siehe Bericht von Come-on.de:

Sirenenalarm und Rauchwolke über Halver

Brand neben Kirche: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung

Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle.

Rauch über der Innenstadt und Sirenenalarm sorgten am Sonntag für Aufsehen. Die Feuerwehr rückte zu einem Brand aus. Nun ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Halver - Am Sonntagmittag heulten die Sirenen in Halver: Stadtalarm. Eine Rauchwolke hing über der Hermann-Köhler-Straße. Der Feuerwehr wurde gegen 13.35 Uhr ein Brand gemeldet. Sie rückte aus, verstärkt durch DRK und THW. Beißender Brandgeruch zog dabei über den Hohenzollernpark in Richtung Innenstadt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen Flammen bereits weit sichtbar in den nahestehenden Obstbaum. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

 

Update vom Montag, 3, Mai, 9.30 Uhr: Erkenntnisse zur Brandursache gab es am Sonntag zunächst nicht. Den Ausgang hatte das Feuer offenbar in Abfalleimern direkt an der Gebäudewand genommen. Inzwischen ist klar, dass unsachgemäß entsorgte Asche der mutmaßliche Auslöser für den Brand war. Das teilt die Polizei am Montagmorgen mit.

Flammen schlugen in den nahestehenden Baum.
 

Die Beamten ermitteln derzeit wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen einen 25-Jährigen aus Halver. Er soll kurz vor dem Feuer Aschereste in einer der Mülltonnen an der Herrmann-Köhler-Straße entsorgt haben.

Die Höhe des Sachschadens ist bisher nicht bekannt. Es wurde niemand verletzt.

[Erstmeldung vom Sonntag, 2. Mai, 14.45 Uhr]: Betroffen vom Brand war das Wirtschaftsgebäude mit mehreren Garagen im Hinterhof von Kirche und Pfarrhaus der Katholischen Kirchengemeinde Christus König. Ein Mädchen, Bewohnerin des Hauses, hatte das Feuer zuerst bemerkt und Pfarrer Claus Optenhöfel verständigt, der nach der Alarmierung noch versuchte, mit Feuerlöschern die Ausbreitung zu verzögern.

„Erhebliche Brandlast“ laut Feuerwehr

Das im Gebäude in großer Menge gelagerte Holzmobiliar hatte noch kein Feuer gefangen, als die Feuerwehr mit dem Löschangriff begann. „Erhebliche Brandlast“, kommentierte ein Feuerwehrmann das vorgefundene Szenario.

Da Dach musste geöffnet werden.

Mit dem Handlöscher allein allerdings hatte der Geistliche keine Chance. Die Seitenwand des Gebäudes hatte bereits in vollem Umfang Feuer gefangen, das dann auch in die Dachkonstruktion vordrang. Im Ergebnis mussten die Feuerwehrleute das Dach öffnen.

Feuer im Hinterhof der Kirche.

Weil die Einsatzstelle für schweres Gerät nicht zugänglich war, gingen die Wehrleute parallel über die Rettungsbühne von der Jägerstraße aus gegen das Feuer vor, sodass über Vorgärten, Baugerüst und Bühne der Angriff im Hinterhof von allen Seiten erfolgte.