Geschichte der Feuerwehr Buschhausen

Am 25.06.1898 versammelten sich einige Bewohner aus dem Schulbezirk Buschhausen. Sie berieten, wie sie im Ernstfall eines Brandes schnell Hilfe leisten könnten. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass dieses Ziel nur durch eine eigene Feuerwehr erreicht werden kann. So wurde der Verein "Freiwillige Feuerwehr Buschhausen" gegründet. Zunächst war der Lehrer Hufschmied der Vereinsvorsitzende. Dann wurde der Fabrikant Wilhelm Herberg als erster Vorsitzender gewählt. Unter seiner Leitung organisierten sie eine Korporation, die dem früher üblichen Aufbau einer Feuerwehr entsprach. Er verwaltete sein Amt von 1898 bis zum ersten Weltkrieg. Nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1919 wurde der Fabrikant Wilhelm Herberg jun. an Stelle seines Vaters zum Vorsitzenden gwählt. Er behielt den Vorsitz bis zur Auflösung des Vereins im Jahr 1934. Bei der geschäftlichen Führung wurde der Vorsitzende von dem Kassierer, dem Schriftführer und den Stellvertretern unterstützt. Die Aufgaben des Schriftführers erfüllten bis zum Jahr 1948 die jeweiligen Buschhauser Lehrer: Meier, Gertz und Knoke.

Zunächst gab es das Kommando, dass sich aus dem ersten und zweiten Hauptmann, dem Steiger und den Spritzenführern zusammen setzte. Die Funktion des ersten Hauptmannes besetzte von der Gründung bis zum Jahr 1909 der Fabrikant Friedrich Wilhelm Schnöring, der dann aus Altersgründen zurücktrat und den Posten seinem Sohn Otto Schnöring übergab. Dieser setzte sich als Wehrführer für die technische Leitung der Wehr rund 30 Jahre ein. Als zweiter Hauptmann stand ihm Hermann Wolzenburg zur Seite. Die Position des Spritzenführers hatte Otto Fastenrath inne, Steigerführer war zu dieser Zeit Robert Girsiepen.

Erste Eintragungen im Kassenbuch sind vom März 1900 datiert. Dort sind Einnahmen und Ausgaben in gestochener Handschrift gegenübergestellt.  Aus diesen Aufzeichnungen ist zu ersehen, dass die Feuerwehr Buschhausen als selbstständiger Verein geführt wurde, dem 25 aktive und 16 passive Mitglieder angehörten. Hier kann man nachlesen, mit welchem Eifer sich die Männer ihrer Feuerwehrarbeit hingaben. Zunächst war die Ausstattung und Ausrüstung sehr primitiv, mit der Zeit wurde manches mit viel Engagement in Selbsthilfe und mit Unterstützung der Gemeinde nach und nach verbessert.

Die Finanzierung und Beschaffung der Ausrüstung lag in den Händen des Vereins. Dafür wurde zunächst von allen Mitgliedern ein Beitrag erhoben. Außerdem wurde eine jährliche Sammelaktion im Löschbezirk durchgeführt, die bis heute Bestand hat.

Am 10. August 1913 fand unter großer Teilnahme der Bevölkerung das erste Stiftungsfest zum 15 jährigen Bestehen des Vereins statt. Dazu waren noch 11 Nachbarwehren eingeladen. Ein großer Festzug führte von der Burbach über geschmückte Straßen zum Festlokal, der Wirtschaft in Buschhausen.

Über die Kriegsjahre 1914 - 1919 steht ein zusammengefasster Bericht im Protokolbuch. Hier steht unter anderem wörtlich geschrieben: "Wenig ist aus ihnen zu berichten und was aus ihnen zu berichten ist, will unserer menschlichen Auffassung nicht wohl gefallen".

Nach den Kriegsjahren ging es mit dem Verein wieder bergauf. 1921 hatte man die Idee, einen Trommler und Pfeifenkorbs zu gründen. Es scheiterte zunächst an der Finazierung. Erst im Jahr 1923 konnten zum Fest des 25 jährigen Bestehen genügend Instrumente gekauft werden. Der Musikzug hat bis zum zweiten Weltkrieg bestanden und ist dann aufgelöst worden.

Im Jahr 1924 wurde die Feuerwehr Buschhausen zu einer Besprechung zwecks Anschaffung einer Motorspritze für die Feuerwehr Halver eingeladen. Mit dieser Spritze wurde im Jahr 1929 eine gemeinsame Übung besonders erwähnt.

Am 9. Oktober 1927 konnte man den ersten Spatenstich für den neuen Steigerturm machen. Ein Höhepunkt für Buschhausen war dann die Einweihung, am 24. Juni 1928, genau zum 30 jährigen Bestehen der Feuerwehr Buschhausen. Die Errichtung war nur durch viel Eigenleistung und Spenden möglich.

Das Jahr 1934 brachte durch ein neues Gesetz eine entscheidene Veränderung im bisherigen Wehrbetrieb. Der Nationalsozialismus ordnete die Liquidation an und nun verlor die Freiwillige Feuerwehr Buschhausen ihren Charakter als sellbständiger Verein und wurde von jetzt an als "Löschzug Buschhausen" in die Amtsfeuerwehr Halver eingegliedert.

in den Nachkriegswirren des Jahres 1945 begann die Motorisierung der Wehr. Einige Kameraden beschafften sich aus Wehrmachtsbeständen eine Motorspritze mit Schlauchmaterial. Jetzt konnte die bis dahin benutzte Handdruckspritze ausgemustert werden.

Im Jahr 1948 trat der Wehrführer Wilhelm Herberg in den Ruhestand. Der Brandmeister Fritz Hasenburg übernahm die Leitung der Wehr. 1956 musste er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stellen. Daraufhin wurde Brandmeister Heinz Kind als sein Nachfolger berufen und mit der Führung der Gruppe betraut. Unter seiner Leitung wurde in den Jahren 1951 - 1952 aus überwiegend eigenen Mitteln ein Gummibereifter Wagen für die Feuerwehr zurecht gemacht, auf dem Motorspritze, Schlauchhaspel und Schläuche untergebracht waren.

1960 bekam die Löschgruppe von der Stadt Halver eine neue Motortspritze. Zwei Jahre später wurde sie mit einem neuen, motorisierten VW - Löschfahrzeug ausgestattet.

1973 wurde der Steigerturm abgebrannt und ein neues Gerätehaus gebaut, welches pünktlich zum 75-jährigen Jubiläum im September 1973 eingeweiht werden konnte.

1978, nach 16 Jahren Dienst, wurde das Löschfahrzeug ausgemustert und durch ein neues und moderneres von der Stadt ersetzt.

1980 wurde mit Hilfe der Stadt und viel Eigenleistung ein Anbau mit sanitären Anlagen ans Gerätehaus gebaut.

1986, nach dem Oberbrandmeister Heinz Kind die Gruppe 30 Jahre lang geleitet hat, musste er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen. An seiner Stelle übernahm Brandmeister Dieter Fastenrath die weitere Führung der Löschgruppe. Im gleichen Jahr kaufte die Löschgruppe aus eigenen Mitteln ein 20 Jahre altes Unimog - Feuerwehrfahrzeug. Im Laufe des Winter wurde es in mühevoller Kleinarbeit instand gesetzt und erfüllte seit März 1987 voll die Funktion eines Feuerwehrfahrzeug TLF 8.

1991 wurde das Gerätehaus mit Hilfe der Stadt und durch viel Eigenleistung um eine Fahrzeughalle erweitert.

1997 bekam die Löschgruppe mit Hilfe eines Landeszuschusses und mit einem Eigenanteil von 10.000 DM ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug.

 Fortsetzung folgt