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Flyer DINA2 15.4. Mittel

siehe Bericht von Come-On.deWaldfreibad Herpine

Mit Wasserkraft gegen den Schmutz - Feuerwehr reinigt Herpine

Reinigungsmaschinen wirbelten hartnäckigen Schmutz vom Beckenboden auf.

Halver - Bei kühlem, regnerischem Wetter befreite die Freiwillige Feuerwehr Halver das Waldfreibad Herpine am Samstag gründlich vom Winterschmutz.

Wie Dennis Wichert vom Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen, der den mehrstündigen Einsatz koordinierte, auf Nachfrage erläuterte, waren über den Tag verteilt 50 Helfer im Einsatz, Becken und Beckenränder zu reinigen. Unterstützung erhielten die Aktiven aus allen vier Löschzügen dabei von der Jugendfeuerwehr und dem Technischen Hilfswerk (THW), das die Feuerwehrleute bei der Wasserentnahme mit Pumpen aus dem Ablassteich und der Putzaktion im Becken unterstützte. 

 

Mit bis zu zwölf Strahlrohren reinigten die Helfer die Beckenränder und den Beckenboden von Blättern und hartnäckigem Winterschmutz. „Pro Minute sind das 2000 Liter“, erklärte Wichert. Mit den Vorbereitungsarbeiten für ihren Einsatz hatte die Feuerwehr schon am Freitag begonnen. 

Das Technische Hilfswerk griff tatkräftig zum Besen.
 

Am Samstag erfolgte die Einweisung zügig und reibungslos. Tatkräftig und mit großer Sorgfalt machten sich die Ehrenamtlichen bei ihrer alljährlichen Reinigungsaktion, die längst gute Tradition im Vorfeld jeder neuen Herpine-Saison ist, ans Werk. „Die Umlage und die Rutsche macht die Herpine selbst“, sagte Wichert.

Wie gewohnt versorgte das Herpine-Team um Simone Hutt die Ehrenamtlichen, die in zwei Schichten zum Großreinemachen im Waldfreibad antraten, mit Getränken und einem Imbiss. Heißgetränke waren bei dem nasskalten Wetter besonders begehrt. Bockwürste und belegte Brötchen gab’s zum Frühstück. Die Mittagsschicht durfte sich über Gegrilltes freuen. 

Mit Wasserkraft rückte die Feuerwehr dem Winterschmutz im Waldfreibad Herpine zu Leibe.

Bis zur Eröffnung der Herpine am 5. Mai ist noch viel zu tun. Die große Putzaktion außerhalb des Beckens fällt in diesem Jahr, wie Simone Hutt verriet, mit der Aktion Sauberes Halver am 6. April zusammen. „Wir haben uns da angeschlossen.“ Zur Eröffnung der diesjährigen Herpine-Saison im Mai soll es wieder ein buntes Programm für die ganze Familie geben.

siehe Bericht von come-on.de:

Nicht erschrecken - am 7. März wird's laut

Am 07.03.2019 !

Für den Katastrophen-Fall! 140 Sirenen im MK heulen gleichzeitig - nur nicht in Lüdenscheid

Auch bei Großbränden wird alarmiert - wie hier an der Werdohler Landstraße. 

Märkischer Kreis - Nur Lüdenscheid ist noch nicht vorbereitet - in allen anderen Städten und Kommunen im Märkischen Kreis wird es am Donnerstag laut. So will der Kreis für den Fall einer Katastrophe gewappnet sein. 

140 Sirenen werden in der kommenden Woche im Märkischen Kreis zeitgleich aufheulen. 

 

Pünktlich um 10 Uhr, so heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises, werde Stephan Volkmann, Chef der Kreisleitstelle der Feuerwehr, am Donnerstag, 7. März, auf den Knopf drücken und die Warntöne aktivieren: „Entwarnung“ (zwei Minuten Pause), „Warnung“ (zwei Minuten Pause) und „Entwarnung“. Grund ist der zweite landesweite Warntag.

Der erste fand im September vergangenen Jahres statt. Künftig sollen jedes Jahr Anfang März die Sirenen heulen. 

 

Nachholbedarf gibt es in Lüdenscheid

Nachdem viele Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis ihre Warnanlagen in den vergangenen Jahren um- oder nachgerüstet haben, ist laut Kreisverwaltung eine beinahe flächendeckende Alarmierung der Kreisbevölkerung in den Städten und Gemeinden möglich. 

Landesweiter Warntag ist am 7. März - auch im MK.

Nachholbedarf gibt es zurzeit noch ausgerechnet in der Kreisstadt Lüdenscheid. Es werde aber aktiv an dessen Behebung gearbeitet. Hier sollen Sirenen an 29 Standorten im Stadtgebiet installiert werden - das kann laut Verwaltung aber noch ein paar Jahre dauern. 

Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen

Ziel des landesweiten Warntages ist es, die Bevölkerung zu sensibilisieren und den Bürgern Informationen und Tipps zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen kann. Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen – nur wenn die Bürger rechtzeitig gewarnt werden, könnten Gefahren gebannt und Schäden erfolgreich bewältigt werden, heißt es. 

Sirenen und Lautsprecherdurchsagen

„Über Radio, Fernsehen und Internet“, schreibt die Kreisverwaltung, würden viele Menschen erreicht – das Land Nordrhein-Westfalen wolle noch mehr und setze außerdem auf Sirenen und Lautsprecherdurchsagen. 

Der Aufruf zu bestimmten Verhaltensweisen diene nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern erleichtere die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich. Die Bürger könnten durch ihr richtiges Verhalten wichtige Beiträge zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit ihrer Nachbarn leisten. 

"Ältere kennen die Signale aus dem Krieg"

Die Selbsthilfefähigkeit jedes Einzelnen sei entscheidend, um das Risiko so gering wie möglich zu halten: „Ältere Menschen kennen die Signale aus dem Krieg und denken mit Schrecken daran zurück, Jüngeren sagen die Warntöne meist nichts. Jeder sollte wissen, wie er sich verhalten muss.“ 

Die Warnung der Bevölkerung im Brand- und Katastrophenschutz sei ein wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr. Dafür zuständig seien in der Regel die Kommunen.  

Siehen Bericht von Come-on.de:

Hohes Brandrisiko an Weihnachten: Tipps von der Jugendwehr

Björn Clever, Leiter der Brandschutzerziehung, mit (von links) Fynn Mähler, Adrian Kruse und Isabelle Kastner von der Jugendfeuerwehr.
© Salzmann

Halver - Weihnachtszeit ist Kerzenzeit. Ob beim Adventskranz oder am Tannenbaum: Viele möchten auf echte Kerzen nicht verzichten. Mit den brennenden Kerzen steigt allerdings auch das Brandrisiko in den eigenen vier Wänden.

Auch die Nähe der flackernden Lichtspender zu leicht entflammbaren Materialien wie Papier oder Gardinenstoffen ist brandgefährlich. Auf was es zu achten gilt, damit aus dem brennenden Tannenbaum kein Wohnungsbrand wird, fassen Isabelle Kastner (17 Jahre), Fynn Mähler (13) und Adrian Kruse (12) von der Jugendfeuerwehr Halver zusammen. 

 

Brandschutz beginnt für Isabelle Kastner, die zum Team der Brandschutzerziehung gehört und in dieser Funktion Kindergartenkinder an den sicheren Umgang mit Feuer heranführt, dabei schon beim Anzünden der Kerzen. „Am besten ist, wenn man Sicherheitsstreichhölzer nimmt.“ Gemeint sind damit extra lange Streichhölzer, an denen man sich nicht so leicht die Finger verbrennt. „Besser ist es noch, ein Feuerzeug zu benutzen.“

Kerzen weg von den Gardinen

Auch auf den sicheren Stand der Kerzen am Adventskranz, empfiehlt sie, zu achten. „Am besten sind dicke Kerzen, die nicht leicht umfallen.“ Was eigentlich jeder wissen müsste: „Brennende Kerzen niemals allein lassen.“ 

 

Fynn Mähler würde beim Weihnachtsbaum ganz auf echte Kerzen verzichten. „Besser sind elektrische Kerzen“, meint er. Da könne so schnell nichts passieren. Wenn echte Kerzen, „dann weit weg von Gardinen“, ergänzt Adrian Kruse – gleichgültig, ob beim Adventskranz oder beim Weihnachtsbaum. 

Silvester-Raketen "weit weg vom Haus" abschießen

Griffbereit sollten nach Meinung der Feuerwehr-Jugend zudem ein Eimer Wasser oder ein Feuerlöscher für den Fall der Fälle sein. Dass alle Drei Rauchmelder, die Leben retten können, für zwingend notwendig halten, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Wenn trotz aller Vorsicht ein Baum mit echten Kerzen in Brand gerät und eigene Löschversuche nichts fruchten, raten die drei Jugendlichen dringend dazu, an das eigene Leben zu denken und die Feuerwehr zu alarmieren. „Kinder, Tiere nehmen und raus aus dem Haus.“ 

Auch für das Raketenabschießen an Silvester halten die drei jungen Halveraner Tipps parat. „Weit weg vom Haus“, rät Fynn, Raketen abzuschießen. „Die können zur Seite kippen“, weiß er. „Raketen können sich auch drehen und durchs offene Fenster fliegen.“ Ganze Häuser seien durch den unbedachten Umgang mit Feuerwehrskörpern bereits abgebrannt. „Raketen niemals in der Hand halten und dann abschießen“, warnen die drei Jugendlichen. Die schlimmsten Verletzungen seien sonst möglich. „Eine ordentliche Befestigung“ sei in jedem Fall anzuraten. „Danach vom Abschussort weit weggehen.“

siehe Bericht von Come-on.de:

Gemeinsame Übung für Nachwuchs von Feuerwehr und THW

Wie das Aggregat für die Lichtanlage funktioniert, das wurde den Jugendlichen ebenfalls vermittelt.
© Goldbach

Halver - Eng ist der Kontakt von Jugendfeuerwehr und der Jugend des Technischen Hilfswerkes (THW). Oft sehen sich die Mitglieder auf gemeinsamen Übungen – so auch am frühen Montagabend. Dieses Mal standen die Unfallrettung und das Ausleuchten von Einsatzstellen auf der Tagesordnung.

24 Mädchen und Jungen beider Organisationen trafen sich kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses an der Thomasstraße. Es sollte nämlich kein Unfall bei normalen Lichtverhältnissen geübt werden: Dunkel sollte es sein – und weil dafür eine besondere Ausleuchtung notwendig ist, hatte das THW seine Lichtmastanlage mitgebracht, auch Power Moon genannt.

 

Es spielt keine Rolle, wer zu wem gehört

Doch bevor es losging, sprachen sich zunächst einmal Jugendbetreuer Matthias Nagel vom THW und Benjamin Fernholz, Leiter der Jugendfeuerwehr, miteinander ab. Die Jugendlichen blieben in ihren Gruppen nicht unter sich, sie wurden gemischt. „Im realen Einsatz fragen wir auch nicht, welches Röckchen der Helfer anhat“, erklärte Matthias Nagel vom THW.

24 Jugendliche des Technischen Hilfswerks und der Jugendfeuerwehr trafen sich am frühen Montagabend mit ihren Betreuern zu einer gemeinsamen Übung.
© Goldbach
 

Zwei Einsatzstellen waren für diese Übung vorbereitet worden. Zum einen sollten die Jugendlichen unter Anleitung lernen, wie ein Auto stabilisiert werden kann und welche verschiedenen Möglichkeiten es dafür gibt. Am anderen Einsatzort musste das notwendige Licht geliefert werden. Eine Spezialität der Halveraner THW-Abteilung Beleuchtung: Diese hat vor Jahren einen Lichtmastanhänger entworfen, der noch heute als Prototyp aller später gebauten 130 Lichtmastanhänger gilt.

Die Gruppenleiter Björn Fernholz und Matthias Nagel.
© Goldbach

300 Meter kann dieser Lichtmast ausleuchten, die Leuchtdauer der Lampen beträgt rund sechs bis sieben Stunden. Betrieben wird das Aggregat mit Benzin. Die Jugendlichen konnten nicht nur einen Blick in das Innere des Aggregates werfen, sondern es auch in Betrieb nehmen – ähnlich wie bei einem Benzinrasenmäher. Auch sahen sie sich das Innere des Begleitfahrzeuges an, in dem die technischen Geräte für die Lichtanlage transportiert wurden.

Gemeinsame Übung von Jugend-THW und Jugendfeuerwehr in Halver

Zwei Einsatzorte, zwei Aufgaben

Während sich die eine Gruppe mit dem Licht beschäftigte, hatte die andere eine körperlich anstrengendere Aufgabe. Sie sollte zwei demolierte Autos sichern. „Für den verletzten Menschen ist es wichtig, dass das Auto beim Bergen so wenig wie möglich erschüttert wird, denn er bekommt jede Bewegung mit – und die kann sehr schmerzhaft sein“, sagte Benjamin Fernholz von der Jugendfeuerwehr. So machten sich die Jugendlichen ans Werk und stabilisierten die Autos mit einem Spanngurt, aber auch mit Holzkeilen.

Hier lernten die Jugendlichen der Hilfsgruppen, mit Spanngurten ein Auto zu sichern.
© Goldbach

Spreiz-Schere ist nur etwas für die „Großen“

Zum Abschluss der Übung betätigten sich die erwachsenen Wehrmänner noch als „Autodesigner“ – indem sie einen normalen Personenkraftwagen in ein Cabrio verwandelten. Mit einer überdimensionalen Spreiz-Schere zerlegten die Erwachsenen den Wagen. Aber nur als Anschauungsprojekt für die Jugendlichen. „Diese Arbeitsgeräte sind für die Jugendlichen zu schwer“, sagte Matthias Nagel vom THW.

Wann und wie wird geübt?

THW: Die Jugendabteilung trifft sich jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr in der THW-Unterkunft an der Löhbacher Straße. Mitmachen können alle von 10 bis 17 Jahren.

Jugendfeuerwehr: Sie trifft sich jeden Montag ab 18 Uhr am Gerätehaus an der Thomasstraße. Altersvoraussetzung: 12 bis 18 Jahre.

siehe Bildergalerie: einfach auf den unteren Link klicken
https://www.come-on.de/volmetal/halver/gemeinsame-uebung-jugend-thw-jugendfeuerwehr-halver-10312208.html

Die Leistungsspange ist die höchste Ausszeichnung, die man in der
Jugendfeuerwehr erwerben kann.

Für neun junge Feuerwehrleute war am
Samstag 15.09.2018 Prüfungstag in Hilchenbach, wo die Halveraner und Schalksmühler
zeigen mussten, was sie in ihrer Feuerwehrzeit und auch außerhalb der
Dienste gelernt haben.

Für die Gruppe ging es um Disziplinen wie
Kugelstoßen, Staffellauf und das schnelle Auslegen eines Schlauches,
aber auch um Theorie. Fragen zu Politik und Feuerwehrtechnik,
Gesetzeskunde und Unfallverhütung standen ebenso auf dem Programm der
ganztägigen Veranstaltung. Und ein wenig stolz ist der Leiter der
Jugendfeuerwehr in Halver, Björn Clever, noch in anderer Hinsicht auf
seine Truppe.

Auch das Auftreten wurde bewertet: „Volle Punktzahl!“ Dass
die Leistungsspange für die Jugendfeuerwehr recht hoch angesehen ist,
zeigt die Zusammensetzung der Jury. Führungskräfte der Feuerwehren aus
Nordrhein-Westfalen nehmen sich die Zeit, die ganztägigen Prüfungen
abzunehmen. jfw1

jfw2www.Come-on.de J flo/Foto: Feuerwehr Halver

Am Samstag, 15. September, fand für den Löschzug Stadtmitte der größte Übungsdienst des Jahres statt. Um 16 Uhr trafen sich ca. 30 Kameraden am Gerätehaus an der Thomasstraße.

Vier Mitglieder des Löschzuges hatten sich gleich mehrere Einsätze für ihre Löschzugkollegen überlegt, es wurde eine Art Berufsfeuerwehr simuliert, welche dauerhaft auf der Wache sitzt und von dort aus die Einsätze anfährt.

Als erste Einsatzmeldung wurde dem Zugführer eine verschüttete Person in einer Sandgrube bemi Raiffeisenmarkt in der Frankfurter Str. gemeldet.

Während der Überlegung, welche Fahrzeuge für diesen Einsatz benötigt würden. kam jedoch noch ein zweiter Einsatz: Person im Wasser am Ennepe-Vorstaubecken.

 

Los ging es zweigeteilt, das HLF 20 02, der Teleskopmast sowie der KDOW rückten aus zum Raiffeisen-Markt, für das Tanklöschfahrzeug, das andere Hilfeleistungslöschfahrzeug sowie den Rüstwagen ging es zur Wasserrettung.

Bei Eintreffen an der Genossenschaft wurde der Zugführer von einem aufgeregten Vater in Empfang genommen. Er war mit seinem Sohn Sand holen, sei selber kurz weg gewesen und als er wiederkam, war die Bruchkante vorne an dem Sandhaufen abgerutscht und der Sohn verschwunden.

Ein anwesender Zeuge hatte beobachtet, wie der Junge unter dem Sandhaufen begraben wurde.

Da nicht klar war, wo die Person verschüttet war, konnte der Sandhaufen aufgrund von Verletzungsgefahr für den Verschütteten nicht mit einem Frontlader weggeschaufelt werden, sondern musste per Hand abgetragen werden.

Mit einem Stab wurde der Bereich abgesucht um den Bereich, wo der Sand abgetragen werden muss, einzugrenzen.

Mit vereinter Manpower wurden mehrere Tonnen Sand umgegraben, bis schließlich die verschüttete Person – ein Dummy – gefunden wurde.

 

Sand 1

 

Am Ennepe-Vorstaubecken wurden die Kameraden schneller fündig – bereits beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges hörten sie laute Hilferufe.

Ein junger Mann war ins Wasser gestürzt und konnte sich nur mit Mühe über Wasser halten.

Ein Feuerwehrmann, der als Rettungsschwimmer ausgebildet ist, ging mit einer Leine gesichert ins Wasser, um die Person mittels Spineboard, einer schwimmfähigen Kunststofftrage, zu retten. Parallel dazu bereiteten sich ein Rettungssanitäter und eine Krankenschwester, welche ehrenamtlich bei der Feuerwehr Halver tätig sind, darauf vor, die gerettete Person medizinisch zu betreuen, da in der fiktiven Lage kein Rettungswagen in unmittelbarer Nähe zur Verfügung stand und daher eine längere Anfahrt hat.

 

Wasserrettung

 

Auch diese Person wurde erfolgreich gerettet und der Löschzug Stadtmitte traf sich nach erledigter Arbeit wieder im Gerätehaus.

 

Als nächster Einsatz war ein Verkehrsunfall mit zwei Pkw gemeldet. Auf einer schmalen Straße zwischen den Ortschaften Hagebüchen und Schulten-Hedfeld waren zwei Pkw frontal zusammengestoßen und von der Fahrbahn abgekommen.

Bei Eintreffen sahen die Wehrleute einen Pkw rechts der Straße auf dem Dach liegend, brennend, mit einer verletzten Person, sowie auf der anderen Straßenseite einen auf der Seite liegenden Pkw mit Fahrer und Beifahrer, die im Fahrzeug eingeschlossen waren.

 

Höchste Priorität hatte die Versorgung der Verletzten und das Löschen des brennenden Pkw.

Das ersteintreffende HLF 20 02 sowie zur Brandbekämpfung das TLF4000 und zur Unterstützung der Rettung des Fahrers der Rüstwagen kümmerten sich um dieses Fahrzeug, während sich die Besatzung des HLF 20 01 sowie der Hubrettungsbühne um den auf der Seite liegenden Pkw kümmerten.

 

Nachdem das Feuer gelöscht war wurde das Fahrzeug mit Hilfe des sogenannten Stab-Fast-Systems gegen Umkippen gesichert. Der Fahrer, der eine Schnittwunde am linken Arm hatte, wurde durch einen Feuerwehrmann versorgt und anschließend die technische Rettung vorbereitet. Hierzu wurde mittels hydraulischer Schere die Rückbank teilweise entfernt und der Patient vorsichtig auf das Spineboard umgelagert, um eine mögliche Wirbelsäulenverletzung nicht zu verschlimmern. Anschließend wurde er durch die mittels Schere und Spreizer geschaffene Kofferraumöffnung vorsichtig herausgetragen und an den Rettungsdienst übergeben.

 

VU 1

 

VU 2

 

Parallel dazu lief auch die Rettung am zweiten Pkw. Auch dieser wurde mittels Stab-Fast und Unterbauholz gegen ein weiteres Umkippen gesichert, ehe die eigentliche Rettung beginnen konnte.

An diesem Pkw entschied man sich nach Rücksprache mit dem Rettungsdienst für eine schonende Rettung der Verletzten, da diese nicht lebensbedrohlich verletzt waren.

Zuerst wurden die Verletzten stabilisiert, zur Schonung der Halswirbelsäulen Nackenkrausen angelegt, die Wunden versorgt und, da beide nicht angeschnallt waren, der Fahrer leicht angehoben, damit er nicht weiter mit seinem gesamten Gewicht auf dem Beifahrer lastet. Anschließend wurden auch diese wirbelsäulenschonend gerettet und an den mit zwei Rettungswagen anwesenden Rettungsdienst übergeben.

 

VU 3

 

VU 4

 

Der letzte Einsatz des Tages führte die Kräfte zu einem Bauernhof in Hulvershorn. Ein Landwirt war bei Arbeiten in einem Futtermischwagen ohnmächtig geworden. Da der Futtermischwagen in einem Fahrsilo stand ging der Einsatzleiter davon aus, das nitrose Gase, welche bei Gärungsprozessen entstehen, Ursache für die Bewusstlosigkeit waren. Um die eigenen Einsatzkräfte zu schützen war ein Vorgehen in den Bereich nur unter Atemschutz möglich. Als erstes wurden mehrere Lüfter in Stellung gebracht, um die Gase aus dem Bereich „herauszudrücken“, zusätzlich wurde mit Hilfe von zwei Schlauchleitungen versucht, die Gase mit feinem Wassernebel zu binden und so eine weitere Verbreitung zu verhindern.

 

Zwei Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz führten eine erste Betreuung des Patienten durch, mittels Steckleiterteilen verschafften sie sich Zugang zu dem ca. 3,50 Meter hohen Futtermischwagen. Gleichzeitig bauten mehrere Kameraden ein Gerüst auf, welches primär zur Rettung von verunfallten Lkw-Fahrern gedacht ist.

Die erste Idee, den Patienten mittels Hubrettungsfahrzeug aus dem Futtermischwagen herauszuheben, wurde wieder verworfen, stattdessen wurde der Landwirt mit Hilfe einer Schleifkorbtrage über das Gerüst gerettet.

 

Nachdem dieser letzte Einsatz auch abgearbeitet war ging es zurück zur Thomasstraße, die Fahrzeuge wurden wieder einsatzbereit gemacht und es gab zur Stärkung noch Pizza für jeden, wobei das Fazit aller Beteiligten durchweg positiv ausfiel.

 

Besonderer Dank gilt den Kameraden, die den Dienst vorbereitet haben, den Verletztendarstellern, den Grundstücksbesitzern, die uns haben auf ihrem Gelände üben lassen und dem Rettungsdienst des Märkischen Kreises für die Unterstützung sowie den Kameraden der Löschzüge Buschhausen und Oberbrügge, welche den Einsatzleitwagen besetzten und uns so eine eigene Leitstelle zur Verfügung stellten.

Um 10 Uhr werden am Donnerstag den 06.09.2018 im Stadtgebiet Halver die Sirenen einen einminütigen Dauerton aussenden.

Beim Warntag heulen in Halver 17 Sirenen

Eine der insgesamt 17 Sirenen im Stadtgebiet befindet sich auf dem Halveraner Rathaus. Einmal im Monat werden die Sirenen in Halver ohnehin getestet.
© Hesse

Halver - Wenn die Sirenen heulen, dann wird immer eine Ausnahmesituation angekündigt. Große Brände, bei denen alle Kräfte der Feuerwehr zum Einsatz gerufen werden, oder eine Katastrophe, bei der die Menschen im Allgemeinen gewarnt werden sollen.

Am Donnerstag um 10 Uhr werden im gesamten Kreis – genau wie überall in NRW – die Sirenen aufheulen. Allerdings nur, um das Signal „Entwarnung“ zu verbreiten. An diesem Tag soll die Alarmierungskette überprüft werden.

 

Bis in die 1990er-Jahre hinein waren alle Sirenen an ein Netz angeschlossen, über das die Leitstellen den Alarm für die einzelnen Sirenen steuern konnten. Doch nach dem Ende des Kalten Krieges und der Einführung der sogenannten Funkmeldeempfänger hielt der Gesetzgeber die Sirenen für überflüssig. Viele der Geräte wurden zurückgebaut und auch der Alarmierungsweg für die verbliebenen Geräte umgebaut.

Die Stadt Halver hat sich am Rückbau allerdings nicht beteiligt. Im Gegenteil: An mehreren Stellen des Stadtgebiets sind sogar zusätzliche Sirenen installiert worden, weiß Michael Keil von der Feuerwehr Halver. „Wir haben ein bisschen aufgestockt.“ Glörfeld und Schwenke im Außenbereich gehören nun ebenfalls zu den Ortsteilen, wo bei Alarmlagen das Heulen zu hören ist. 17 Geräte sind es insgesamt im Stadtgebiet, zentral auf dem Rathaus, auf Feuerwehrgerätehäusern und auch auf dem Turm auf der Karlshöhe.

 

Zentral über Leitstelle gesteuert

Während aber andernorts die Anlagen mit Hand ausgelöst werden, ist Halver zentral gesteuert über die Leitstelle des Märkischen Kreises. Im Katastrophenfall sei es möglich, sowohl den Stadtalarm komplett und flächendeckend wie auch für die einzelnen Ortslagen anzusteuern, weiß Keil.

Dass die Sirenen morgen überhaupt ertönen, ist dem landesweiten Warntag geschuldet, den Innenminister Herbert Reul angeordnet hat. Doch es wird nicht bei dem Dauerton, der für Entwarnung steht, bleiben. Denn auch die Warn-App Nina wird aktiviert und so jeden, der diese auf seinem Smartphone installiert hat, auf den Warntag hinweisen – und sogar entsprechende Laufschriften im Fernsehen und Durchsagen im Radio soll es geben.

Damit sind auch dann nahezu alle Kanäle genutzt, die öffentlichen Stellen zur Verfügung stehen, um die Menschen im Land auf eine Gefahr aufmerksam zu machen. Dass die Sirenen funktionieren, wird ohnehin in Halver einmal im Monat getestet, jeweils an einem Samstag um 12 Uhr.

Vier Signale

Heute stehen noch vier Signale zur Verfügung, mit denen die Menschen auf Gefahren hingewiesen werden können beziehungsweise mit denen mitgeteilt wird, dass die Gefahr vorüber ist – oder mit denen Wehrleute in die Gerätehäuser gerufen werden. Warnung bei Gefahren: Ein auf- und abschwellender Dauerton. Erklingt dieser, sollten Radios eingeschaltet und auf Lautsprecherdurchsagen geachtet werden.

  • Entwarnung: Dauerton.
  • Probealarm: Eine Kombination aus den Tönen Entwarnung, Warnung und Entwarnung.
  • Alarmierung der Feuerwehr: Ein zweimal unterbrochener Dauerton.

Die lang anhaltenden, hohen Temperaturen machen nicht nur uns Menschen zu schaffen, auch Tiere und Pflanzen leiden darunter.

Während Haustiere und Garten von Ihren Besitzern versorgt werden kümmert sich der Baubetriebshof der Stadt Halver um die Pflanzen in der Stadt. Da bei der Menge an Bäumen und Sträuchern jedoch deren Möglichkeiten irgendwann erschöpft sind wurde von der Stadt Halver beschlossen, dass die Feuerwehr hier unterstützend tätig werden soll.

Am Mittwochabend wurde durch den Löschzug Stadtmitte mit drei Einsatzkräften und dem Tanklöschfahrzeug TLF4000 die Bäume rund um das Rathaus sowie ein Großteil der Hagener Straße bewässert.

„Wichtig ist es, nicht alles Wasser auf einen Fleck zu kippen, sondern es gut zu verteilen“ gab ein Bauhofmitarbeiter wertvolle Tipps, „sonst kann der Boden das alles auf einmal nicht aufnehmen und es läuft einfach über die Straße in die Kanalisation.“

Doch nicht nur die Bäume sondern auch der ein oder andere Bewohner Halvers freute sich über die Abkühlung und ließ sich einmal mit dem Wasserstrahl „gießen“.

Einsätze wie dieser gehören zwar laut dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) des Landes NRW nicht zu den eigentlichen Aufgaben einer Feuerwehr, „das Feuerwehren immer mal wieder darüber hinaus helfen, ist ein normaler Prozess“ erklärt Christoph Schöneborn, Landesgeschäftsführer des Verbandes der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen. Auch in Aachen, Wuppertal und Düsseldorf zum Beispiel ist die Feuerwehr im Laufe der Woche zu Einsätzen dieser Art ausgerückt.

Nach etwa 3,5 Stunden und 15.000 Litern Wasser hieß es für die Feuerwehrleute noch Fahrzeug wieder fertig machen, bevor es endlich nach Hause ging.

 

 

 

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Waldbrandgefahr auch in Halver

Die Feuergefahr in den Wäldern in NRW ist hoch – auch in Halver. Doch die Freiwillige Feuerwehr ist gut vorbereitet.
© dpa

Halver - Der Waldbrand in Altena hat es gezeigt – die Feuergefahr in den Wäldern in NRW ist nach wie vor hoch. Das gilt auch für Halver.

„Die Waldbrandgefahr ist ähnlich hoch wie in Altena“, sagt Michael Keil, Pressesprecher der Feuerwehr Halver. „Durch die lange Trockenperiode ist es naheliegend, dass auch hier etwas passieren kann“, erklärt Michael Keil weiter. Streckenweise habe es etwas geregnet, sodass die Gefahr etwas geringer geworden sei. 

 

Auf dem Waldbrandgefahrenindex sei man nicht auf der allerhöchsten Stufe fünf, sondern bewege sich zwischen den Stufen drei und vier, schätzt der Feuerwehr-Sprecher. Laut aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes weisen die nächstgelegenen Messstationen in Lüdenscheid und Meinerzhagen die Stufe drei aus, in Teilen des Rheinlands gilt aktuell die Stufe vier auf dem Index. 

Keine besonderen Vorkehrungen

Besondere Vorkehrungen habe die Halveraner Feuerwehr noch nicht treffen müssen, stehe aber für den Ernstfall immer bereit. „Mit unseren Wasservorräten kommen wir klar“, sagt Michael Keil. „Die Löschwasserteiche sind zur Zeit gut gefüllt.“ 

 

Wäre die Waldbrandgefahr auf der höchsten Stufe, würde man zusätzliche Maßnahmen treffen, erklärt Michael Keil. Dann würde man zusätzliche Wasservorräte anlegen, etwa in Güllebehältern von Landwirten, oder Milchtransporter als zusätzliche Tankfahrzeuge nutzen. 

Derzeit sei die Löschwasserversorgung aber nicht gefährdet. Auch personell sei die Freiwillige Feuerwehr Halver gut aufgestellt – trotz der Ferienzeit. „In den Dienstplänen mussten wir nichts umstellen“, sagt Michael Keil. Die Urlaubszeiten der Kollegen habe man bei der Planung im Blick, um jederzeit mit ausreichend Kräften einsatzbereit zu sein. 

„In den einzelnen Löschzügen achten wir darauf, dass wir genug Personal vorhalten, damit wir die Einsatzstärke auch halten.“ Erhöhte Achtsamkeit nicht nur im Wald Wer sich in der Natur aufhalte, sollte angesichts der anhaltenden Trockenheit noch vorsichtiger sein als sonst.

"Offenes Feuer sollte man tunlichst vermeiden"

„Offenes Feuer sollte man tunlichst vermeiden“, sagt Michael Keil. Auch rauchen und grillen sollte man nicht, und das gelte nicht nur für Waldgebiete, sondern auch für Wiesen und abgeerntete Felder. „Das ist zur Zeit alles leicht entzündlich.“

Besondere Vorsicht gilt auch bei der Parkplatzsuche, insbesondere bei Fahrzeugen mit Katalysator. „Die sind so stark aufgeheizt, dass sie trockenen Untergrund, zum Beispiel Gras, in Brand setzen können.“ 

Um die Brandgefahr so gering wie möglich zu halten, sollten Spaziergänger noch wachsamer sein, denn weggeworfene Zigaretten sind nicht die einzige Gefahr, sonder auch anderer Abfall wie etwa Glas und Scherben. Das habe ohnehin nichts in der Natur verloren, aber schon aus Gründen der Brandvermeidung sollten im Wald entdeckte Scherben entfernt werden, rät Michael Keil. „Glasscherben wirken wie ein Brennglas und können ein Feuer entfachen.“

 

Bericht von Come-on.de

siehe Bericht auf come-on.de:

Nachwuchs-Retter bergen "Opfer" 

Im Sandlager des Bauzentrums Lieder, das sein Gelände für die Übung von Feuerwehr- und THW-Nachwuchs zur Verfügung gestellt hatte, musste eine verschüttete Person gesucht, gefunden und ausgegraben werden.
© THW Halver

Halver - Aller guten Dinge sind immer drei – im Frühsommer 2018 auch für den Nachwuchs von Freiwilliger Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) Halver. Nach zwei Übungen galt es jetzt, vermisste Personen zu finden und zu retten.

Benjamin Fernholz, Stadtjugendwart der Freiwilligen Feuerwehr, und Matthias Nagel, Betreuer der THW-Jugend, hatten für den Abend ein anspruchsvolles Szenario entworfen. Das weitläufige Material-Lager des Bauzentrums Lieder an der Märkischen Straße bot den optimalen Hintergrund.

 

Nach einer vermeintlichen Explosion war eine Person unter einem Container eingeklemmt, eine weitere im Sandhaufen-Bereich verschüttet, auf einer Dachboden-Empore lagen mutmaßlich weitere Verletzte. Rund 30 Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren sowie deren Betreuer gingen mit Elan und Sachverstand an die Lösung der jeweiligen, dem Alter angepassten, Aufgaben.

Neben Nutzung der Einsatzfahrzeuge-Gerätschaften war besonders bei der Suche nach der im Sand verschütteten Person auch Muskelkraft gefragt.

 

80 Kilogramm schwere Puppe als Opfer 

Zunächst einmal musste jedoch mit Peilstäben und Holzstielen erkundet werden, wo genau und in welcher Tiefe die immerhin gut 80 Kilogramm schwere Übungspuppe lag. Um ein Nachrutschen des riesigen Haufens zu verhindern, bauten die Nachwuchskräfte aus Paletten, Baustützen und Spanngurten eine Sicherungswand, ehe sie mit dem Wegschaufeln des Sandes beginnen konnten. „Gut zwei Tonnen Material haben wir dabei mindestens bewegt“, schätzte Benjamin Fernholz. 

Rettung mithilfe eines Spin-Boards

Wie mit Hilfe von Hebegeräten ein zentnerschwerer Eisencontainer hochgestemmt werden kann, um eine eingeklemmte Person zu befreien, übten ebenfalls organisationsübergreifend die Jungen und Mädchen der mittleren Altersgruppe. Beim Abtransport der Übungspuppe kam ein sogenanntes Spin-Board zum Einsatz. Diese Flachtrage aus massivem Plastik ermöglicht es im Ernstfall Rettungskräften, selbst Menschen mit schwersten Wirbelsäulen-Verletzungen schonend vom Unfallort in einen Krankenwagen oder zur Weiterbehandlung zu bringen. 

Die jüngsten Helfer wiederum bauten zwischen Hallenboden und Lagerempore aus Leiter-Elementen eine „schiefe Ebene“, über die mittels Seilen ein Schleifkorb zum Abtransport von Verletzten nach oben gezogen sowie herabgelassen werden konnte. 

„Wir sind dem Unternehmen Lieder sehr, sehr dankbar, dass wir das Gelände nutzen durften“, freuten sich am Ende Benjamin Fernholz, Matthias Nagel und Björn Clever, der als stellvertretender Jugendleiter der Feuerwehr an der Übung teilgenommen hatte. Jetzt gelte es, die ausgezeichneten Leistungen sowie die gute Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen noch weiter auszubauen.

Der Löschzug Buschhausen lädt auch in diesem Jahr wieder zu
seinem Tag der offenen Tür ein:

Feuerwehr Plakat Tag der offenen Tür

vatertag

Kreisleistungsnachweis der Feuerwehr in Halver

© Schliek

Halver/Märkischer Kreis -Gut aufgestellt, schnell und bürgernah präsentierten sich am Samstag die Feuerwehren aus dem Märkischen Kreis beim Leistungswettbewerb in der Halveraner Innenstadt.

Zwei Wettkampfstrecken auf Frankfurter- und der Bahnhofstraße, der Sparkassenplatz als Bühne für Siegerehrung und Musik und der Busbahnhof als Servicebereich mit Schnellimbiss und Getränkewagen – Publikum und Aktive waren bei der gastgebenden Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Halver bestens aufgehoben. 

 

Die örtlichen Blauröcke mussten am Samstagmorgen ganz früh raus. Nach dem Aufbau der Wettkampfstätten starteten viele der Halveraner Wehrleute schon ab 7.30 Uhr beim Kreisleistungsnachweis. Anschließend hatten sie Zeit, sich vorbildlich um die vielen anderen Blauröcke und eine große Zahl interessierter Zuschauer zu kümmern. 

Das Geschehen war über den ganzen Tag verteilt. Die Wehren reisten passend zu ihrer Startzeit an. Damit standen im abgesperrten Innenstadtbereich immer genug Parkplätze für die vielen Feuerwehrwagen bereit. Die Staffeln und Gruppen meldeten sich am Loswagen. Erst dort wurde jedem Einzelnen seine Aufgabe auf der Wettkampfbahn zugeteilt. Nur die Führungskraft und der Maschinist waren gesetzt. 

 

Kreisleistungsnachweis der Feuerwehr in Halver

Diese Aufgabenverlosung so kurz vor dem Start setzt einen guten Ausbildungsstand voraus, denn jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann muss auf alle anfallenden Aufgaben vorbereitet sein. Genau darum geht es bei der Veranstaltung. Der Feuerwehrverband und der Kreisbrandmeister sehen den jährlichen Wettbewerb als Höhepunkt und Bestätigung einer intensiven Ausbildung. 

Im Mittelpunkt stehen die Kenntnis der Feuerwehr-Dienstvorschriften, die Schnelligkeit bei Brandbekämpfung oder technischer Hilfeleistung, die sichere Handhabung des Geräts, die Fitness und nicht zuletzt die Stärkung der Kameradschaft. Entsprechend souverän meisterten die Wehrleute am Samstag die gestellten Aufgaben. Der Einsatzwagen wurde vorn auf der Bahn in Position gebracht. Die Führungskraft nahm den Einsatzbefehl vom Schiedsrichterteam entgegen und gab ihn an die hinter dem Fahrzeug angetretenen Wehrleute weiter. 

Löschangriffe auf Zeit 

Schnell und fachgerecht wurden dann Schläuche, Rauchverschluss oder Beil vom Fahrzeug genommen. Während die Schläuche über die Straße rollten, kümmerte sich der Maschinist bereits um die Wasserversorgung aus dem Hydranten oder dem extra aufgestellten Wasserbehälter.

Derweil rückten zwei Wehrleute in Richtung einer Tür vor und brachten den Rauchverschluss an. Sie prüften den Zustand der Tür und des dahinter liegenden Raumes und konnten danach das mitgeführte C-Rohr auf eine Metallplatte richten. Sobald die unter dem Wasserdruck kippte, war das Ziel erreicht und die Zeit wurde gestoppt. 

Der Zeit für den Löschangriff werden die vom Schiedsrichterteam gelisteten Fehlerpunkte als Strafsekunden zugerechnet. Hinzu kommen die beim Hindernislauf erzielte Zeit, das Ergebnis beim Binden der Knoten und Stiche sowie das Resultat der schriftlichen Prüfung.

Alle Ergebnisse liefen zentral in der vom MK-Feuerwehrverband organisierten Schreibstube in der Lindenhofschule zusammen. Die Leitung dort lag beim Verbandsvorsitzenden Georg Würth, seinem Stellvertreter Karsten Runte und Geschäftsführer Markus Heuel. „Es dauert jetzt etwas, bis die genauen Ergebnisse vorliegen und der Sieger feststeht“, informierte Wehrleiter Stefan Czarkowski. Während der Veranstaltung wurden aber schon alle Gruppen und Staffeln von Kreisbrandmeister Michael Kling und seinen Stellvertretern Dieter Grefe und Jörg Döring für ihre Teilnahme geehrt. 

Spielmannszug und Auszeichnungen 

Für einige Feuerwehrleute gab es außerdem das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze, Silber oder Gold. Damit wurden ihre wiederholten Starts bei solchen Wettkämpfen gewürdigt. Der Feuerwehr-Spielmannszug aus Menden sorgte für die musikalische Begleitung. Dank eines Oldie-Teams der Halveraner Feuerwehr, das mit einem 56 Jahre alten Fahrzeug an den Start ging, war zusätzlich für Unterhaltung gesorgt. 

Die örtliche Wehrleitung, die Vertreter des Feuerwehrverbandes und der Kreisbrandmeister waren angesichts der gezeigten Leistungen und der guten Organisation mit dem Tag sehr zufrieden. Hinzu kam das Wetterglück. Bei strahlendem Sonnenschein bot die Veranstaltung einen eindrucksvollen Einblick die Leistungsfähigkeit der heimischen Feuerwehren.

Letzter Schliff für die Feuerwehr

Die Oldies liefern gegen 11 Uhr eine Showeinlage auf der Wettkampfstrecke. Dabei spielt auch ihr Einsatzfahrzeug, ein LF 16 TS aus dem Baujahr 1962. eine Hauptrolle. Der Leistungsnachweis soll auch den Zuschauern etwas bieten.
© Schliek

Halver - Einsatzbefehl empfangen, Gerät vom Wagen heben, blitzschnell die Schläuche in Richtung Brandherd ausrollen – schon ist die Gruppe im Einsatz. Wehrleiter Stefan Czarkowski und Löschzugführer Christoph Seibert schauen beim letzten Training in dieser Woche genau hin, denn die Gruppen und Staffeln der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Halver sollen sich am morgigen Samstag beim Kreisleistungsnachweis der Feuerwehren in Top-Form präsentieren.

Die Halveraner Teams gehören zu den ersten, die im Bereich Bahnhofstraße/Frankfurter Straße auf die Wettkampfstrecke gehen. Als Gastgeber für Hunderte Feuerwehrkollegen aus dem Märkischen Kreis müssen sie im Anschluss für logistische Aufgaben Zeit haben. Unterstützt werden sie dabei vom DRK Halver und vom THW-Ortsverband Halver. 

 

Bis in den Nachmittag hinein haben Besucher die Möglichkeit, die Wettkämpfe der Gruppen und Staffeln in der Innenstadt zu verfolgen. Sportlich wird es über den Tag im Rathauspark. Dort absolvieren die Teams in Form eines Hindernislaufs den leichtathletischen Teil des Wettkampfes. Die Theorie wird mittels eines Fragenkatalogs in der Lindenhofschule geprüft. Zwischen diesen Einsätzen müssen die Blauröcke noch ihr Können beim Legen von Knoten und Stichen beweisen. 

Parken: Im Ernstfall wird abgeschleppt 

Eine ganz große Bitte der Wehrleitung richtet sich an die Anlieger im Innenstadtbereich: Das Parken an Frankfurter- und Bahnhofstraße ist ab dem ganz frühen Morgen bis zum späten Nachmittag absolut nicht möglich. Das gilt auch für die Parkboxen. Fahrzeuge, die dort ab 5 Uhr noch stehen, werden auf Anweisung des Ordnungsamtes abgeschleppt. Bei den vielen Startern, die den ganzen Tag über in Einsatzfahrzeugen anrücken, wird es morgen in Halver für Besucher der Veranstaltung eng. Die Feuerwehr stellt daher Posten auf, die auf freie Parkplätze hinweisen. Die Verpflegung von Besuchern und Startern ist durch Getränke- und Imbisswagen auf dem Sparkassenplatz sowie weitere Angebote in direkter Nachbarschaft gesichert. Zusätzlich sind hier Musikbeiträge zu hören. Auch die Siegerehrungen finden auf dem Platz vor der Sparkasse statt. 

Ein unterhaltsamer Höhepunkt des Tages ist gegen 11 Uhr die Showeinlage einer historischen Gruppe aus den Reihen der Halveraner Feuerwehr. Die Oldies treten in alten Uniformen an und bringen ein 56 Jahre altes Löschfahrzeug zum Einsatz. Damit starten sie auf der Wettkampfstrecke und zeigen den jungen Kameraden, was sie noch so drauf haben.

Come-on.de

Feuerwehr holt den Wettkampf in die Stadt

Auch der Einzelhandel macht mit. Alisa Kannapin vom Stadtmarketing Halver und Feuerwehrchef Stefan Czarkowski machen aufmerksam auf das Großereignis am kommenden Samstag.
© Hesse

Halver - Frankfurter- und Bahnhofstraße werden zu Wettkampfbahnen. Die Innenstadt wird autofrei und voll gesperrt. Busse werden umgeleitet, und 800 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreisgebiet mit ihren Fahrzeugen beherrschen das Stadtbild.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte richtet die Feuerwehr Halver am kommenden Samstag den Kreisleistungsnachweis aus. Was die Bürger in Halver zu sehen bekommen, welcher Aufwand dahinter steckt – darüber sprach Feuerwehrchef Stefan Czarkowski mit dem Allgemeinen Anzeiger. Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick:

 

Was bekommen die Halveraner Bürger und die auswärtigen Gäste zu sehen? 

Es wird über die Innenstadt verteilt vier Wettkampfstationen geben: Ein theoretischer Teil in den Räumen der Lindenhofschule, ein sportlicher Teil mit 400-Meter-Hindernislauf im Rathauspark an der Thomasstraße. 

 

Auf der Frankfurter Straße und der Bahnhofstraße werden Wettkampfbahnen eingerichtet, auf denen realistische Löschangriffe auf Zeit vorgetragen und von Schiedsrichtern bewertet werden. Die Wettbewerbe sind frei zugänglich und sollen die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren aus dem Kreisgebiet aufzeigen.

Sind die Geschäfte geöffnet? 

Ja. Alle Geschäfte haben die Türen geöffnet. Eine ganze Reihe von Läden an der Frankfurter- und an der Bahnhofstraße sogar länger als sonst, dann bis 16 Uhr. Weitere Attraktion werden Imbiss- und Getränkestände im Bereich des Busbahnhofs an der Sparkasse sein. 

Das Tortenatelier stellt eine mobile Espressobar bereit und wird zum Bestandteil des Caterings für die Feuerwehrkräfte und die Bürgerinnen und Bürger. Auf dem Sparkassenvorplatz wird eine Bühne aufgebaut, auf der immer wieder Spielmannszüge aufspielen werden. 

Wann geht es los? 

Start des Kreisleistungsnachweises ist um 7.30 Uhr am Samstagmorgen, das Ende je nach Ablauf etwa zwischen 17 und 18 Uhr vorgesehen. Die Einheiten aus dem Kreisgebiet fahren dabei nicht zugleich morgens an, sondern über den Tag verteilt. 

Worauf müssen sich Anwohner der Innenstadt und Kunden einstellen? 

Vom Freitagabend bis zum Samstag voraussichtlich um 23 Uhr ist die Innenstadt autofrei. Anwohner müssen ihre Fahrzeuge andernorts abstellen, um Platz für die Fahrzeuge der Feuerwehr zu schaffen. Die Gehwege bleiben frei für Fußgänger zum Zuschauen und zum Bummeln. Auch der Parkplatz des Kulturbahnhofs wird benötigt. Die Busse der MVG fahren die gewohnten Umleitungen. 

Wo und was wird gesperrt? 

„Dicht“ ist die Thomasstraße ab Rathaus, die Frankfurter Straße ab Höhe der Polizeiwache und auf der anderen Seite ab Jugendheimstraße, außerdem die Schulstraße ab Einmündung Mittelstraße und ebenso die Bahnhofstraße. Dort ist auf der anderen Seite in Höhe der Fahrschule Szallnaß Schluss. 

Welche Parkplätze stehen noch zur Verfügung? 

Die Stellplätze am Fachmarktzentrum, am Rewe-Markt, am Jugendheimplatz und an der vorderen Frankfurter Straße bis Jugendheimstraße sind von den Sperrungen nicht berührt. 

Warum findet der Wettkampf nicht außerhalb statt? 

In der Überlegung standen auch Flächen beispielsweise in Ostendorf, Ehringhausen oder an der Karlshöhe. Ziel ist es aber, den Bürgern Leistungen zu zeigen, die sie sonst in aller Regel nicht zu sehen bekommen – und auch, die ehrenamtliche Feuerwehr in den Blick zu rücken. 

Wie ist an diesem Tag die Sicherheitslage in Halver?

Die Grundsicherung wird gewährleistet durch einen Zug. Darüber hinaus ist sie sichergestellt durch die überörtliche Hilfe aus Nachbarkommunen. Alle 180 aktiven Feuerwehrleute, 30 Jugendfeuerwehrleute, das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz sind eng organisatorisch eingebunden. 

„Das ist wie ein Großeinsatz“, sagt Stefan Czarkowski, „und eine enorme Zusatzbelastung für die Kameraden.“ Mit dem Abbau der Anlagen und der Peripherie endet der Samstag voraussichtlich kaum vor 23 Uhr. In der Nacht zum Samstag wird die Innenstadt bewacht. 

Welche Feuerwehren aus dem Märkischen Kreis nehmen daran teil? 

Alle. „Die Veranstaltung ist überall gesetzt“, so der Wehrleiter. Die Ausrichtung erfolgt in der Regel im Wechsel. Für Halver ist es Premiere.

Spektakuläres Programm bei der Feuerwehr

Bericht von Come-on.de

© Salzmann

Halver - Ein Riesenprogramm mit spektakulären Übungen, einem attraktiven Kinderprogramm, reichlich Information und einer sehenswerten Ausstellung amerikanischer Einsatzfahrzeuge stellte die Feuerwehr Halver am gestrigen Sonntag bei ihrem Tag der offenen Tür im und am Gerätehaus des Löschzugs Stadtmitte an der Thomasstraße auf die Beine.

Weithin sichtbar wies der (fast) ausgefahrene Teleskopmast der Hubrettungsbühne auf die Veranstaltung hin. Bei herrlichem Frühlingswetter, Sonne und angenehm warmen Temperaturen entwickelte sich die Veranstaltung zum Besuchermagneten. 

 

Alle Hände voll zu tun hatten die 60 Ehrenamtlichen um Löschzugführer Christoph Seibert, die am Sonntag von ihren Familienangehörigen und der Jugendfeuerwehr tatkräftige Unterstützung erhielten, die Veranstaltung zu stemmen. Nachbarn, Freunde, Bekannte, Interessierte und sehr viele Familien mit Kindern schauten vorbei, um bei der Feuerwehr einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Auch befreundete Feuerwehren – darunter Einheiten aus Kierspe, Winkeln, Schalksmühle und Oberbrügge-Ehringhausen – schauten beim Tag der offenen Tür vorbei. 

Oma Ernas Küche brennt 

Spektakulär geriet vor allem der inszenierte Fettbrand in „Oma Erna’s Küche“, den der Löschzug realistisch nachstellte. Binnen kürzester Zeit brannte die eigens mit einer alten Einbauküche vom Werkhof, Wänden, Fenstern und Türen nachgebaute Küche lichterloh. Für die (hölzerne) Oma Erna, die den Brand verursacht hatte, kam jede Hilfe zu spät. Wie ein Kartenhaus stürzte ihr Holzhaus zusammen. 

 

Unterstützt wurde die Einheit, die den Einsatz vom Absetzen des Notrufs über das Ausrücken in aller Eile bis zur Brandbekämpfung authentisch nachstellte, vom DRK. Auch die Übung der Jugendfeuerwehr, die zuvor die Rettung einer gefährdeten Person nach einem Chemieunfall demonstrierte, funktionierte reibungslos. Die giftgrüne, „brennbare“ Flüssigkeit, die aus einer undichten Tonne austrat, stopften die Jugendlichen mit geübten Handgriffen. 

Erstmals zu sehen beim Tag der offenen Tür war der neue Einsatzleitwagen des Löschzugs mit modernster Funk- und Einsatztechnik. Auch an allen anderen Fahrzeugen standen Ehrenamtliche parat, um Ausrüstung und Ausstattung zu erläutern. Autofans bekamen bei der kleinen Ausstellung alter und neuerer US-Einsatzfahrzeuge leuchtende Augen. Vom Dodge D350 Fire Truck, einem ehemaligen Fahrzeug der US Air Force in Italien, bis zum Chicago Fire Department Rettungswagen und einem Paramedics-Motorrad als Rarität reichte der imposante Blick über den Zaun. 

Fire Truck und Hüpfburg 

Für die kleinen Besucher gab’s eine Hüpfburg zum Herumtollen, einen Bobbycar-Parcours aus Schläuchen sowie Spiel und Spaß mit ferngesteuerten Feuerwehrautos. Sehenswert war die Playmobil-Feuerwehr-Ausstellung. Brandschutzerziehung war gleichermaßen für Kinder wie Erwachsene lehrreich und interessant. Aufgestellte Tische und Stühle im Gerätehaus luden zum gemütlichen Verweilen ein. Bei Fritten, Steaks und Würstchen vom Grill sowie einer Vielzahl von Kuchen und Torten, Waffeln und Zuckerwatte blieb daheim die Küche kalt.

siehe Bericht auf come-on.de:

Beleidigung gegen Feuerwehrleute

© dpa-avis

Halver - Gerade einmal einen Tag nach dem ganztägigen Einsatz der Feuerwehr Halver gegen die Auswirkungen des Orkantiefs „Friederike“ hat es ein Pkw-Fahrer geschafft, sich am Freitagabend eine Anzeige wegen Beleidigung von Einsatzkräften einzuhandeln.

Ob es bei dem Vorgang möglicherweise auch um eine Behinderung von Kräften im Einsatz geht, dürfte einer späteren juristischen Bewertung unterliegen. Einfach gefallen lassen wollen sich die Mitglieder des Löschzugs den Vorgang nicht. 

 

Was war passiert? Die Kräfte waren zu einer Ölspur gerufen worden, bereits der zweiten an jenem Freitagnachmittag. Die Ölspur erstreckte sich die Südstraße ab dem neuen Kreisel hinauf, von Kreisel Tannenweg hinauf über die Kreuzung zum Oesterberg hinweg, hinauf bis zum Wendehammer. 

„Es ging um 300 Meter, zum Teil über die gesamte Straßenbreite“, schildert Einsatzleiter Nils Hermann das Geschehen. Dafür hatte man die Straße gesperrt. In der einsetzenden Dämmerung musste Bindemittel aufgebracht und wieder eingesammelt werden. Für Feuerwehrchef Stefan Czarkowski eine Selbstverständlichkeit. „Die Leute müssen auf Eigensicherung achten. Es wird händisch gearbeitet. Da können keine Fahrzeuge dazwischen durchfahren“, sagt Czarkowski eindeutig. 

 

Das sah ein Pkw-Fahrer an der Straße Oesterberg, offenbar Anwohner in der Nachbarschaft der Öl-Havarie, aber völlig anders. Er werde trotz Sperrung über die Südstraße nach Hause fahren. Originalton laut Erinnerung der Wehrleute: „Ihr entschärft hier keine Bombe. Das ist nur eine Ölspur.“ 

Am Ende entschied er sich doch anders. Er wendete und fuhr bis zum neuen Kreisverkehr Tannenweg / Südstraße, wo er zunächst in der Baustellenzufahrt hielt, um vor den Feuerwehrleute weiterzufluchen, dann, um langsam abzufahren – mit ausgestreckten Mittelfinger in Richtung der Einsatzkräfte. 

Mit Interesse hat dies auch eine Mitarbeiterin des Ordnungsamts registriert. Die Feuerwehrleute werden sie als Zeugin benennen, wenn es darum geht, den Vorfall aufzuarbeiten. Denn in dieser Form passierten solche Angriffe in Halver sonst nicht. „Das hat uns alle gewundert“, sagt Hermann. Natürlich gebe es bei Einsätzen auch Nachfragen, etwa, wie lange es wohl dauert. „Wir erklären das, und dann ist das meist auch gut.“ Die Bürger hätten in aller Regel Verständnis. 

Für das Verhalten des Autofahrers haben die Mitglieder des betroffenen Löschzuges das aber nicht. „Wir machen das alles freiwillig“, argumentiert Hermann. Es sei der zweite Einsatz an diesem Nachmittag gewesen, nach der Arbeit. Die meisten hätten noch nicht einmal die Zeit gefunden, etwas nach der Arbeit zu essen. „Und wir sperren keine Straße aus Spaß.“

Feuerwehr-Bilanz nach "Friederike"

Totholz im Kronenbereich an der Frankfurter Straße. Knapp eine Viertelstunde dauerte es, Baum und Ast herauszuschneiden, dann konnte der Verkehr auf der Landesstraße wieder rollen.
© Hesse

Halver - Ein durchweg positives Fazit zieht Michael Keil, Pressebeauftragter der Feuerwehr Halver, nach dem strapaziösen Sturmtag am Donnerstag.

„Das lief im Prinzip sehr routiniert“, sagt Keil im Nachgang. Das Herangehen an die Einsätze einschließlich der Koordinierung der Einsätze, die der Märkische Kreis an die Feuerwehr vor Ort delegiert hatte, habe reibungslos funktioniert. 

 

Die Leitstelle Halver, der sogenannte Meldekopf, befand sich dabei nicht in der Wache, sondern im neuen Einsatzleitwagen. Vier Kanäle waren in dem Fahrzeug geschaltet mit zwei Feuerwehrleuten, die sich die Koordination teilten. Die Führungskräfte, ebenfalls mit Plätzen im Fahrzeug, waren damit stets auf dem Stand der Dinge

Eigensicherung genießt Priorität

Eine Lehre aus dem Jahrhundertsturm Kyrill vor elf Jahren wurde ebenfalls beherzigt: Eigensicherung genießt Priorität. Das war beispielsweise im Bereich Bommert der Fall, genau an der Ortslage Brocksiepen, wo die Kräfte des Löschzugs die Gefahrenstelle zwar sicherten, selbst aber aus dem gefährlich schwankenden Bestand herausblieben, wie Keil sagt.

 

Ähnlich verhielt es sich in der Innenstadt, wo man einen gefallenen Baum an der Tauberstraße zwar absperrte, aber nicht im Starkwind unter Gefahrbäumen arbeitete. 

Die Einsatzorte im Überblick:

  • Kreisch 
  • Frankfurter Straße 99 
  • Löhrmühle 2  
  • Hürxtal 
  • Bergfeld 
  • Tauberstraße 
  • Schneehohl 
  • Kückelhausen 
  • Steinbach 
  • Vömmelbach 
  • K.-Heinz-Volkenrath-Str. 
  • Schmidtsiepen 3 
  • Nähe Hagebücherhöh 
  • Anschlag Niederhövel 
  • Markstraße 1 
  • Beverstraße 
  • L 528 Hürxtal 
  • Ortsausgang Anschlag 
  • Oberbommert/Giersiepen 
  • Auf der Mark 
  • Holte Ahe 
  • Brocksiepen 
  • L 528 Karlshöhe 
  • Ahe 
  • Langenscheid 
  • Sticht