgründen aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten und ihre Häuser nicht zu verlassen. Ein unmittelbar an die Firma angrenzendes Wohnhaus wurde geräumt.

Am frühen Nachmittag wurden laut Sebening Fässer mit Chemikalien aus dem Keller der Fabrik geräumt, damit ihr Inhalt nicht das Grundwasser verunreinigt. Das Löschwasser sei aus dem gleichen Grund bislang zurückgehalten worden. Nach dem Erkenntnisstand der Feuerwehr am frühen Freitagabend hat der Betrieb ein sogenanntes Löschwasser-Rückhaltebecken, das dabei hilft.

Sahretten Karakuzu von der Unteren Wasserbehörde vermutete am Nachmittag, dass dennoch verunreinigtes Löschwasser in den Kanal gelaufen ist. Das Löschwasser war laut Feuerwehr mit der auf einer Palette gelagerten Chemikalie Natriumdithionit in Kontakt gekommen. Das weiße Pulver wird im Betrieb zum Galvanisieren gebraucht. Galvanisieren ist ein Verfahren, bei dem Gegenstände in einem Wasserbad mit Strom und Chemie durch eine Metallschicht vererdelt werden.

Das verunreinigte Wasser werde in der Kläranlage entsprechend gereinigt. An einem Bach auf dem Gelände des Galvanik-Werks wurden Ölsperren eingerichtet. Die Brandursache war zunächst unklar. Gearbeitet wurde in der Firma zum Zeitpunkt des Brandes nicht.


Stand: 25.12.2015, 16.22 Uhr