03.11.2017 ABC Messtrupp Komponente Halver und die Drohne aus Buschhausen im Einsatz Werdohl-Dresel

Seit heute morgen um 07:20h befinden sich 13 Mitglieder der Feuerwehr Halver im Rahmen der Messkomponente MK und zur Lufbeobachtung mit Drohne bei einem Brandeinsatz in einem Galavanikbetrieb in Werdohl. siehe Bericht auf come-on.de:

Bei Gerhardi Galvanotechnik in Dresel / B236 komplett gesperrt

Großbrand in Werdohl: Erste Luftmessungen unbedenklich

 

© Volker Heyn

 

[Update 9.21 Uhr] Werdohl - Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei in Werdohl-Dresel! Bei der Firma Gerhardi Galvanotechnik Werdohl GmbH brennt die Galvanik-Halle 11 in voller Ausdehnung. Nach unseren Informationen will die Feuerwehr das Gebäude kontrolliert abbrennen lassen. Anwohner in Werdohl und auch in Neuenrade werden aufgerufen, Türen und Fenster weiter geschlossen zu halten. Erste Messungen ergaben nach Angaben von Werdohls Fachbereichsleiter Michael Grabs allerdings keine bedenklichen Werte.

Die B236 ist zwischen Höllmecke und Elverlingsen unverändert komplett gesperrt. Neben der kompletten Wehr aus Werdohl sind auch Löschzüge aus Neuenrade und Herscheid sowie der Messzug der märkischen Feuerwehr vor Ort.

 

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen das Feuer in der fast quadratischen Halle sowohl von der B236 aus als auch von der Straße An der Tumpe. Ein Übergreifen auf andere Gebäude konnte bislang verhindert werden.

© Volker Heyn

In den benachbarten Industriebetrieben scheint die Arbeit größtenteils zu ruhen, viele Menschen stehen vor den Gebäuden und schauen schier fassungslos gen Himmel auf die mehrere hundert Meter hohe Rauchwolke. 

 

"Es gibt zum Glück keine Verletzten, das können wir jetzt schon sagen", bestätigte Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, auf Anfrage unserer Redaktion, dass sich alle Mitarbeiter in Sicherheit bringen konnten.

30.4.2014: 31 Verletzte bei Chemieunfall bei Gerhardi in Lüdenscheid

Nach noch nicht bestätigten Informationen war zum Zeitpunkt des Feuer-Ausbruchs keine volle Belegschaft vor Ort. Etwa 180 Mitarbeiter sind am Gerhardi-Standort in Werdohl beschäftigt.

Aus dem Dach der aus noch unbekannter Ursache in Brand geratenen Halle schlugen sofort meterhohe Flammen, schwarzer Rauch stieg in den Himmel - inzwischen ist der Rauch eher grau. 

Zunächst war nicht auszuschließen, dass sich in der Rauchwolke galvanische Giftstoffe befinden könnten. Um hier schnell Gewissheit zu erlangen, war der Messzug der Feuerwehr des Märkischen Kreises alarmiert worden. In der Galvanik werden Ammoniak, Salzsäure und Salpetersäure für Fertigungsprozess verwendet.

Die Rettungskräfte wurden um 6.54 Uhr informiert. Seither läuft der Großeinsatz.

Wir berichten weiter.

Hintergründe zur Firma Gerhardi am Standort Dresel

Die Firma Gerhardi Galvanotechnik Werdohl GmbH beliefert nach eigenen Angaben Automobilfirmen und Systemlieferanten mit hochwertigen verchromten Kunststoffteilen. "Im Fertigungsprozess werden die Kunststoffteile mit einer galvanisch aufgebrachten Beschichtung in einem mehrstufigen Verfahren versehen.

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Dabei kommen Stoffe und Produkte aus der chemischen Industrie zum Einsatz, die zum Teil gefährliche Eigenschaften aufweisen", heißt es auf der Website des Unternehmens in den sogenannten "Informationen für die Öffentlichkeit nach §§ 8a und 11 Störfall-Verordnung".

© Google Maps

Zum frühzeitigen Erkennen und Melden von Bränden sei der Betrieb mit passiven Brandschutzsystemen (z.B. Rauch- und Wärmemelder) ausgerüstet. "Ein Alarm der Brandmeldezentrale wird direkt an die zuständige Kreisleitstelle weitergeleitet", so das Unternehmen weiter.