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Darum macht die Feuerwehr Halver einen Quantensprung

Halver - Der Begriff „Quantensprung“ fiel gleich mehrfach. Am Donnerstagabend rollte das neue Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr Halver auf den Hof des Löschzuges Stadtmitte.

 

Mit allem, was Horn und Leuchten hergaben , begrüßte der Fahrzeugpark das neue Mitglied in seiner Mitte. Was demnächst bei größeren Einsätzen in Halver rollt, erschließt sich dem Nichtfachmann auf den ersten Blick kaum. In Haren im Emsland wurde das Sonderfahrzeug gebaut. Einen Tag lang wurden die Feuerwehrleute dort auf dem Mercedes-Transporter geschult, der mehr als doppelt so groß und schwer ist wie der Vorgänger, ein 16 Jahre alter Lieferwagen, Mercedes V-Klasse. Geballte Ladung Kommunikation Jetzt geht es um fünf Tonnen geballte Technik, mit denen die Halveraner Wehr für mehr Sicherheit der Bürger sorgen will.

Und nicht zuletzt gehe es auch um die Sicherheit der Einsatzkräfte, erläutert Michael Keil, zuständig für Information und Kommunikation. Genau um dieses Thema geht es auf den Arbeitsplätzen, die der Fünf-Tonner bietet. Wegweisend ist das Funk und Kommunikationssysten mit zwei eigenen Arbeitsplätzen und vier Bildschirmen im Heck des Wagens, von dem aus der Einsatz auf allen Kanälen koordiniert wird. Auch die anderen eingesetzten Kräfte wie DRK und THW sind dabei permanent vernetzt mit dem „ELW 1“, wie er offiziell heißt. Was, wann und passiert, ist Thema für die Runde der Entscheider, die im vorderen Teil Zugriff auf einen weiteren Monitor und alle Entwicklungen und Ergebnisse hat. Was muss an Kräften nachgeführt werden, wer macht gerade was – die Vernetzung in dieser Form sei vorher nicht leistbar gewesen, erläutert Keil die neue Feuerwehr-Welt. Die vier Sprechstellen haben eine Schnittstelle. Das dient der Dokumentation und erübrigt im Ernstfall erneute Rückfragen. Kurz zurückgespult und nachgehört – so werden Missverständnisse ausgeschlossen und wertvolle Zeit gespart. Die High-Tech-Ausrüstung soll auch in anderen Problemlagen helfen.

Das Fahrzeug ist mit zwei LTE- und einem WLAN-Modul vernetzt. Die doppelte Vernetzung bietet Reserven und ist deshalb redundant ausgelegt, um bei einem nicht mehr vorhandenen Funknetz weiter handlungsfähig zu bleiben. Und damit entfällt auch der Zugriff auf Ordner, die früher durchgeblättert werden mussten, wenn man schwierige Lagen traf. „Die Einsatzkräfte sehen jetzt auf dem Monitor, wo Löschwasser verfügbar ist, wo Brandlasten liegen und Rettungswege verlaufen“, sagt der IuK-Beauftragte. Dank zur Schlüsselübergabe 150 000 Euro hat die Stadt Halver damit in die Sicherheit ihrer Bürger investiert. Daran erinnerte Bürgermeister Michael Brosch bei der Schlüsselübergabe an den Führer des Löschzugs 1 (Stadtmitte) und Feuerwehrchef Stephan Czarkowski. Die Übergabe verband er mit dem Dank für die geleistete Arbeit und dem Wunsch, dass das neue Werkzeug möglichst lange und ungenutzt zumindest bis ins nächste Jahr in der Halle stehen bleiben sollte. Die versammelte Wehr nahm’s schmunzelnd zur Kenntnis: Jeder in der Halle erinnerte sich an den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag 2016, als alle Mann in der Nachbarstadt Lüdenscheid gegen den Galvanik-Brand in der Lösenbach gekämpft hatten.

Heizdecke kann tödliche Falle werden
Dr. Joachim Festl gibt beim Ü60-Kreis Tipps zur Vorbeugung und zum Verhalten bei Bränden

Link zum Zeitungsartikel (pdf)

siehe Bericht von come-on.de:

Nachwuchsfeuerwehren erfolgreich

© Helmecke

Meinerzhagen - Kurz nach 14 Uhr ging am Samstag der Alarm raus. Rund 15 Minuten später wimmelte es auf dem Gelände der Firma Voswinkel in Neugrünenthal in Meinerzhagen bereits von Feuerwehrkräften und Fahrzeugen. Allerdings waren dabei die Mitglieder der „Erwachsenenwehr“ deutlich in der Unterzahl.

Gut 30 von ihnen unterstützten lediglich den Ablauf der von Birger Schmidt, dem Leiter der Meinerzhagener Jugendfeuerwehr, ausgearbeiteten Abschlussübung. Zu der Übung wiederum waren auch die Nachwuchswehrleute aus Herscheid und Halver angerückt. 

 

Mehr als 70 Jugendfeuerwehrleute waren es insgesamt, die am Einsatzort ihre Arbeit verrichteten. Da galt es zu Beginn, eine unklare Rauchentwicklung in einem der Betriebsgebäude zu erkunden. Schnell erkannten die jungen Brandbekämpfer: Es brennt und es muss schnell gehandelt werden. Während sich einige Kräfte um den Aufbau einer Löschwasserversorgung kümmerten, begannen andere bereits mit dem in den Tanks der Feuerwehrfahrzeuge vorhandenen Wasser einen Löschangriff vorzunehmen. 

Übung der Jugendfeuerwehren in Meinerzhagen

 

Eine Vielzahl von Schläuchen sorgte dafür, dass an mehreren Stellen des Einsatzortes zeitgleich "angegriffen" wurde. Und auch von oben gab es durch den Einsatz der Drehleiter beim Löschen Unterstützung. Bei der Erkundung des Brandherdes durch Einsatztrupps unter Atemschutz fanden die Einsatzkräfte noch „rechtzeitig“ mehrere Verletzte. Deren Bergung und die anschließende Versorgung erfolgte routiniert und erfolgreich. 

Im zweiwöchigen Turnus treffen sich die Meinerzhagener Jugendfeuerwehrleute. In der „offenen Jahreszeit“ stehen die Außeneinsätze an ständig wechselnden Orten im Stadtgebiet an. Die Winterzeit dient dann der Vertiefung der Theorie. Immer auf dem Übungsplan steht eines: die Kameradschaft. 

Deutlich war das am Samstag zu erkennen. Da half dann so mancher „ältere“ Jugendfeuerwehrmann seinem jüngeren Mitstreiter, wenn es nötig war.

siehe Bericht auf come-on.de:

Halveraner Jugendfeuerwehr blickt auf 45 Jahre Erfolgsgeschichte

© Othlinghaus

Halver - Vor 45 Jahren wurde die Jugendfeuerwehr Halver gegründet. Dieser Geburtstag wurde mit einem Festakt in der Aula der Firma Turck nun in gebührendem Rahmen gefeiert. Der Leiter der Jugendfeuerwehr, Benjamin Fernholz, und sein Stellvertreter Björn Clever begrüßten zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Michael Brosch.

 Im Anschluss an die Ansprache des Leiters der Feuerwehr Halver, Stefan Czarkowski, der die Jugendfeuerwehr als wichtige Instanz zur Rekrutierung des Nachwuchses lobte, gab Ehrenstadtbrandmeister Ernst-Adolf Plate einen kurzen Rückblick auf die Erfolgsgeschichte der Jugendfeuerwehr. Bereits im Jahre 1971 plagten die Feuerwehr Nachwuchssorgen, weshalb Plate die Gründung gemeinsam mit den anderen damals Verantwortlichen beschloss.

 

 „Am 23. August 1972 standen dann 28 Jugendliche vor dem Feuerwehrgerätehaus in Halver und wollten mitmachen“, erinnerte sich Plate. Zunächst habe bei den Jugendlichen allerdings ein Ausrüstungsnotstand geherrscht, was sich natürlich heute geändert habe. Im Anschluss legte Plate noch einige Gedanken zur aktuellen Lage der Feuerwehr Halver nach. Die Personalstärke sei derzeit noch stabil. Die aktive Feuerwehr verfüge derzeit über 165 Mitglieder, von denen 100 zuvor in der Jugendfeuerwehr waren. An den Nachwuchs müsse nach wie vor immer gedacht werden. „Jeder, der gewisse Voraussetzungen erfüllt, ist bei der Freiwilligen Feuerwehr herzlich willkommen“, betonte der Ehrenstadtbrandmeister. 

Seinen Dank richtete er an Bürgermeister Michael Brosch, der für eine gute Ausstattung der Wehr sorge. Die Freiwillige Feuerwehr lobte Ernst-Adolf Plate als die „älteste, schönste und beste Bürgerinitiative, die es gibt.“ Michael Brosch bezeichnete die Jugendlichen im Anschluss als die Zukunft der Wehr und versprach, sich dafür einzusetzen, dass die Freiwillige Feuerwehr künftig nicht mehr ihre Zeit mit belanglosen Aufgaben wie der Beseitigung von Ölspuren verbringen müsse. „Der Dienst am Menschen ist bei dieser Tätigkeit am wichtigsten“, erklärte Brosch, und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass möglichst alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr auch in der aktiven Wehr ankommen.

 Nach seiner Ansprache überreichte Brosch dem Leiter der Jugendfeuerwehr eine finanzielle Zuwendung der Stadt. Während des offiziellen Teils und beim gemeinsamen Abendessen lief eine Bildpräsentation, die die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr zeigte. Auch Fernholz und Clever brachten den Gästen die Aktivitäten noch einmal näher. Besonders hervorgehoben wurde eine Kooperation mit dem Anne-Frank Gymnasium.

siehe Bericht auf come-on.de:

Spende

Flutbox für Halveraner Feuerwehr

Thomas Gehring (Stadt Halver), Peter Thissen (Provinzial), Thorsten Wingenbach (Wehrleitung) und Christoph Seibert (Löschzug 1) bei der Übergabe der Flutbox.
© Klaus Schliek

Halver - Kräftige Gewitter, wie zuletzt in der vergangenen Woche, können schnell ganze Straßenzüge unter Wasser setzen. In solchen Fällen hilft die Flutbox.

Provinzial-Geschäftsstellenleiter Peter Thissen überreichte solch eine Box am vergangenen Donnerstag im Feuerwehrgerätehaus an der Thomasstraße an Fachbereichsleiter Thomas Gehring von der Stadt Halver. Gehring gab das Soforthilfe-Set zum Entwässern von Kellern oder Souterrain-Wohnungen gleich an Thorsten Wingenbach, stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Halver, und an Christoph Seibert, Löschzugführer des Löschzuges 1/Stadtmitte weiter. 

 

Zur handlichen Flutbox gehört eine leistungsstarke Pumpe, die fest verankert und geschützt vor Verschlammung in einem Tragekorb steht. Versehen mit einem zwölf Meter langen Schlauch ist die Pumpe in der Lage, bis zu 50 Badewannenfüllungen Wasser pro Stunde zu befördern. 

Menschen unterschätzen Risiko 

„Wir freuen uns, dass mit der Übergabe der Flutbox der Schutz vor Elementargefahren verbessert wird“, erklärte der stellvertretende Feuerwehrleiter Thorsten Wingenbach. „Trotz zunehmender Gefahr unterschätzen nach einer Umfrage die meisten Menschen das Risiko, selbst Opfer von Extremwetter zu werden“, ergänzte Provinzial-Vertreter Peter Thissen. 

Er appellierte an die Bürger, mehr für die Eigenvorsorge zu tun. Diesen Aufruf unterstützen das Land Nordrhein-Westfalen, die Verbraucherzentrale NRW und die Versicherungswirtschaft, die eine entsprechende Aufklärungskampagne gestartet haben.

Bericht auf come-on.de:

Bericht auf Come-on.de:

Rettungspunkte sollen in Halver für schnelle Hilfe sorgen 

Schliek

Halver - Ein gutes Rettungspunkt-System kann Leben retten. Das zeigte jüngst das schnelle Auffinden eines im dichten Schalksmühler Wald verunglückten Mountainbikefahrers. Astrid Becker, Geschäftsführerin der Fortbetriebsgemeinschaft, setzte sich daher für die Einführung einer solchen Maßnahme auf Halveraner Gebiet ein. 

In Ulrich Ackfeld, Reiner Clever, Friedhelm Nüsken und Leo Becker fand sie dabei tatkräftige Unterstützer. Nach gründlicher Planung und nicht zuletzt dank des großen Einsatzes der Feuerwehr gibt es jetzt in Wald und Flur die ersten 60 Rettungspunkt-Schilder. Weitere 60 sollen zeitnah folgen. Damit wäre das Ziel von zwei Rettungspunkten pro Quadratkilometer im Halveraner Stadtgebiet erreicht.

 

 „Wozu brauchen wir die Schilder? Es gibt doch Handys.“ Diesen Hinweis bekam Initiatorin Astrid Becker ab und an zu hören, nachdem sie mit der Planung begonnen hatte. „Die Ortung über Handysignale ist nicht immer zuverlässig möglich. Hinzu kommt, dass die genaue Ortsbeschreibung in der Stresssituation eines Notfalls häufig nicht gelingt“, erklärt die Halveranerin. Deshalb begrüßten alle Rettungsstellen den Einsatz der Schilder. Das Auffinden von Verletzten in der Fläche werde so erheblich erleichtert. Das bestätigt auch Förster Ulrich Ackfeld. Gerade Forstarbeiter seien bei Notfällen tief im Wald von den Rettern nur schwer zu finden. 

Da helfen die Rettungspunkte, denn jedes Schild ist mit einer Nummer gekennzeichnet, mit Koordinaten hinterlegt und bei der Kreisleitstelle eingespeichert. Schilder mit Nummern gekennzeichnet Fordert jemand über den Notruf 112 Hilfe an, genügt es, die auf dem Schild angegebene Kennzeichnung Halver mit der jeweiligen Nummer zu nennen. Auch Ortsunkundige können diese Person dann dank der Koordinaten finden.

 

Bürgermeister Michael Brosch würdigte beim Vorstellungstermin die Bedeutung des ehrenamtlich durchgeführten Projekts. Es trage zu deutlich mehr Sicherheit für Wanderer, Freizeitsportler und Waldarbeiter bei. Dank des sicheren Gefühls durch die Rettungspunkte könnten Besucher das Naturerlebnis in Halver jetzt ganz entspannt genießen. Möglich wurde der neue Service im Halveraner Gebiet durch die Unterstützung folgender Sponsoren: Verein Heesfelder Mühle, Sparkasse Lüdenscheid, Springtec Nüsken, Druckerei Müller und Weihnachtsbaumhof Tacke.

 Am Schluss äußerte Initiatorin Astrid Becker noch eine große Bitte: Bemerkt jemand, dass ein Rettungspunk beschädigt ist, sollte das sofort dem Bauhof der Stadt Halver gemeldet werden. Die entsprechende Telefonnummer findet sich ganz unten auf den neuen Schildern.

Französische Feuerwehrleute zu Gast in Halver

© Holz

Halver - Völkerverständigung auf besondere Art und Weise: Der Löschzug Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Halver hatte am Wochenende (26. bis 28. Mai) Besuch von sechs Amtskollegen aus der Halveraner Partnerstadt Hautmont in Frankreich. Neben einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm für die Gäste stand am Sonntag eine gemeinsame Großübung im Terminkalender.

Auf dem hinteren Teil des Geländes des Bauzentrums Lieder versammelten sich rund 50 Halveraner und die sechs Gäste aus Frankreich, die in gemischten Teams eine Personenrettung simulierten. Zwei kollidierte Fahrzeuge, eine schwer verletzte und eingeklemmte Person sowie ein Hochregal, das einzustürzen drohte: So lautete die Herausforderung an die Wehrleute, die die Situation gestern Morgen aber schnell in den Griff bekamen. Gemeinsam schnitten die Aktiven die Autos mit schwerem Gerät auf, so dass der zu bergenden Person rasch geholfen werden konnte.

 

„Die Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt“, sagte Christoph Seibert, Löschzugführer des Löschzugs Stadtmitte, und ergänzte: „Wir konnten uns bei der Abschlussbesprechung über Einzelheiten austauschen. So haben uns die französischen Kollegen erklärt, dass sie beim Aufbocken des Fahrzeugs Luftkissen verwendet hätten, während wir heute Holzklötze benutzt haben.“ Im Anschluss an die Übung auf dem Gelände des Bauzentrums folgte dann noch eine weitere Trainingseinheit: Die Halveraner demonstrierten ihren Kollegen die Druckluftschaumtechnik am Gerätehaus an der Thomasstraße.

Nach der Arbeit folgte das Vergnügen: Bei einer Feier im Gerätehaus ließen Halveraner und Franzosen das gemeinsame Wochenende ausklingen und Revue passieren. Gastgeber und Gäste tauschten Geschenke und Dankesworte aus und freuten sich auf eine Wiederholung des Programms.

 

Dieses hatte am Freitagnachmittag mit der Ankunft der sechsköpfigen Gruppe aus Hautmont begonnen: „Da gab es erstmal eine Bergische Kaffeetafel für unsere Gäste. Später haben wir dann bei mir im Garten gegrillt und ein Lagerfeuer entzündet“, berichtete Seibert. „Wir haben uns sogar das Rezept für die Waffeln geben lassen, weil sie so lecker geschmeckt haben“, sagte Patrick Bané von der französischen Feuerwehr.

Später zogen die Franzosen sogar noch weiter zum Bauernvogelschießen der Bauernschützen in Breckerfeld. Tags darauf stand ein Besuch im Freilichtmuseum in Hagen auf dem Programm, ehe sich die Gäste bei bestem Wetter im Waldfreibad Herpine vergnügten. Danach besuchte die französische Gruppe den Tag der offenen Tür beim Löschzug Oberbrügge und feierte im Anschluss mit ihren deutschen Kollegen in Halvers größtem Ortsteil. Die Kooperation der beiden Wehren besteht seit 42 Jahren. Aus Frankreich waren diesmal dabei: Stanislas Hermotin, Mickael Fontenelle, Thomas Dyson, Patrick Bané, Julien Serpillon und Flouran Boulet. Bericht von Come-on.de

Von der Vatertagsveranstaltung folgender Bericht des AA auf Come-on.de:

Feuerwehrfest in Oberbrügge wird zum Publikumsmagneten

Am Samstag geht die Feier bei der Feuerwehr Oberbrügge-Ehringhausen weiter.
© Othlinghaus

Oberbrügge - Nicht nur am Vatertag, auch am Samstag ist bei der Feuerwehr in Oberbrügge-Ehringhausen jede Menge los.

Am Vatertag gab es allerdings kein besonderes Programm, es wurde seitens des Veranstalters – dem Löschzug 2 – vielmehr auf das gemütliche Beisammensein sowie auf kulinarische Angebote gesetzt.

 

Ein Musikprogramm mit DJ Gerdi sowie eine umfangreiche Kinderbelustigung schon ab 15 Uhr steht traditionell erst am Samstag an. Dennoch konnte sich der stellvertretende Zugführer Jens Vohrmann und sein Team über mangelnde Besucherzahlen nicht beschweren, denn fast alle Vatertagswanderer, die im weiteren Umkreis unterwegs waren, nannten das Feuerwehrgerätehaus in Oberbrügge als eine wichtige Station ihrer Reise. 

Das Feuerwehrfest kam gut an.
© Othlinghaus

Früher, weiß Jens Vohrmann zu berichten, verfügte die Feuerwehr Oberbrügge-Ehringhausen über ein eigenes Festzelt im Ort, doch seitdem dieses nicht mehr verwendet werden konnte, finden die Feuerwehrfeste wieder rund um das Gerätehaus statt. Dieser Veranstaltungsort ist überaus beliebt. So trifft man zum Beispiel zahlreiche befreundete Feuerwehren, unter anderem die Feuerwehr Hülscheid, deren Mitglieder sich nach dem plattdeutschen Begriff „Schueräs“ benannt haben. 

 

Aber am Feuerwehrgerätehaus Oberbrügge trifft der Besucher sogar auf Menschen, die aus dem hohen Norden kommen, zum Beispiel Alina Hippke, die aus Hamburg angereist war. Mit ihrer Freundin Sophia Hasenberg war sie am Donnerstag auf dem Vatertagspicknick unterwegs und ließ sich, ebenso wie Sophia, gerne von Helmut „in großer Not“ ein Bier ausgeben. Levent Turgut organisiert dagegen jedes Jahr eine Vatertagswanderung mit ehemaligen Fußballern aus verschiedenen Halveraner Mannschaften. „Seit 15 Jahren treffen wir uns in Halver in einer Kneipe und wandern dann bis zum Feuerwehrpicknick in Oberbrügge“, erzählte Turgut. 

Beliebtes Ziel für vor allem auch junge Besucher war die Vatertagsfeier des Löschzugs Oberbrügge-Ehringhausen rund um das Feuerwehrgerätehaus in Oberbrügge.
© Othlinghaus

Lose für die große Tombola der Feuerwehr Oberbrügge-Ehringhausen konnten die Gäste bereits am Donnerstag erwerben. Zu gewinnen gibt es heute unter anderem einen Smart TV, eine Playstation 4 sowie ein viertägiger Leipzig-Urlaub. Das besondere an der Tombola: Die Losbesitzer brauchen bei der Verlosung nicht anwesend sein und können sich auch in den nächsten Wochen noch im Feuerwehrgerätehaus an jedem Mittwoch ab 19 Uhr vor Ort informieren, ob sie gewonnen haben. „Die Gewinne verfallen nicht, wenn man bei der Ziehung der Zahlen nicht anwesend ist“, betont der stellvertretende Zugführer Jens Vohrmann.

 

 

Zum Feuerwehrfest 2017 in Oberbrügge dieser Bericht des AA auf Come-on.de:

 

© Salzmann

 

Oberbrügge - „Wir haben für die Pik-Ass-Bude noch extra viele Wasserpistolen geholt.“ Mit Wasserpistolen als Preisen und bereitstehendem Wasser für eine zünftige Wasserschlacht reagierte der Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen der Freiwilligen Feuerwehr am Samstag bei seinem Familientag rund ums Gerätehaus auf die Hitze und zu erwartende Kinderwünsche nach Abkühlung.

Hier der Link zur Bilderstrecke des AA auf Come-on.de:

https://www.come-on.de/volmetal/halver/offenen-feuerwehr-halver-8203456.html

Bericht auf Come-one.de: Offene Türen bei der Wehr  

© Weber

Halver - „Tatü und tata“ – am Sonntag gab’s bei der Halveraner Feuerwehr ein großes Spektakel. Die Einsatzkräfte öffneten ihr Gerätehaus, um Hunderten Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit zu geben. Um zu zeigen, wer sie sind. Und was sie leisten. Ein Programm für Klein und Groß rundete den Tag der offenen Tür ab.

Wenn die heimische Wehr einlädt, dann steht eines fest: Da kommen viele. Sämtliche Feuerwehren aus den Nachbarstädten, Familien, Freunde – und jene, die sich einfach interessieren. Die einen Blick hinter die Kulissen werfen möchten.

 

Über diese Gäste freut sich Zugführer Christoph Seibert ganz besonders. Denn so entstehen Kontakte. So werden Vorurteile abgebaut. Das Image der „Feierwehr“, es hält sich. Dass die Einsatzkräfte alle ehrenamtlich arbeiten, dass sie fundierte Aus- und Weiterbildungen absolvieren – viele wüssten es bis heute nicht.

Tag der offenen Tür der Feuerwehr Halver

Feuerwehr Halver - Tag der offenen TürFeuerwehr Halver - Tag der offenen TürFeuerwehr Halver - Tag der offenen TürFeuerwehr Halver - Tag der offenen Tür
 

Und Feuerwehr heißt nicht nur Löschen. Das heißt, Türen zu öffnen, wenn Menschen in Not sind. Das heißt, verunfallte Menschen aus ihren Autos zu retten. Feuerwehr heißt einfach mehr. Oft läuft das alles ganz ohne Martinshorn und großes Aufsehenerregen ab. Wenig „Tatütata“, dafür viel Arbeit im Verborgenen.

Besonders freuen sich Seibert und seine Kollegen dann, wenn Besucher den Tag der offenen Tür nutzen, um sich für einen zurückliegenden Einsatz zu bedanken. Aktuell sind es 69 Aktive im Löschzug Stadtmitte. Damit ist Christoph Seibert zwar durchaus zufrieden, doch müsse die Wehr dranbleiben. Gerade junge Einsatzkräfte zieht es für Ausbildung, Studium & Co. weg. Deshalb liegt neben der Jugendfeuerwehr der Fokus auf dem Quereinstieg. Ein Tag der offenen Tür kann dann durchaus weitere Türen öffnen. Fahrende Playmobilautos, ein Rauchhaus und eine Mini-Schaumanlage. Die Kinder haben Spaß – und die Eltern kommen ins Gespräch.

Manchmal kommen sie dann auch auf den Geschmack, interessieren sich für das Ehrenamt. Und gerade weil die Halveraner Wehr ein ehrenamtliches Organ ist, verdient auch der gestrige Tag Respekt.

Auf dem Gelände rund ums Gerätehaus an der Thomasstraße haben sie vielen Menschen einen kurzweiligen Sonntag beschert. Es gab amerikanische Firetrucks zu sehen, nachgestellte Einsatzszenarien, eine riesige Hüpfburg, Gelegenheit zum Austausch und zudem auch reichlich Verpflegung.

 

Wir treffen uns jeden Mittwoch ab 18:30h im Gerätehaus Thomasstr.3 . Schaut vorbei! Weitere Info hier klicken!NRW2

siehe Bericht von come-on.de:

Brandschutzerziehung für Kita-Kinder

© Salzmann

Halver - Spielerisch machte die Feuerwehr am Samstag 21 Vorschulkinder aus der Kindertagesstätte St. Nikolaus mit den Gefahren von Feuer und dem richtigen Verhalten bei einem Brand bekannt. Gemeinsam mit ihren Vätern waren die Jungen und Mädchen zu Theorie und Praxis im Feuerwehrgerätehaus an der Thomasstraße zu Gast.

© Salzmann

Während für die Kinder Brandschutzerziehung im Vordergrund stand, erfuhren die Väter Wissenswertes über die Fahrzeugausstattung, technische Hilfe bei einem Unfall, Einheiten, Ausbildung und vieles mehr. In Gruppen erlebten große und kleine Besucher bei Wehrleiter Stefan Czarkowski und dem Team der Brandschutzerziehung einen spannenden, lehrreichen Vormittag. Wie Thorsten Wingenbach (stellvertretender Wehrleiter) erklärte, waren acht Helfer – je vier bei den Kindern und vier bei den Erwachsenen – in den Aktionstag eingebunden. Mit Vorwissen kamen die Kinder zur Brandschutzerziehung.

 

„Wir fahren regelmäßig zum Floriansdorf nach Iserlohn“, sagte Erzieherin Monika Meyer, die die Kinder-Väter-Gruppe begleitete. Offensichtlich hätten die Kinder einiges von dem, was sie im Iserlohner Übungsdorf zur Brandschutzerziehung gelernt hätten, behalten. Aufmerksam lauschten sie den Ausführungen der Brandschutzerzieher um Kristiaan Waumans. Angefangen vom richtigen Umgang mit Streichhölzern bis zum „Löschen“ eines Brandes mit der großen Spritze reichte das abwechslungsreiche dreistündige Programm. Mit leuchtenden Augen nahmen die Kinder im großen Feuerwehrauto Platz, verfolgten interessiert die Demonstrationen im Rauchhaus und robbten Helfern in voller Ausrüstung mit Feuereifer aus einem „verräucherten Brandzimmer“ ins Freie hinterher.

© Salzmann

Warum im Feuerwehrauto ein Plüschtier Platz hat, welche Materialien brennbar sind und vieles mehr erfuhren die kleinen Besucher im Verlauf des Aktionstags. Für die Väter ging’s unterdessen mit Christoph Seibert, Löschzugführer Stadtmitte, mit der Hebebühne hoch hinaus. Wie schnell die Feuerwehr reagiert, bekamen die Kinder hautnah mit, als mitten in die Brandschutzerziehung ein Einsatzruf „platzte“ und ein Fahrzeug mit Blaulicht ausrücken musste.

 

Feuerwehr warnt vor Gefahr durch Kohlenmonoxid

Berlin – Es ist geruchs- und geschmacklos und schon wenige Atemzüge können
zum Tod führen: Kohlenmonoxid entsteht bei einem unvollständigen Verbrennungsvorgang.
„Häufig sind mangelnde Belüftung, fehlerhafte Verbrennung in
Öfen oder Defekte an Gasthermen die Ursachen“, warnt Frank Hachemer, Vizepräsident
des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), vor dem Hintergrund der
tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung bei sechs jungen Menschen in Arnstein (Bayern).
„Immer wieder kommt es auch zu Einsätzen der Feuerwehr aufgrund ausgasender
Kohlereste etwa von Shisha-Pfeifen oder Grills in geschlossenen Räumen“,
berichtet der Experte.
Kohlenmonoxid ist für den Menschen nicht zu bemerken. Das Gas mit dem Kürzel
CO bindet sich im Blut an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) und verdrängt
dabei den Sauerstoff. Nach wenigen Atemzügen kann dies bereits zu schweren
Vergiftungserscheinungen und zum Tod führen. In den letzten Jahren sind immer
mehr Feuerwehren mit CO-Warngeräten ausgerüstet, die bei Überschreiten einer
Warnschwelle Alarm schlagen. „Schon im Verdachtsfall einer Kohlenmonoxidvergiftung
sollte man schnell reagieren“, appelliert Hachemer.


Der Deutsche Feuerwehrverband gibt folgende Handlungshinweise:
 Achten Sie beim Betrieb von Shisha-Pfeifen oder ähnlichen Geräten auf
ausreichende Belüftung. Grillen Sie nie in geschlossenen Räumen – dies
gilt auch für das Abkühlen der Kohle!
 Nehmen Sie beim Betrieb von Verbrennungsöfen oder gasbetriebenen Geräten
plötzlich auftretende Kopfschmerzen ernst – sie sind ein erstes Anzeichen
für eine mögliche Vergiftung. Begleitet werden sie unter Umständen
von Bewusstseinseintrübung.
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 Beim Verdacht des Auftretens von Kohlenmonoxid verlassen Sie sofort den
betroffenen Raum. Sofern möglich, sollte man die Fenster öffnen, um zu
lüften.
 Wenn es Ihnen ohne Eigengefährdung möglich ist, schalten Sie das möglicherweise
verursachende Gerät aus oder entfernen den Auslöser aus der
Wohnung.
 Alarmieren Sie im Verdachtsfall Feuerwehr und Rettungsdienst über die
europaweit gültige Notrufnummer 112!
Nicht nur umsichtiges Handeln, sondern auch Vorsorge können dazu beitragen,
Unfälle zu verhindern:
 Ein wichtiger Beitrag zur Prävention ist die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage
zum Beispiel durch den Schornsteinfeger. Diese ist ein Mal
pro Jahr Pflicht. So kann beispielsweise festgestellt werden, ob ein Lüftungskanal
blockiert wird und die Heizgase oder Abgase daher nicht einwandfrei
abziehen. Dies kann auch durch Vogelnester verursacht werden.
 Verwenden Sie die Anlagen sachgemäß. Bei Etagenheizungen sind die
Lüftungsschlitze der jeweiligen Türen der Gasthermen frei zu halten und
nicht zu verstellen, sonst erhält die Anlage zu wenig Sauerstoff.
Es gibt mittlerweile Rauchmelder, die auch vor der Freisetzung von Kohlenmonoxid
warnen. Sinnvoll ist die Installation eines solchen Gerätes in
der Nähe der Gastherme. Erhältlich sind diese speziellen CO-Melder im
Fachhandel – unter anderem im Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes
unter www.feuerwehrversand.de.
Hinweis für die Presse: Gerne vermitteln wir Ihnen DFV-Vizepräsident Frank
Hachemer als Ansprechpartner zum Thema.
Pressekontakt: Silvia Darmstädter, Telefon (030) 28 88 48 8-23, E-Mail
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Twitter @FeuerwehrDFV, www.facebook.com/112willkommen
Alle DFV-Presseinformationen finden Sie unter www.feuerwehrverband.de/presse.

Halveranerin reanimiert Lkw-Fahrer auf A 46

Der Fahrer eines Lkw erlitt auf der A46 einen Herzinfarkt und steuerte über die Leitplanke in den Gegenverkehr. Andere Fahrzeuge wurden dabei nicht beschädigt.
© Hagemann

Halver - Dem Wissen und Einschreiten der Halveranerin Anna vom Heede verdankt ein 59-jähriger Lkw-Fahrer aus Stolberg sein Leben. Nachdem er, nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei, einen Herzinfarkt erlitten hatte und in den Gegenverkehr gesteuert war, reanimierte ihn die Auszubildende auf der Straße und versuchte, seinen Gesundheitszustand bis zum Eintreffen der Rettungskräfte stabil zu halten.

Die 22-jährige Oberfeuerwehrfrau und Rettungssanitäterin war am Freitag, 20. Januar, gegen 12 Uhr auf der A 46 in Fahrtrichtung Hagen unterwegs, als in der Baustelle im Bereich der Ausfahrt Hohenlimburg ein Lkw drei Fahrzeuge vor ihr einige Schlenker fuhr. „Ich habe ehrlich gesagt gedacht, der Fahrer schläft und wacht von alleine wieder auf“, erinnert sich vom Heede. Nachdem der Lkw mehrere kleine Kurven gefahren war, durchbrach er schließlich die Leitplanke und kam auf der Fahrbahn des Gegenverkehrs zum Stehen. „Dass dabei kein anderes Fahrzeug beschädigt wurde, war großes Glück“, betont vom Heede.

 

Als sie gesehen habe, dass der Fahrer des LKW bewusstlos hinter dem Lenkrad saß, sei sie sofort zur Hilfe geeilt. „Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit“, sagt sie. Glücklicherweise sei der Mann angeschnallt gewesen, sonst wäre er beim Öffnen der Fahrertür aus dem Fahrerhaus gefallen, wie vom Heede erzählt. „Mein erster Gedanke, als ich den Mann gesehen habe, war ,Der muss aus dem Fahrzeug raus‘. Das habe ich dann auch gerufen, aber es hat niemand darauf reagiert“, sagt sie. Erst als sie „Hilfe“ gerufen habe, seien Menschen gekommen, um sie zu unterstützen.

Sechs Menschen an Rettung beteiligt

„Wir waren schließlich zu sechst“, erzählt sie. Ein Mann habe den Notruf gewählt, eine Frau sei ins Fahrerhaus geklettert, um den Mann abzuschnallen. „Zwei junge Männer haben geholfen, ihn auf eine Decke zu legen“, erzählt vom Heede und fügt hinzu, dass sie später auch eine Decke gehalten hätten, um den Mann vor neugierigen Blicken zu schützen – und so weitere Unfälle zu vermeiden. „Als ich nach der Decke gefragt habe, sagten alle sie hätten keine dabei. Dass jeder Fahrer in seinem Erste-Hilfe-Koffer eine haben sollte, fiel in diesem Moment keinem ein“, erinnert sich vom Heede an die Reaktionen. Beim Beatmen half schließlich eine Medizinstudentin, während vom Heede mit der Herzdruckmassage begann. „Der Mann hat schnell wieder zu atmen begonnen“, erzählt sie erleichtert.

 

Wie es dem Lkw-Fahrer momentan gehe, kann vom Heede nicht genau sagen. „Ich erkundige mich immer bei einem Bekannten nach ihm und weiß, dass er wach ist und es ihm besser geht“, sagt sie. Der Sohn des Fahrers habe außerdem versucht, Kontakt zu ihr aufzunehmen, um sich zu bedanken.

Dass sie in einer Unfallsituation nach Plan vorgehen kann, mag durch das regelmäßigen Reanimationstraining kommen. Anna vom Heede absolviert es durch ihre Mitgliedschaft im DRK-Ortsverband Wipperfürth und beim Löschzug Buschhausen der Freiwilligen Feuerwehr Halver, wo sie seit etwa vier Jahren tätig ist.

„Aber auch für mich war es das erste Mal. Beim DRK passiert es ab und zu, dass jemand in Ohnmacht fällt, aber jemandem das Leben retten, musste ich vorher noch nie“, erzählt vom Heede. „Wenn ich privat unterwegs bin und ein Unfall passiert, ist es außerdem noch eine völlig andere Situation. Bei einem Einsatz kann man sich wenigstens darauf vorbereiten“, fügt sie hinzu.

Erste-Hilfe-Kurs auffrischen

Zu wissen, dass sie trotz aufreibender Umstände noch „funktioniere“, ist für vom Heede von großer Bedeutung. „All die Erste-Hilfe-Kurse und Übungen, die ich gemacht habe sind nur theoretisch und können einen nicht vollständig auf den Ernstfall vorbereiten. Daher ist es wichtig für mich zu wissen, wie ich bei einem Unfall reagiere“, erklärt vom Heede. Insofern war der Vorfall eine wertvolle Erfahrung für die Oberfeuerwehrfrau.

Dass Erste-Hilfe-Kurse regelmäßig aufgefrischt werden sollten, findet vom Heede dennoch. „Viele der Menschen, die helfen wollten, aber nicht wussten wie, sagten mir später, dass ihr letzter Kurs der für den Führerschein war. Bei manchen liegt der allerdings schon einige Jahre zurück, sodass sie sich nicht mehr an den genauen Ablauf erinnern. Außerdem ändern sich einige Vorgaben auch. Früher hieß es, man solle 15 Mal drücken und zwei Mal beatmen, heute sind es 30 Mal“, erklärt sie. Auch wer den Kurs nicht wiederholen wolle, könne sich trotzdem alte Unterlagen anschauen. „Von mir aus kann man es auch im Internet suchen, aber man sollte den grundsätzlichen Ablauf kennen“, fügt sie hinzu.

Für Menschen, die in eine ähnliche Situation geraten, hat vom Heede einige Tipps, möglichst ruhig zu bleiben. „Man sollte vorher ein paar Mal tief Luft holen und dann eine gewisse Struktur einhalten. Dabei gilt: den Mensch ansprechen und ihn berühren, um zu sehen, ob er reagiert. Anschließend sollte man direkt den Notruf wählen. Damit hat man das wichtigste erledigt. Wenn nötig, wird nun die Reanimation begonnen. Dafür gibt es mittlerweile auch Masken zu kaufen, damit sich die Münder bei der Beatmung nicht berühren. So etwas kann man im Auto aufbewahren“, erläutert vom Heede. „Man sollte sich auf jeden Fall mit der Situation abfinden. Der Unfall ist passiert, und danach kann man nur noch helfen“, fügt sie hinzu. Angst, dass man den Menschen verletzt, sollte man nicht haben, sagt sie. „Es kann gut sein, dass ich dem Mann einige Rippen gebrochen habe, aber dafür lebt er noch“, sagt die Feuerwehrfrau im Rückblick.

Großen Respekt hat sie vor den Helfern, die trotz des Schocks zur Rettung des Mannes beigetragen haben. „Alleine hätte ich ihn nicht einmal aus dem Fahrzeug bekommen“, sagt sie.

Am 08.02.2017 um 18:30 Uhr trifft sich die Ehrenabteilung des Löschzuges Halver und der ehemaligen Löschgruppe Carthausen im Gerätehaus Stadtmitte.

https://www.youtube.com/watch?v=cJrZICyzKbY

Spätestens zum Jahreswechsel wieder Zielscheibe von Raketen und Böllern"

Mit diesem Video-Clip fordern Feuerwehrleute mehr Respekt

"Respekt - ja, bitte": So lautet der Appell von Einsatzkräften.
© Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft

Düsseldorf - Mit einem Video bittet die Landesgruppe NRW der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG), die ihren Sitz in Solingen hat, kurz vor dem Jahreswechsel um mehr Respekt für Rettungskräfte. Unterstützung kommt beispielsweise von Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Justizminister Thomas Kutschaty.

"Spätestens zum Jahreswechsel werden Einsatzpersonal von Feuerwehr und Rettungsdienst wieder zur Zielscheibe von Raketen und Böllern", berichtete die Gewerkschaft am Mittwoch aus leidiger Erfahrung. 

 

"Respekt - ja, bitte" lautet der Appell von Einsatzkräften, die in dem kurzen Film von einschlägigen Situationen berichten. "Scheiß-Neger, von Dir lass ich mir nicht helfen", hat ein dunkelhäutiger Feuerwehrmann schon gehört.

 

Ein anderer erinnert sich so an einen Löscheinsatz: "Als ich das Rohr in der Hand habe, merke ich einen Schlag hinten im Rücken und lag auf dem Boden." 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) unterstützt den Appell: "Wer unsere Feuerwehren behindert, handelt nicht nur respektlos, sondern gefährdet das Leben von Menschen", warnt sie in dem Video. - dpa

Quelle: wa.de

 

siehe Bericht auf come-on.de

Kranzniederlegung

Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Halver

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung gingen alle Gäste gemeinsam zum Ehrenmal in den Hohenzollernpark, um dort einen Kranz niederzulegen und der Toten zu gedenken.
© Raidt

Halver - „Am heutigen Tag, wenn in Deutschland die Fahnen auf Halbmast wehen, gedenken wir der vielen Menschen und Soldaten, die in den beiden Weltkriegen millionenfach ihr Leben ließen und unter der Gewaltherrschaft litten.“ Mit diesen Worten begrüßte die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Ebbinghaus am Snntag die Gäste, die zur Gedenkveranstaltung anlässlich des Volkstrauertags gekommen waren.

Unter diesen Gästen waren neben Vertretern der Feuerwehr und Vereine auch einige Ratsmitglieder. Musikalisch wurde die Veranstaltung im Forum der Lindenhofschule von einigen Schülern der Musikschule Volmetal begleitet, außerdem trugen Schülerinnen des Anne-Frank-Gymnasiums Gedichte von Paul Celan und Georg Trakl vor. Im Anschluss gingen alle Gäste gemeinsam zum Ehrenmal, um dort einen Kranz niederzulegen und der Toten zu gedenken.

 

Monika Ebbinghaus erinnerte in ihrer Rede auch an das Leid der „Menschen im Irak und in Syrien, im Nahen Osten und in der Ukraine“. Auch heute werde die Welt nicht vom Frieden regiert, nach wie vor litten Menschen unter Krieg, Terror, Verfolgung und Hunger. Wer die „Schreckensbilder in den Abendnachrichten“ ansehe, der erkenne, was der Kriegt mit Menschen macht: „Er tötet nicht nur Menschen, sondern das Menschsein selbst“, so die stellvertretende Bürgermeisterin.

Und nicht nur in den aktuellen Kriegsgebieten, sondern auch in Europa drohe Gefahr. „Parteien erstarken, deren Themen und Aussagen in Teilen an die Zeiten des Nationalsozialismus erinnern. Die Europäische Union bröckelt und steht vor großen Herausforderungen“, führte Ebbinghaus Beispiele an. Es gelte, an einem geeinten Europa festzuhalten, sich auseinanderzusetzen und auch Gegner zu Verhandlungspartnern zu machen. „Wir müssen wachsam sein, dass sich nicht wiederholt, was wir glaubten durch Erfahrung und bessere Erkenntnis überwunden zu haben“, mahnte sie abschließend. Die Erinnerung verpflichte dazu, immer an einer friedlichen Lösung von Konflikten zu arbeiten.